Pressemitteilung

17.10.2016

6. Berliner Pflegekongress

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Berlin wird größer, älter und bunter – wie sich die Pflege darauf einstellt

„Pflege in der Metropole – Vielfalt und Anspruch“ ist das Motto des 6. Berliner Pflegekongresses am 27. und 28. Oktober 2016 im Roten Rathaus Berlin. Es geht dort um nicht weniger als die Zukunft des Berufsstandes in einer wachsenden Stadt.  

Prognostiziert ist: Bis 2030 wird die Zahl der Frauen und Männer, die älter als 80 Jahre sind, von heute 162.000 auf 263.000 ansteigen. Denn auf der einen Seite werden die Menschen immer älter, auf der anderen Seite rechnen aktuelle Bevölkerungsprognosen für Berlin mit einer verstärkten Zuwanderung vorrangig von jungen Erwachsenen aus dem In- und Ausland. In Berlin sind heute mehr als 70.000 Menschen im Pflegebereich beschäftigt – in Krankenhäusern, in Pflegeheimen und bei ambulanten Pflegediensten.

Judith Heepe, Pflegedirektorin der CharitéUniversitätsmedizin Berlin, fasst zusammen, welche Diskussionen zum Themenkomplex „Anspruch“ geführt werden: „Anspruch auf eine sehr gute und kompetente Pflege haben unsere Patientinnen und Patienten natürlich. Und wir als Pflegende haben den Anspruch, dies unter den von der Politik geschaffenen Rahmenbedingungen auch leisten zu können. Deshalb diskutieren wir beispielsweise, wie in Zukunft die Zuständigkeits- und Verantwortungsbereiche umgestaltet werden und welche unterschiedlichen Qualifikationen dann dafür gebraucht werden.“

Berlins Gesundheitssenator Mario Czaja: „Berlin wächst, wird bunter – aber auch älter. Deshalb ist die Sicherung guter Pflege eines der wichtigsten Themen auf der gesundheitspolitischen Agenda. Um ihren Beruf lange und mit Freude auszuüben, brauchen Pflegekräfte gute Arbeitsbedingungen und gesellschaftliche Anerkennung. Deshalb ist eine gute Bezahlung wichtig, ebenso Unterstützung bei der Bewältigung von Belastungen und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. In den letzten Jahren konnten wir in der ambulanten Pflege Lohnsteigerungen erreichen. Andere Aufgaben bleiben auf der Agenda – dazu gehört für mich die Gründung einer Pflegekammer, die die Belange aller Pflegenden vertritt.“

Thomas Kobalz, Diplom-Pflegewirt und Pflegedirektor am Vivantes Klinikum Kaulsdorf, erklärt, warum das Thema „Vielfalt“ auf der Kongress-Agenda steht: „Kompetente Pflege wird für die Gesundheitsversorgung unserer Stadt zunehmend wichtiger. Vielfalt begreifen wir als Chance für die Pflege in der Hauptstadt – das bedeutet einerseits eine gelungene Integration von Migrantinnen und Migranten, auch in den Pflegedienst. Andererseits wird es immer wichtiger, die kultursensible Pflege künftig weiter auszubauen, denn wir pflegen immer mehr Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen.“

Weitere Institutionen aus der Region beteiligen sich als Kooperationspartner des Kongresses: Anbieterverband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen (AVG), Bethel Verbund in Berlin und Brandenburg, Deutsches Herzzentrum Berlin, Ev. Geriatriezentrum Berlin gGmbH, Ev. Hochschule Berlin (EHB), Ev. Krankenhaus Hubertus, Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe gGmbH, Immanuel Krankenhaus Berlin, Park-Klinik Weißensee, Schlosspark Klinik GmbH.

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