Stationen im Traineeprogramm

Erfahrungsbericht von Alexander Zuber

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Alexander Zuber studierte Strategy, Innovation, and Management Control in Wien. Seit 2015 ist er Management Trainee an der Charité. Er berichtet im Interview über seine bisherigen Erfahrungen im Traineeprogramm.

Hallo Herr Zuber, wie würden Sie Ihre Rolle als Trainee in drei Sätzen beschreiben?

Alexander Zuber: Als Management-Trainee im Krankenhaus lerne ich die komplexen Strukturen der stationären und ambulanten Krankenversorgung kennen und bin gleichzeitig für die Einhaltung ökonomischer Vorgaben verantwortlich. Gemeinsam mit den Teams der jeweiligen Station arbeite ich an den kaufmännischen Belangen des größten deutschen Uniklinikums. Die fortlaufende Ökonomisierung des Gesundheitssystems erfordert die Einhaltung betriebswirtschaftlicher Regelwerke und eine stetige Verbesserung, um nachhaltige Versorgung sicherzustellen.

Wollten Sie schon immer in die Gesundheitsbranche?

Alexander Zuber: Ja, ich denke schon. Zwar stehen im klassischen BWL-Studium die Finanz- oder Beratungsbranche im Vordergrund, dennoch konnte ich mich bereits während meines Studiums mit dem Thema Healthcare befassen. Insbesondere durch meine Masterarbeit (Risikomanagement im Krankenhaus) und der Konzeptionierung eines E-Health-Start-ups im Rahmen eines Entrepreneurship-Kurses. Das Interesse an einem Berufseinstieg im Krankenhaus war dementsprechend sehr hoch. Die Branche verzeichnet zudem ein starkes Wachstum. Den passenden Einstieg fand ich schließlich an der Charité, denn im Krankenhaus, dem „Herzstück“ der Krankenversorgung, treffen sich alle Stakeholder der Branche, von Pharma- und Medizintechnikfirmen über IT-Anbieter bis zu regulatorischen Behörden.

Zum festen Bestandteil von Charitrain gehört ein dreimonatiges Praktikum in der Pflege. Was genau können sich Interessierte darunter vorstellen?

Alexander Zuber: Das Praktikum findet in diversen Kliniken auf verschiedenen Stationen an allen drei Hauptstandorten statt. Dadurch konnte ich mir ein umfassendes Bild über die Krankenversorgung an der Charité machen und mich in das Gesundheitswesen einarbeiten. In dieser Zeit habe ich die einzelnen Prozesse von der Rettungsstelle über den OP bis hin zu den stationären Einrichtungen kennengelernt. Zudem weiß ich nun viel besser über die verschiedenen Berufsgruppen und deren Tätigkeiten Bescheid. Besonders beeindruckt hat mich, die Patienten und deren Geschichten mitzuerleben, denn sie stehen ja schließlich im Mittelpunkt eines Krankenhauses.

Welche Stationen haben Sie bisher durchlaufen und an welchen Projekten konnten Sie mitarbeiten?


Alexander Zuber: Im Anschluss an das Pflegepraktikum habe ich meine Arbeit im Klinikumscontrolling aufgenommen. Meine Aufgaben dort waren im Wesentlichen dreigeteilt. Zum einen war ich für die regelmäßige Erstellung und das Reporting des Berichtswesens eines ganzen Centrums, genauer den chirurgischen Kliniken, verantwortlich. Zum anderen habe ich mich mit der aufwandsgerechten Personalbemessung in der Notfallmedizin auseinandergesetzt. Ein weiteres Projekt von mir bestand darin, eine Wissensplattform für den kaufmännischen Vorstand und die Mitarbeiter im Unternehmenscontrolling inhaltlich aufzubauen.
Aktuell unterstütze ich die kaufmännische Leitung des Centrums für Frauen-, Kinder- und Jugendmedizin in diversen Projekten. Zum Beispiel habe ich für die Neonatologie ein Tool zur Personalbedarfsplanung zur Einhaltung einer neuen regulatorischen Gesetzgebung entwickelt, implementiert und die Mitarbeiter zur kontinuierlichen Umsetzung geschult.

Wie unterstützt Sie das Programm in der persönlichen Entwicklung?

Alexander Zuber: Für mich ist das Charitrain-Programm der perfekte Einstieg in die Gesundheitswelt. Innerhalb kürzester Zeit konnte ich die Krankenversorgung kennenlernen und Kontakte zu wichtigen Entscheidungsträgern aufbauen. Durch regelmäßige Trainee-Treffen lernte ich auch die vorherigen Trainees schnell kennen, mittlerweile auch die Nachfolger. Alle Trainees zeichnen sich durch übermäßige Lern- und Leistungsbereitschaft aus. Zudem gibt es feste Termine für Feedbackgespräche. Jedem Trainee wird außerdem ein Mentor zur Seite gestellt, der einen durch seine Erfahrungen in der eigenen persönlichen sowie beruflichen Entwicklung unterstützt. Die Teilnahme an berufsspezifischen Seminaren und Veranstaltungen, wie zum Beispiel dem Neujahrsempfang, gehört ebenso dazu. Regelmäßige Kaminabende bieten darüber hinaus die Möglichkeit, sich mit Führungskräften und anderen Trainees zu aktuellen Trends im Gesundheitswesen und Zukunftsthemen der Charité auszutauschen.