Pressemitteilung

18.10.2012

Amtsarzt-Fortbildung startet an der Charité

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Neues Angebot soll Engpass in Gesundheitsämtern beheben

An der CharitéUniversitätsmedizin Berlin ist jetzt berlinweit erstmalig ein Fortbildungskurs für angehende Amtsärztinnen und Amtsärzte angelaufen. Elf der zwölf Teilnehmer arbeiten bereits in den Gesundheitsämtern von sieben Berliner Bezirken und wollen sich jetzt für Führungspositionen weiterqualifizieren. Dafür werden sie in den nächsten zwei Jahren berufsbegleitend insgesamt 720 Stunden Unterricht absolvieren, größtenteils in Blöcken von zwei bis sechs Wochen Dauer.

„Wir sind sehr froh, dass es der Charité gelungen ist, diese Fortbildung innerhalb von nur wenigen Monaten zu konzipieren“, erklärt Dr. Knut Nevermann, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft. „Es war dringend geboten, mit einem eigenen Berliner Angebot auf den drohenden Nachwuchsmangel im Öffentlichen Gesundheitsdienst zu reagieren.“ Bislang war die Weiterbildung nur in Düsseldorf, Meißen und München möglich und somit angesichts des Zeitaufwands für Berliner Aspiranten kaum zu bewältigen.

Der Öffentliche Gesundheitsdienst hat ein breit gefächertes Spektrum von Aufgaben in der Prävention und Abwehr von Gesundheitsgefahren. Die Fachärzte sind für den Schutz vor Infektionen und Seuchen genauso zuständig wie für die Kontrolle von Hygienevorschriften sowie die Zahngesundheit und die Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern und Jugendlichen. Die Charité hat in diesem Bereich in Berlin schon zahlreiche Aufgaben übernommen. Unter anderem arbeitet sie im Kinderschutz mit vier Bezirken eng zusammen, organisiert auf Landesebene das Meldewesen für die Vorsorgeuntersuchungen und engagiert sich in der Gesundheitsversorgung von Obdachlosen. „Ich freue mich, dass der Fortbildungsgang für den Öffentlichen Gesundheitsdienst jetzt startet. An der Charité ist die Facharzt-Fortbildung ideal platziert“, urteilt Emine Demirbüken-Wegner, Berliner Staatssekretärin für Gesundheit. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden mit ihrem erweiterten Fachwissen dazu beitragen, die Aufgaben des Öffentlichen Gesundheitsdienstes in Berlin künftig in noch höherer Qualität erfüllen zu können.“

Die Dekanin der Charité Prof. Annette Grüters-Kieslich hebt die „starken Synergien“ der neuen Fortbildung mit den bereits existierenden gesundheitswissenschaftlichen Angeboten der Berlin School of Public Health (BSPH) an der Charité hervor. Diese arbeitet in bislang vier Master-Studiengängen mit zahlreichen außeruniversitären Forschungseinrichtungen zusammen. Die Fortbildung für den Öffentlichen Gesundheitsdienst wird Teil dieses Netzwerks und soll künftig jedes Jahr im Oktober angeboten werden.

Links

Öffnet externen Link im aktuellen FensterBerlin School of Public Health

Kontakt

Prof. Jacqueline Müller-Nordhorn
Berlin School of Public Health
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 570 852



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