AG Bildungseinrichtungen

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In der SARS-CoV-2-Pandemie stellen Kinder eine besonders zu beachtende Gruppe dar, und Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und Kindertagesstätten wird eine besondere Bedeutung für die Infektionsausbreitung beigemessen. Hierbei müssen die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Folgen von Schließungen von Bildungseinrichtungen und eine möglicherweise erhöhte Infektionsverbreitung durch Unterricht oder Betreuung in der Gruppe gegeneinander abgewogen werden. Da bei Kindern zudem von einem höheren Anteil milder oder asymptomatischer Verläufe als bei Erwachsenen ausgegangen wird, besteht die Gefahr von Übertragungen unentdeckter Infektionen auf Risikogruppen, die durch höheres Alter oder Vorerkrankungen gekennzeichnet sind. Unter Beachtung der aktuellen Situation der SARS-CoV-2-Infektionen wird eine Teststrategie mit folgenden Bestandteilen verfolgt:

Berliner Corona Schulstudie (BECOSS)

Die Studie verfolgt das Ziel, Schülerinnen und Schüler, Kitakinder, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sowie sonstiges Schul- und Kitapersonal über einen Zeitraum von circa. einem Jahr zu begleiten, um das Infektionsgeschehen zu überwachen. Hierfür werden in regelmäßigen Abständen an zufällig ausgewählten Grundschulen, Sekundarschulen bzw. Gymnasien und Kitas Testungen durchgeführt.  Die Testungen finden in den ausgewählten Einrichtungen statt und werden von mobilen Teams der Charité durchgeführt. Außerdem werden in diesen Einrichtungen laborunabhängige Methoden zur Gesundheitsüberwachung eingesetzt und getestet.

Was ist bereits geschehen?

Die erste Messung dieser länger angelegten Studie ist an Berliner Schulen durchgeführt worden. Kitas werden folgen. Im Abstand von einigen Monaten erfolgt die nächste Testung.

Screening

Ziel des sog. Screenings ist das Identifizieren asymptomatischer Infektionen, aus denen in den Bildungseinrichtungen und dem sozialen Umfeld weitere Ansteckungen resultieren könnten. Hierfür gibt es folgendes Angebot:

Dem Schul- und Kitapersonal aller Berliner Schulen und Kitas soll dauerhaft ermöglicht werden, bereits bei Verdacht auf SARS-CoV-2 Infektion eine Testung durchführen zu lassen. Hierfür müssen keine Symptome vorliegen.

Um ein Durchmischen mit Patienten zu vermeiden (Infektionsschutz), wird es gesonderte Öffnungszeiten in den Teststellen geben. Neben dem Nasen-Rachen-Abstrich wird das getestete Schul- und Kitapersonal im Vorfeld mittels Online-Befragung zum individuellen Erkrankungsrisiko befragt. Die Einrichtungen erhalten direkt von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familien nähere Informationen zu diesem Angebot. Die Teilnahme an den Untersuchungen ist freiwillig.

Was ist bereits geschehen ?

Das Screeningangebot ist in mehreren Teststellen in Berlin etabliert. Das Personal ist durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie informiert.  

Niedrigschwelliges Testangebot bei Erkrankungszeichen

Um frühzeitig das Übertragen von Infektionen zu verhindern, werden Mitarbeitende in Bildungseinrichtungen dazu aufgefordert, auch bei leichten Symptomen Hausarzt oder Hausärztin, eine COVID-Praxis der KV oder eine Teststelle aufzusuchen. Damit wird den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) entsprochen. Eine Kommunikation über diese Möglichkeit findet an allen Kitas und Schulen statt.

Was ist bereits geschehen?

Dieses Angebot besteht auch außerhalb der Teststrategie und wird hier nur gesondert erwähnt, da das frühzeitige Testen von Personen mit Erkrankungszeichen, die auf COVID-19 hinweisen, ein entscheidend wichtiger Faktor in der Begrenzung der Infektionsausbreitung ist.