Pressemitteilung

19.03.2009

Akademische Medizin trägt globale Verantwortung

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WHO-Generaldirektorin Margaret Chan besucht die Charité

Foto: Dr. Margaret Chan, die Generaldirektorin der WHO, beim Eintrag ins Gästebuch der Charité
Dr. Margaret Chan, die Generaldirektorin der WHO, beim Eintrag ins Gästebuch der Charité

Was kann die Charité für die globale Gesundheit tun? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Besuchs von Dr. Margaret Chan, Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), bei Deutschlands größter Universitätsklinik. Das Zusammenwirken von Forschung, Lehre und Krankenversorgung biete hier eine große Chance, betonte Prof. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der CharitéUniversitätsmedizin Berlin, zum Auftakt des einstündigen Besuchs. „Globale Gesundheitsprobleme müssen einen angemessenen Stellenwert in der universitären Medizin einnehmen“, forderte er.

Die akademische Medizin wird den gesundheitlichen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte nur dann gerecht, wenn sie die Ergebnisse der Spitzenforschung schnell und in guter Qualität in Behandlungs- und Lehrkonzepte übersetzen könne, erklärte die Dekanin der Charité, Annette Grüters-Kieslich. Als Beispiele für diesen Ansatz stellte sie unter anderem das Zentrum für Schlaganfallforschung, das Zentrum für onkologische Forschung sowie das Zentrum für Geschlechterforschung in der Medizin, sowie die Forschung auf dem Gebiet seltener Entwicklungsstörungen an der Charité vor. In diesen Feldern könnten die Resultate unmittelbar in verbesserte Methoden der globalen Gesundheitsversorgung münden: „Die enormen Fortschritte auf dem Gebiet gezielt wirkender und personalisierter Therapien erlangen ihren Wert erst durch ihre Verfügbarkeit für einen Großteil der Menschen, die sie benötigen“, betonten Prof. Einhäupl und Prof. Grüters-Kieslich.

Die Übernahme von Verantwortung für die globale gesundheitliche Situation durch die akademische Medizin wird die Grundlage für die Innovationskraft und den wissenschaftlichen Fortschritt im 21. Jahrhundert sein. Die Charité werde dieses Ziel aktiv und im engen Dialog mit anderen europäischen und nicht-europäischen Universitäten, Forschungsinstituten, Regierungen und Nichtregierungsorganisationen verfolgen. „Gesundheit muss weltweit auf den politischen und sozialen Agenden ganz oben stehen“, forderte Prof. Einhäupl.

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