Corona-Ticker

Auf dieser Seite finden Sie Tickermeldungen der Charité zum Coronavirus.

 

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[25. Januar] Person mit Variante B.1.1.7. stationär aufgenommen

Im Zuge der erweiterten Analysen hat die CharitéUniversitätsmedizin Berlin eine weitere Probe positiv auf die Virusvariante B.1.1.7, die sogenannte englische Variante, getestet. Die Probe war bei einer symptomatischen Person in einer Zentralen Notaufnahme der Charité entnommen worden. Die betroffene Person befindet sich seit der Probenentnahme in stationärer Behandlung auf einer COVID-19-Normalstation der Charité und wird seitdem durchgehend unter den üblichen COVID-19-Schutzmaßnahmen behandelt und isoliert. 

Wissenswertes zu Mutationen ist hier zusammengestellt.

[25. Januar] Weitere ambulant entnommene Probe positiv auf Variante B.1.1.7 getestet

Seit Beginn der erweiterten Testung auf Virusvarianten hat die CharitéUniversitätsmedizin Berlin 3 ambulant entnommene Proben positiv auf die Virusvariante B.1.1.7 getestet.

Den ersten Nachweis hatte die Charité am 21. Januar kommuniziert. Die Probe war in der ambulanten Untersuchungsstelle der Charité am Campus Virchow-Klinikum entnommen worden. Die betroffene Person wurde über den positiven Befund gemäß den Vorschriften informiert und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Sie war zu keinem Zeitpunkt in stationärer Behandlung. Die Information über die nachgewiesene Virusvariante wurde übermittelt.

Wissenswertes zu Mutationen ist hier zusammengestellt.

[17. November] Wie verlässlich sind Antigen-Schnelltests?

Im Gegensatz zur PCR weisen Antigentests kein Virus-Erbgut, sondern Virus-Proteine nach (siehe „Wie funktioniert eine PCR?“). Das Prinzip ähnelt dem eines Schwangerschaftstests, als Probe dient hierbei z.B. ein Nasen-Rachen-Abstrich. Antigen-Schnelltests können direkt vor Ort angewendet und ausgewertet werden, es ist keine Geräteanalyse in einem Labor nötig. Das Ergebnis eines Antigentests liegt bereits innerhalb von weniger als 30 Minuten vor.

Antigentests sind grundsätzlich weniger leistungsfähig als PCR-Tests: Sie übersehen in manchen Fällen SARS-CoV-2-infizierte Personen (geringere Sensitivität) und schlagen manchmal bei Personen an, die nicht mit SARS-CoV-2 infiziert sind (geringere Spezifität). In der besonders wichtigen Frühphase der Infektion (erste Woche nach Symptombeginn) fällt die mangelnde Sensitivität aber nicht stark ins Gewicht. Bei vielen verfügbaren Antigen-Schnelltests ist auch die Rate von falsch-positiven Ergebnissen gemessen am Verwendungszweck gering: Sie liegt im Bereich von etwa 1 zu 100. Um sicherzustellen, dass ein positiver Antigentest tatsächlich eine SARS-CoV-2-Infektion entdeckt hat, kann eine Bestätigung durch einen PCR-Test durchgeführt werden.

Wichtig ist, dass Antigentests grundsätzlich nur eingeschränkte Aussagen machen können, beispielsweise eine Einschätzung über die Ansteckungsfähigkeit (Infektiosität), nicht aber über die grundsätzliche Infektion einer Person zum Zeitpunkt des Tests. Ein negatives Ergebnis kann daher nicht ausschließen, dass die Person dennoch infiziert ist, aber zu diesem Zeitpunkt nur wenig Virus ausscheidet. Die Bewertung eines Antigentests sollte deshalb unter ärztlicher Beratung erfolgen.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Einsatz von Antigentests besonders hilfreich und sinnvoll sein (siehe Hinweise des Robert Koch-Instituts): Beispielsweise in Situationen, in denen vor Ort schnell eine erste (Vor-)Entscheidung über das Vorliegen einer übertragungsrelevanten Infektion bei einer Person gefällt werden soll – beispielsweise bei Besuchern in Pflegeheimen oder im Krankenhaus.

Eine Reihe von kommerziellen Anbietern hat in den letzten Monaten Antigentests entwickelt. Um die Verlässlichkeit einiger dieser Produkte unabhängig zu evaluieren, hat das Institut für Virologie der Charité sieben kommerzielle Antigentest-Produkte auf ihre Sensitivität und Spezifität hin geprüft. Dabei wurden solche Tests berücksichtigt, die Ende September bis Anfang Oktober (Zeitpunkt der Erhebung der Messergebnisse) entweder bereits auf dem deutschen Markt verfügbar waren oder zumindest in Form von Prototyp-Produkten von Herstellern oder Vertreibern in Deutschland erhalten werden konnten. Evaluiert wurden die Tests auf Basis von verschieden Laborproben, u.a. Nasen-Rachen-Abstrichen, infektiösem Virus aus Zellkultur und synthetischem Virusprotein.

Die Ergebnisse der Untersuchungen sind bei einem Fachmagazin zur Publikation eingereicht. Im Zuge des Publikationsprozesses werden unabhängige Expertinnen und Experten die Daten begutachten (Peer Review). Um sowohl der Fachwelt als auch der Öffentlichkeit die Studienergebnisse schnellstmöglich zur Verfügung zu stellen, hat das Autorenteam die Daten parallel auf einem sogenannten Preprint-Server hinterlegt. Das Manuskript kann hier eingesehen werden. Da das Peer-Review-Verfahren noch aussteht, sind die Daten als vorläufig zu betrachten. Wichtig: Diese Ergebnisse beziehen sich ausschließlich auf Proben, die von medizinischem Fachpersonal genommen wurden. Sie sind nicht auf Proben übertragbar, die von medizinischen Laien beispielsweise im Sinne eines Heimtests genommen werden.

[16. November] KV-COVID-Notdienstpraxis am Campus Charité Mitte

Die KV-COVID-Notdienstpraxis ist ein Angebot für Patientinnen und Patienten mit schweren Erkältungssymptomen, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hindeuten.

Bitte beachten: Nicht alle Personen, die in die Notdienstpraxis kommen, erhalten pauschal einen Test. Im Anmeldebereich entscheidet das medizinische Fachpersonal, ob ein Abstrich vorgenommen wird. Diese Entscheidung richtet sich nach den Kriterien des Robert-Koch-Instituts. Getestet wird demnach insbesondere:

•        bei schweren Erkältungssymptomen

•        bei Erkältungssymptomen in Verbindung mit dem Kontakt zu einem bestätigten Fall

•        bei einer Störung des Geruchs- und Geschmacksinns

Die KV-COVID-Notdienstpraxis ist nicht für Personen ohne Symptome sowie Ein- und Rückreisende aus Risikogebieten.

 

Standort und Öffnungszeiten der KV-COVID-Notdienstpraxis

Philippstraße 10, 10117 Berlin (an der Zentralen Notaufnahme)

Geöffnet täglich von 11 bis 21 Uhr

 

Die KV-COVID-Notdienstpraxis besteht aus einem Behandlungsraum, der separat von der Notaufnahme erreichbar ist. Patientinnen und Patienten begeben sich zuerst in das Anmeldezelt und nehmen bis zum Behandlungsbeginn im separaten Wartebereich Platz. Durch die strikte Trennung von infektiösen Patienten und Patienten der Notaufnahme mit anderen akuten Beschwerden und Verletzungen soll zudem das Ansteckungsrisiko minimiert werden. Die neue Anlaufstelle wurde geschaffen, um die Praxen in der Umgebung und die Notaufnahme zu entlasten. Sie ist ein gemeinsames Projekt der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin und der Charité.

Personen mit leichten Erkältungssymptomen, die keiner Risikogruppe angehören oder keinen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person hatten, werden in der Regel nicht zwingend getestet, erhalten jedoch eine ärztliche Behandlung. Patienten ohne Symptome sowie Ein- oder Rückreisende aus Risikogebieten erhalten in der KV-COVID-Notdienstpraxis keinen Test.

Personen mit bestätigter Infektion: Patienten mit einer bestätigen COVID-19-Erkrankung verbleiben bitte in häuslicher Isolation und wenden sich bei einer Verschlechterung der Symptome telefonisch an ihren Hausarzt bzw. den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der 116117 bzw. in besonders schweren Fällen an den Rettungsdienst 112.

 

Weiterführende Informationen

[1. Oktober] Corona-Teststellen an den Flughäfen

Wichtige Hinweise für alle Einreisenden und Rückkehrenden hat die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung unter https://www.berlin.de/sen/gpg/service/oft-gesucht/artikel.968998.php veröffentlicht. Informationen zu den Corona-Teststellen an den Flughäfen erhalten Sie unter https://www.berlin.de/corona/massnahmen/einreisen-und-quarantaene/ [Änderung am 1.10.2020].

[29. Juni] Was umfasst die Berliner Teststrategie?

Der Senat hat die „Berliner Teststrategie“ auf COVID-19 beschlossen, mit der berlinweit in einem abgestimmten Vorgehen Personen mit erhöhtem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes und Personen mit erhöhtem Risiko der Verbreitung frühzeitig identifiziert werden sollen. Im Fokus stehen dabei Einrichtungen des Gesundheitswesens, Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kindergärten sowie Tests an Orten mit erhöhtem Verbreitungsrisiko, wie etwa in der Gastronomie oder in Justizvollzugsanstalten. Ein von der Charité gemeinsam mit Vivantes Netzwerk für Gesundheit erarbeitetes Konzept bildete die Grundlage der Teststrategie mit dem Ziel der Erhaltung beziehungsweise Wiederherstellung der Gesundheit und des öffentlichen, gesellschaftlichen und wirtschaften Lebens in Berlin.

Als Auftakt ist die Berliner Teststrategie in Bildungseinrichtungen gestartet, die sich aus mehreren Bausteinen zusammensetzt: Seit Anfang Juni konnten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus zunächst 48 ausgewählten Bildungseinrichtungen ohne Symptome an der Charité testen lassen. Seit Ende Juni können sich nun symptomfreie Beschäftigte aller Berliner Kitas nach vorheriger Terminvereinbarung auf das Coronavirus testen lassen. Die Charité stellt dafür gesonderte Zeitfenster zur Verfügung, um eine Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Symptome zu vermeiden. Informationen zur verbindlichen Terminvereinbarung erhalten die Beschäftigten in einem Schreiben von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Die Tests sind freiwillig und kostenfrei. Seit dem 6. Juli können sich asymptomatische Kita-Beschäftigte zudem auch an den drei Vivantes Abklärungsstellen für Corona-Tests in Prenzlauer Berg, Tempelhof und Spandau testen lassen. Auch hier ist dies nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.

Seit Anfang August können sich auch symptomfreie Beschäftigte aller Berliner Schulen auf das Corona-Virus testen lassen. Die Testungen können in der Charité-Teststelle am Campus Virchow-Klinikum, in den drei Teststellen der Vivantes-Kliniken in Prenzlauer Berg, Tempelhof-Schöneberg und Spandau sowie im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe vorgenommen werden. Informationen zur verbindlichen Terminvereinbarung erhalten die Beschäftigten in dieser Woche in einem Schreiben von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Die Tests sind freiwillig und kostenfrei.

Ein weiterer Baustein ist die einjährige Berliner Corona Schulstudie (BECOSS), die Mitte Juni gestartet ist. Dafür sind mobile Teams der Charité an 24 zufällig ausgewählte Grund- und Oberschulen gefahren und haben die Testungen vor Ort durchgeführt.

Ziel dieses schrittweisen Vorgehens ist es, die Berliner Bildungseinrichtungen bei der graduellen Rückkehr zum Normalbetrieb wissenschaftlich zu begleiten und eventuelle Risiken zu identifizieren. Somit wird eine Datengrundlage geschaffen, die zur epidemiologischen Beurteilung der aktuellen Situation und für die weitere Planung herangezogen werden kann.

Neben dem Bereich der Bildungseinrichtungen werden derzeit auch Testungsmöglichkeiten für Pflegeeinrichtungen, Kliniken, die Gastronomie, Verkehrsbetriebe, Kultureinrichtungen und weitere Einrichtungen vorbereitet. Ziel der Berliner Teststrategie bleibt eine wissenschaftliche Begleitung und dadurch frühzeitige Identifizierung eines möglichen Infektionsgeschehens, um der Politik und dem Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) beratend und unterstützend zur Seite zu stehen. Die Charité verantwortet die Konzeption der Teststrategie, die Umsetzung der Testungen geschieht gemeinsam mit den Senatsverwaltungen und dem ÖGD.

Die Teststrategie wird in einer Steuerungsgruppe koordiniert und ihre Umsetzung in verschiedenen Arbeitsgruppen unter Beteiligung von Senatsverwaltungen, Expertinnen und Experten der Charité und Vivantes, Amtsärzten, Gesundheitsämtern sowie weiterer Akteure erarbeitet.

[Der Wortlaut der Meldung wurde am 7. Juli um den Hinweis zu den Vivantes Abklärungsstellen sowie am 01. August zu der Testmöglichkeit für symptomfreie Lehrer ergänzt.]

[8. Mai] Letzter französischer COVID-19-Patient entlassen

Die Charité unterstützt Nachbarländer, die besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen sind. So wurden am 28. März schwerkranke COVID-19-Patienten aus Frankreich aufgenommen und intensivmedizinisch behandelt. Jetzt wurde der letzte Patient aus der Charité entlassen.

"Die Charité hat in den vergangenen Wochen großes solidarisches Engagement bewiesen und vor dem Hintergrund der weltweiten Corona-Pandemie Patienten aus Frankreich aufgenommen. Diese Personen konnten die bestmögliche medizinische Versorgung bekommen. Ich danke der Charité und besonders dem ganzen Team sehr herzlich für dieses grossartige Engagement", sagt I.E. Anne-Marie Descôtes, Botschafterin der Französischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland.

[18. April] Wie unterstützt die Charité in der aktuellen Situation ihre Studierenden im Praktischen Jahr?

Aufgrund der außergewöhnlichen Situation während der COVID-19-Pandemie zahlt die Charité ihren Studierenden im Praktischen Jahr (PJ) für 3 Monate eine Aufwandsentschädigung. Die Höhe der Zahlung richtet sich nach dem aktuellen BAföG-Höchstsatz und beträgt 744 Euro. Die Charité möchte damit das herausragende Engagement der PJ-Studierenden bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit COVID-19 würdigen.

[26. März] Wie trägt die Charité dazu bei, die Erforschung von COVID-19 zu bündeln?

Auf Initiative der Charité fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 150 Millionen Euro den Aufbau eines Forschungsnetzwerks, um die Forschungsaktivitäten der deutschen Universitätsmedizin zur Bewältigung der aktuellen COVID-19-Pandemie zu bündeln und zu stärken. Die Charité koordiniert dieses nationale Forschungsnetzwerk der Universitätsmedizin zu COVID-19 ("Netzwerk Universitätsmedizin"). Die Nationale Task Force des Netzwerks hat am 24. April die Arbeit aufgenommen.

Um die Ausbreitung von SARS-CoV-2 einzudämmen und auch eine bestmögliche medizinische Versorgung für die Patientinnen und Patienten zu gewährleisten, bedarf es einer bundesweiten Abstimmung. Nur so lassen sich schnell wichtige Erkenntnisse erzielen. Hier setzt das Forschungsnetzwerk – ein Verbund aus perspektivisch allen deutschen Universitätskliniken – an. Auf Initiative von Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité, und Prof. Dr. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie am Campus Charité Mitte, stellt das Bundesforschungsministerium dafür 150 Millionen Euro bereit. Erstmals sollen in einem Krisenfall bundesweit alle Maßnahmenpläne, Diagnostik- und Behandlungsstrategien der Universitätskliniken und weiterer Akteure des Gesundheitswesens systematisch zusammengeführt werden. Gerade innovative Methoden, wie beispielsweise die telemedizinische Behandlung von Patientinnen und Patienten mit COVID-19, können so nach erfolgreicher Erprobung schnell großflächig eingesetzt werden.

Außerdem werden die Forschenden die Behandlung der COVID-19-Patienten standardisiert erheben, verfolgen und analysieren. Auf dieser Basis lassen sich Behandlungsoptionen entwickeln, zum Beispiel für bestimmte Patientengruppen mit Vorerkrankungen. Vorhandene und neue Erkenntnisse sollen schnell und flächendeckend kommuniziert werden. So können sie zügig in die Praxis einfließen und die bestmögliche Behandlungsqualität sicherstellen. Der breite Datensatz wird darüber hinaus neue wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, die für die Impfstoff- und Therapieentwicklung, aber auch für das Pandemiemanagement von hohem Nutzen sind.

[Der Wortlaut der Meldung wurde am 30. April um den Hinweis zum Start des Projekts sowie am 29. Juni um den Link zur Webseite des Netzwerks Universitätsmedizin ergänzt.]

[16. März] Charité verschiebt geplante Eingriffe

Ab dem heutigen Tag und bis auf Weiteres verschiebt die Charité geplante Eingriffe, um Betten- und Personalkapazitäten für eine voraussichtlich steigende Zahl an behandlungsbedürftigen Patientinnen und Patienten mit COVID-19 zu schaffen. Davon ausgenommen sind Eingriffe, deren Verschieben medizinisch nicht vertretbar wäre. Personen, für die in den kommenden Wochen an der Charité ein Eingriff vorgesehen war, werden von der jeweiligen Klinik kontaktiert.

Die Charité folgt damit einem Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 12. März. Danach sollen ab 16. März alle planbaren Aufnahmen, Operationen und Eingriffe in allen Krankenhäusern, soweit medizinisch vertretbar, auf unbestimmte Zeit verschoben und ausgesetzt werden. Auch der Pandemieplan der Charité sieht diese Maßnahme vor (siehe „Fragen und Antworten zur Pandemie-Strategie der Charité“).

[6. März] Wie entlastet die Charité ihre Notaufnahmen bei vermehrten Verdachtsfällen?

Um die zentralen Notaufnahmen der Charité bei erhöhtem Aufkommen von Verdachtsfällen zu entlasten und das Übertragungsrisiko zu reduzieren, sieht der Pandemieplan der Charité die Einrichtung einer Untersuchungsstelle in einem separierten Gebäudeteil vor. Diese interne Maßnahme ist am Dienstag, den 3. März, gestartet und soll als Modellprojekt für andere Krankenhäuser in Berlin und Brandenburg fungieren.

Es gilt weiterhin: Berlinerinnen und Berliner, die befürchten, sich angesteckt zu haben, sind angehalten, sich telefonisch an die Hotline der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung oder an ihren Hausarzt zu wenden. Hier wird eine Empfehlung zum weiteren Vorgehen ausgesprochen. Nur Patienten mit Symptomen sollten die Untersuchungsstelle direkt aufsuchen. Hier werden bei Verdachtsfällen Proben für SARS-CoV-2-Testungen (Abstriche aus dem Nasen-Rachen-Raum) genommen.

Die Charité-Untersuchungsstelle befindet sich am Campus Virchow-Klinikum, Mittelallee 1.

So ist die Untersuchungsstelle besetzt:
Mo-Fr 8 bis 13 Uhr

[Die Öffnungszeiten der Untersuchungsstelle wurden am 8. Juni aktualisiert.]

[3. März] Wie wurde die neue Charité-Untersuchungsstelle für COVID-19 angenommen?

Die neu eingerichtete Untersuchungsstelle hat am Dienstag, den 3. März, um 8 Uhr den Betrieb aufgenommen. Die interne Maßnahme hat die Notaufnahmen zwar entlastet, aber die Nachfrage war wie zu erwarten sehr hoch: So wurden am ersten Tag bis kurz vor 16 Uhr bereits rund 100 Abstriche genommen.

Die Charité appelliert daher weiterhin, dass sich Menschen, die befürchten sich angesteckt zu haben, telefonisch an die Hotline der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung oder an ihren Hausarzt wenden. Zudem hofft die Charité, dass zeitnah auch andere Einrichtungen und Kliniken eine solche Maßnahme umsetzen.

[2. März] Wann gab es den ersten bestätigten COVID-19-Fall in Berlin?

Am Sonntag, den 1. März 2020, hat die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung darüber informiert, dass es in Berlin einen ersten bestätigten Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gibt. Der Patient wird in der Medizinischen Klinik m. S. für Infektiologie und Pneumologie am Charité Campus Virchow-Klinikum stationär isoliert behandelt. Sein Zustand ist stabil.

Der Patient wurde am Sonntag mit neurologischen Symptomen in eine Notaufnahme der Charité eingeliefert. Im Zuge der Diagnostik wurde er auf Influenza getestet. Bereits seit vergangener Woche führt die Charité standardmäßig bei allen Influenza-Verdachtsfällen auch Tests auf SARS-CoV-2 durch. Nach positivem Befund wurde der Patient stationär aufgenommen und isoliert behandelt. Die Behörden wurden informiert. Der zuständige Amtsarzt hat mit der Nachverfolgung der Kontaktpersonen begonnen. Sowohl eine Reihe von Kontaktpersonen des Patienten als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Notaufnahme sind häuslich isoliert.