Pressemitteilung

31.03.2011

4. Schlaganfallsymposium in Berlin

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Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutieren neueste Forschungsergebnisse

Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Jedes Jahr erleiden rund 250 000 Menschen einen Schlaganfall. Das Risiko steigt mit zunehmendem Lebensalter deutlich an. Schlaganfälle sind die häufigste Ursache einer im Erwachsenenalter erworbenen Behinderung in den Industrienationen und gelten damit als volkswirtschaftlich teuerste Erkrankung.

Mit der Frage, wie die neuesten Forschungsergebnisse am schnellsten zum Patienten kommen, beschäftigt sich nun das 4. Schlaganfallsymposium. Vom 31. März bis zum 02. April 2011 diskutieren führende internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Forscherinnen und Forscher der Charité – Universitätsmedizin, vom Kompetenznetz Schlaganfall (KNS) und dem Centrum für Schlaganfallforschung Berlin (CSB). Unter dem Titel „Innovative und erfolgreiche Translation – Was ist beim Patienten angekommen?“ werden aktuelle Entwicklungen in Forschung und Klinik vorgestellt. Unter Translation wird in der Medizin die Übertragung von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung in die klinische Forschung und schließlich die Umsetzung in der medizinischen Versorgung verstanden. „From bench to bedside“, also vom Labortisch ans Krankenbett, das ist das Motto. „Sowohl in der Akutversorgung als auch in der Phase der späteren Wiederherstellung von wichtigen Funktionen gibt es klinisch relevante Fortschritte“, sagt Prof. Dr. Arno Villringer, Koordinator des Kompetenznetzes Schlaganfall.

Neben der Pathophysiologie des Schlaganfalls, Bildgebung, Plastizität und Prävention wird dem Management klinischer Studien besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Das Thema wird am 01. April sowohl von der medizinischen, rechtlichen, ethischen als auch von der politischen Seite beleuchtet und anschließend auf dem Podium diskutiert. „Unser Ziel muss es sein, die klinische Forschung weiter zu stärken und unsere Erfolge ans Patientenbett zu bringen“, sagt Prof. Dr. Matthias Endres, wissenschaftlicher Direktor des Centrums für Schlaganfallforschung Berlin.
Am dritten und letzten Veranstaltungstag findet eine Fortbildungsakademie statt. Die Themen des Symposiums werden aufgegriffen und mit niedergelassenen sowie klinisch tätigen Ärztinnen und Ärzten diskutiert.
Außerdem wird am 31. März auf dem Symposium der „Young Scientist Award“ des Kompetenznetzes Schlaganfall verliehen. Der Preisträger stellt seine prämierte Forschungsarbeit in einem Vortrag vor. Der Preis wird seit 2006 für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit eines Nachwuchswissenschaftlers aus dem deutschsprachigen Raum vergeben.

Kontakt

Stefanie Winde
GB Unternehmenskommunikation
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
Tel. +49 (0)30 450 570 400



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