Pressemitteilung

23.05.2013

25 Jahre „Arzneimittelsicherheit für Mutter und Kind“

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Nebenwirkungen von Medikamenten während der Schwangerschaft und Stillzeit? Arzneimittel in der Schwangerschaft sind nicht nur für Laien ein heikles Thema. Das Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie besteht seit 25 Jahren und gilt vor allem für medizinisches und pharmazeutisches Personal über Deutschland hinaus als Referenzadresse. Seit Anfang 2012 gehört der unabhängige Informationsdienst zum Institut für Klinische Pharmakologie und Toxikologie der CharitéUniversitätsmedizin Berlin. Aktueller und präziser als in Beipackzetteln und Roten Listen werden hier täglich bis zu 80 Anfragen aus Universitätskliniken, Praxen und Apotheken aller Bundesländer beantwortet. Aber auch Schwangere selbst können sich an den unabhängigen Informationsdienst wenden. Neben individueller Beratung per Telefon oder E-Mail-Fragebogen bietet die institutseigene Website Informationen zu den wichtigsten 420 Arzneimittel-Wirkstoffen in Schwangerschaft und Stillzeit. Seit 2008 wurde die gemeinsam mit der Beuth-Hochschule Berlin entwickelte und vom Bundesministerium für Gesundheit finanziell unterstützte Internetseite www.embryotox.de bereits zwei Millionen Mal aufgerufen. Inzwischen können Smartphone-Nutzer sogar mit einer Android-App auf die Daten des Zentrums zugreifen – die Anwendung für Apple-Geräte folgt in Kürze.

Embryotox wurde 1988 als Einrichtung des Bezirksamtes von Berlin-Charlottenburg gegründet und ist mittlerweile eines der führenden europäischen Referenzzentren für Arzneimittelsicherheit in der Schwangerschaft. Es gehört zu den Gründungsmitgliedern der klinisch-teratologischen Fachgesellschaft European Network of Teratology Information Services (ENTIS) und initiierte Kooperations- und Forschungsprojekte mit Instituten in Nordamerika, Russland, Israel und verschiedenen europäischen Ländern. Embryotox arbeitet unabhängig von der pharmazeutischen Industrie und wird gemeinsam vom Land Berlin und vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) finanziert. Für das BfArM und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) erfasst, bewertet und übermittelt Embryotox unerwünschte Arzneimittelwirkungen in der Schwangerschaft. Die vom Institut in mehreren Sprachen herausgegebenen Lehrbücher gehören zur Standardliteratur der Arzneimittelsicherheit Mutter-Kind.

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Kontakt

Privatdozent Dr. Christof Schaefer
Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie
Institut für Klinische Pharmakologie und Toxikologie
t: +49 30 3030 8110



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