Vertreterinnen und Vertreter der Charité und der Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn im Gespräch am Charité Campus Virchow-Klinikum, Foto: Charité / Wiebke Peitz

Bundesgesundheits­­minister bespricht an der Charité mögliche Perspektiven in der Pflege

Welche Perspektiven bietet der Pflegeberuf? Wie kann man den Pflegenotstand langfristig beheben? Wie kann man Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen, motivieren und langfristig im Beruf und im Unternehmen halten?

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Über diese und weitere Fragen hat sich Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit, am 16. Januar mit dem Vorstand, der Pflegedirektion sowie Beschäftigten der Charité und Vertretern von Initiativen der Gesundheitswirtschaft in der Klinik für Pädiatrie m.S. Onkologie und Hämatologie am Campus Virchow-Klinikum ausgetauscht. Ein weiterer Aspekt des Gespräches widmete sich der Finanzierung von langfristig medizinisch zu betreuenden Menschen, im speziellen von schwer erkrankten Kindern und Jugendlichen.

Vertreterinnen und Vertreter der Charité und der Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn im Gespräch am Charité Campus Virchow-Klinikum, Foto: Charité / Wiebke Peitz
Vertreterinnen und Vertreter der Charité und der Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn im Gespräch am Charité Campus Virchow-Klinikum, Foto: Charité / Wiebke Peitz

In der Bibliothek der Kinderonkologischen Klinik am  Campus Virchow-Klinikum kamen am 16. Januar der Vorstandsvorsitzende der Charité, Prof. Dr. Einhäupl, der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sowie der Ärztliche Direktor der Charité Prof. Dr. Ulrich Frei, die Direktorin des Klinikums Astrid Lurati, die Pflegedirektorin der Charité Judith Heepe, die Leiterin der Klinik für Pädiatrie m.S. Onkologie und Hämatologie Prof. Dr. Angelika Eggert, der Leiter des CC 17 Prof. Dr. Uwe Reuter und Vertreterinnen und Vertreter aus der Pflege zu einem ersten Austauschgespräch zusammen. Es galt sich über den derzeitigen Stand und die Perspektiven im Pflegeberuf zu verständigen. Von den Einstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten über die beruflichen Tätigkeitsfelder bis hin zu den Zusatzleistungen für Beschäftigte: Die Charité präsentierte im Rahmen der Veranstaltung ihre differenzierten Angebote in der Ausbildung und Qualifizierung von Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pflegern. Der Vorstandsvorsitzende Prof. Einhäupl ergänzte: „Innerhalb der Pflegeberufe bieten wir verschiedene Stufen der beruflichen Qualifizierung an, nicht zuletzt um eine persönliche Motivation zu schaffen, die über die erste Entscheidung der Berufswahl hinausgeht und den Beruf für junge Menschen langfristig reizvoll gestaltet.“

Pflegedirektorin Judith Heepe erklärte: „Die in der Charité etablierten Maßnahmen setzen an den vielfältigen beruflichen und persönlichen Aspekten, die diese fordernde Berufung mit sich bringt, an. Verschiedene Karrierestufen bieten den Beschäftigten Anreize, sich innerhalb ihres Berufes weiter zu qualifizieren. Wir bieten neben der fachlichen auch die pädagogische und die pflegewissenschaftliche Laufbahn. Ganz gleich, in welchem Abschnitt des individuellen Lebens die Menschen sich befinden, an der Charité können sie jederzeit starten und sich durch entsprechende Programme qualifizieren. Darüber hinaus akquirieren wir internationale Pflegende, denen wir eine Anpassungsqualifizierung zur Berufsanerkennung ermöglichen. Deren Ausbildung wird durch entsprechende Qualifizierungen und das Integrationsmanagement gewährleistet und trägt zu der Entlastung des Bestandpersonals bei. Die Qualifizierung unseres Personals ist die Zukunft, sie ist die Absicherung einer Spitzenqualität in der Pflege, und das nicht nur ausschließlich für den Eigenbedarf. Der Patient steht stets im Mittelpunkt unserer Arbeit und wir arbeiten daran, dass dieser Beruf mit einem guten Selbstbewusstsein ausgeübt wird“, betonte die Pflegedirektorin weiter.

Der zweite Aspekt dieses ersten gemeinsamen Treffens widmete sich der Finanzierung, insbesondere in der Kinder- und Jugendmedizin. Prof. Angelika Eggert, Leiterin der Klinik für Pädiatrie m. S. Onkologie und Hämatologie dazu: „Besonders im Bereich der intensiven Kinder- und Jugendmedizin werden neue Lösungsansätze hinsichtlich der Finanzierung benötigt. Einen großen Anteil leisten Stiftungen, wie Elterninitiativen, die sich aus einer eigenen Betroffenheit dem Thema angenommen haben und die Kliniken tatkräftig unterstützen.“

Der Bundesgesundheitsminister bedankte sich für den regen Austausch und erklärte, sich den bestehenden Problemen und vor allem den dazugehörigen Lösungsansätzen zu widmen und alle beteiligten Institutionen an einem Tisch zusammenbringen, um dieses nun begonnene Gespräch fortzusetzen. Besonders die Förderung des Nachwuchses in der Pflege und gute Arbeitsbedingungen werden dabei im Fokus stehen. Nicht zuletzt müssen sich Kinder und Jugendliche in der Finanzierung entsprechend wiederfinden, sodass eine qualitativ hochwertige Betreuung gewährleistet werden kann.