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Mobiles Testteam vom Tropeninstitut © Wiebke Peitz | Charité

Die Berliner Teststrategie an der Charité

Das Team der Berliner Teststrategie an der Charité konzipiert in Zusammenarbeit mit der Vivantes GmbH und den Senatsverwaltungen effektive Strategien und Maßnahmen zum Umgang mit der Sars-CoV-2-Pandemie in Berlin.

Informieren Sie sich auf den Microsites der Berliner Teststrategie über wissenschaftlichen Studien und weitere Projekte im Zusammenhang mit CoViD-19.

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Ziele der Berliner Teststrategie

Mit gezielten Testungen in asymptomatischen Risikogruppen werden drei Ziele verfolgt:

  1. Das Infektionsgeschehen besser verstehen und anhand neuer Erkenntnisse effektive Strategien und präventive Konzepte entwickeln.
  2. Die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit der Bevölkerung aufrechterhalten sowie das gesellschaftliche Leben in Berlin durch die Etablierung geeigneter Maßnahmen unterstützen.
  3. Eine Datengrundlage schaffen, die zur epidemiologischen Beurteilung der aktuellen Situation, für die weitere Planung von Politik und öffentlichem Gesundheitsdienst und für wissenschaftliche Studien herangezogen werden kann.

Ein Schwerpunkt der Projektgruppe an der Charité ist die Durchführung wissenschaftlicher Studien.

Vorgehensweise

Im Mai 2020 wurden unter wissenschaftlichen Aspekten Bevölkerungsgruppen für die Teststrategie definiert, die ein erhöhtes Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes oder ein erhöhtes Risiko der Verbreitung aufweisen. Diese Bevölkerungsgruppen sollten im Hinblick auf einen möglichen asymptomatischen Krankheitsverlauf getestet werden. Im Fokus standen dabei Einrichtungen des Gesundheitswesens, Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kindertagesstätten.

Im Zeitraum Mai 2020 bis Oktober 2020 wurden folgende asymptomatische Personengruppen getestet:

  • Mitarbeitende in Schulen und Kindertagesstätten
  • Mitarbeitende in Pflegeheimen
  • Reiserückkehrende an den Flughäfen Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld

Zusätzliche Tests fanden bei Mitarbeitenden der Berliner Stadtreinigung, in Flüchtlingsunterkünften, bei Mitarbeitenden von Gemeinschaftseinrichtungen und bei Reiserückkehrenden statt. Die ursprünglich geplanten zusätzlichen Tests an Orten mit erhöhtem Verbreitungsrisiko, wie etwa in der Gastronomie oder in Justizvollzugsanstalten, konnten bisher auf Grund der akuten Fallzahlentwicklung und der damit einhergehenden Auslastung der Testressourcen nicht umgesetzt werden.
Die Testungen wurden an verschiedenen Standorten des Vivantes-Netzwerkes, am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, an der Charité - Campus Virchow-Klinikum und von mobilen Teams angeboten.

Seit dem 1. September 2020 liegt die Verantwortung für die Koordination der Teststrategie und die Umsetzung der Testungen bei der Senatsverwaltung Gesundheit, Pflege und Gleichstellung. Die Charité fokussiert sich seitdem verstärkt darauf, einerseits neue und auf die Zeit nach der Pandemie ausgerichtete Konzepte zu entwickeln und andererseits, die gesammelten Daten wissenschaftlich auszuwerten und neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Fragen und Antworten zur Berliner Teststrategie

Beteiligte Einrichtungen und Partner der Berliner Teststrategie

Einrichtungen der Charité

Koordinatorin Berliner Teststrategie: Dr. Valerie Kirchberger (bis 31.01.2021).

Pressemeldungen zur Berliner Teststrategie an der Charité

[1. Oktober] Corona-Teststellen an den Flughäfen

Wichtige Hinweise für alle Einreisenden und Rückkehrenden hat die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung unter https://www.berlin.de/sen/gpg/service/oft-gesucht/artikel.968998.php veröffentlicht. Informationen zu den Corona-Teststellen an den Flughäfen erhalten Sie unter https://www.berlin.de/corona/massnahmen/einreisen-und-quarantaene/ [Änderung am 1.10.2020].

[29. Juni] Was umfasst die Berliner Teststrategie?

Der Senat hat die „Berliner Teststrategie“ auf COVID-19 beschlossen, mit der berlinweit in einem abgestimmten Vorgehen Personen mit erhöhtem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes und Personen mit erhöhtem Risiko der Verbreitung frühzeitig identifiziert werden sollen. Im Fokus stehen dabei Einrichtungen des Gesundheitswesens, Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kindergärten sowie Tests an Orten mit erhöhtem Verbreitungsrisiko, wie etwa in der Gastronomie oder in Justizvollzugsanstalten. Ein von der Charité gemeinsam mit Vivantes Netzwerk für Gesundheit erarbeitetes Konzept bildete die Grundlage der Teststrategie mit dem Ziel der Erhaltung beziehungsweise Wiederherstellung der Gesundheit und des öffentlichen, gesellschaftlichen und wirtschaften Lebens in Berlin.

Als Auftakt ist die Berliner Teststrategie in Bildungseinrichtungen gestartet, die sich aus mehreren Bausteinen zusammensetzt: Seit Anfang Juni konnten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus zunächst 48 ausgewählten Bildungseinrichtungen ohne Symptome an der Charité testen lassen. Seit Ende Juni können sich nun symptomfreie Beschäftigte aller Berliner Kitas nach vorheriger Terminvereinbarung auf das Coronavirus testen lassen. Die Charité stellt dafür gesonderte Zeitfenster zur Verfügung, um eine Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Symptome zu vermeiden. Informationen zur verbindlichen Terminvereinbarung erhalten die Beschäftigten in einem Schreiben von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Die Tests sind freiwillig und kostenfrei. Seit dem 6. Juli können sich asymptomatische Kita-Beschäftigte zudem auch an den drei Vivantes Abklärungsstellen für Corona-Tests in Prenzlauer Berg, Tempelhof und Spandau testen lassen. Auch hier ist dies nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.

Seit Anfang August können sich auch symptomfreie Beschäftigte aller Berliner Schulen auf das Corona-Virus testen lassen. Die Testungen können in der Charité-Teststelle am Campus Virchow-Klinikum, in den drei Teststellen der Vivantes-Kliniken in Prenzlauer Berg, Tempelhof-Schöneberg und Spandau sowie im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe vorgenommen werden. Informationen zur verbindlichen Terminvereinbarung erhalten die Beschäftigten in dieser Woche in einem Schreiben von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Die Tests sind freiwillig und kostenfrei.

Ein weiterer Baustein ist die einjährige Berliner Corona Schulstudie (BECOSS), die Mitte Juni gestartet ist. Dafür sind mobile Teams der Charité an 24 zufällig ausgewählte Grund- und Oberschulen gefahren und haben die Testungen vor Ort durchgeführt.

Ziel dieses schrittweisen Vorgehens ist es, die Berliner Bildungseinrichtungen bei der graduellen Rückkehr zum Normalbetrieb wissenschaftlich zu begleiten und eventuelle Risiken zu identifizieren. Somit wird eine Datengrundlage geschaffen, die zur epidemiologischen Beurteilung der aktuellen Situation und für die weitere Planung herangezogen werden kann.

Neben dem Bereich der Bildungseinrichtungen werden derzeit auch Testungsmöglichkeiten für Pflegeeinrichtungen, Kliniken, die Gastronomie, Verkehrsbetriebe, Kultureinrichtungen und weitere Einrichtungen vorbereitet. Ziel der Berliner Teststrategie bleibt eine wissenschaftliche Begleitung und dadurch frühzeitige Identifizierung eines möglichen Infektionsgeschehens, um der Politik und dem Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) beratend und unterstützend zur Seite zu stehen. Die Charité verantwortet die Konzeption der Teststrategie, die Umsetzung der Testungen geschieht gemeinsam mit den Senatsverwaltungen und dem ÖGD.

Die Teststrategie wird in einer Steuerungsgruppe koordiniert und ihre Umsetzung in verschiedenen Arbeitsgruppen unter Beteiligung von Senatsverwaltungen, Expertinnen und Experten der Charité und Vivantes, Amtsärzten, Gesundheitsämtern sowie weiterer Akteure erarbeitet.

[Der Wortlaut der Meldung wurde am 7. Juli um den Hinweis zu den Vivantes Abklärungsstellen sowie am 01. August zu der Testmöglichkeit für symptomfreie Lehrer ergänzt.]