Pressemitteilung

26.10.2009

Aufsichtsrat stimmt Tarifabschluss zu

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Ärzte an der Charité bekommen mehr Gehalt

Der Aufsichtsrat der CharitéUniversitätsmedizin Berlin hat heute dem Ende September erzielten Tarifabschluss mit dem Marburger Bund trotz einhellig geäußerter Bedenken zugestimmt. Danach erhöhen sich die Mehrkosten für die Charité in diesem Jahr um 2,1 Prozent. Im nächsten Jahr kommen weitere 7,5 Prozent dazu. „Das liegt an der absoluten Belastungsgrenze für die Charité“, erklärt Prof. Jürgen E. Zöllner, Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie Aufsichtsratsvorsitzender des Universitätsklinikums. Prof. Zöllner ist überzeugt, dass der Abschluss für die Einstellungspraxis bei Medizinern Folgen haben wird.

Die Tarifeinigung kam erst nach mehrmonatigen harten Verhandlungen zustande. Laut übereinstimmender Auskunft beider Tarifpartner sei damit in letzter Minute ein Streik verhindert worden. Schon seit dem 30. Juni war der alte Tarifvertrag nicht mehr gültig. „Jeder Streiktag hätte enorme Kosten verursacht und damit das Erreichen der wirtschaftlichen Ziele für 2009 stark gefährdet“, erklärte Prof. Ulrich Frei, der Ärztliche Direktor der Charité. Die Einigung sei nur möglich gewesen, weil der Marburger Bund im Gegenzug neuen Arbeitszeitmodellen zugestimmt habe. So werde es gelingen, die entstehenden Mehrkosten zumindest zum Teil zu kompensieren.

Das reicht den Aufsichtsräten aber nicht. „Dieser Tarifabschluss darf keine Sogwirkung entfalten“, warnt Finanzsenator Ulrich Nußbaum. „Wir haben den Vorstand aufgefordert, zur nächsten Sitzung eine maßnahmenscharfe Kompensation des Tarifabschlusses durch entsprechende Einsparungen in den kommenden Jahren vorzulegen“, erklärt Nußbaum.

Damit steht das Universitätsklinikum vor der Aufgabe, bis Ende 2010 weitere Millionenbeträge einzusparen. Prof. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité hält dieses Ziel für erreichbar. „Wir werden zügig mit weiteren Strukturmaßnahmen beginnen“, sagt er. „Die Ärztevereinigung Marburger Bund hat uns mit diesem Abschluss eine schwere Last auferlegt, die jetzt alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen müssen.“

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