Berlin-Nairobi-Forschungsaustausch

Ein neues, spannendes Projekt ist der mehrwöchige Austausch an die Universität in Nairobi, wo im Rahmen des Moduls 23 gemeinsam mit kenianischen Studierenden an zwei verschiedenen Themen geforscht wird, zunächst in Nairobi und dann in Berlin.


Geschichte

„Education is the most powerful weapon to change the world“ (Nelson Mandela). Auch wenn die Welt enger zusammen wächst und Medizin und Gesundheitsangelegenheiten zunehmend globaler werden, ist der Austausch zwischen dem afrikanischen und europäischen Kontinent häufig noch sehr einseitig gestaltet. Viele deutsche Medizin-Studierende nutzen die Möglichkeit, um Praktika in Afrika zu absolvieren. Unbestritten machen sie dabei unersetzbare Erfahrungen auf medizinischer und persönlicher Ebene. Umgekehrt haben jedoch viele afrikanischen Studierende nicht die Möglichkeit ähnliche Erfahrungen in Deutschland zu machen.

Dies war der Anlass für Mathias Krisam, seinerzeit Medizin-Student der Charité Berlin, gemeinsam mit Studierenden der University of Nairobi einen studentischen Austausch zwischen beiden Fakultäten ins Leben zu rufen. Während einer Famulatur im Frühjahr 2014 traf er sich erstmals mit Medizin-Studierenden der University of Nairobi, um die Möglichkeit eines Austauschs zu besprechen und zu planen. Im folgenden Sommer absolvierte bereits der erste Berliner Student eine einmonatige Famulatur in Kenias Hauptstadt, im Spätherbst kam die erste kenianische Studentin für ein sechswöchiges Praktikum an die Charité.

Von nun an wurde gemeinsam mit Ulrike Arnold vom ChIC, Dr. Andreas Kopf (Oberarzt der Anästhesie am Campus Benjamin Franklin) und der Prodekanin für Studium und Lehre Prof. Adelheid Kuhlmey ein Konzept entwickelt, um einen langfristigen Austausch mit der University of Nairobi einzuleiten. Dr. Kopf hatte bereits mehrmals als Gastprofessor an der University of Nairobi doziert und war somit der perfekte Ansprechpartner. Während das jetzige Programm noch entwickelt wurde, reisten im Jahr 2015 noch eine weitere Berliner Studentin für ein Praktikum nach Narobi, sowie die kenianische Medizin-Studentin Pheena Abade für einen Aufenthalt an der Charité nach Berlin. Pheena forschte während ihres Aufenthalts an der Vermeidung von Krankenhaus-Infektionen und war von nun an die studentische Koordinatorin auf kenianischer Seite.

Folgendes Programm wurde gemeinsam entwickelt: Von nun an werden sich jährlich sechs Studenten beider Fakultäten an der jeweiligen Partner-Universität für vier Wochen aufhalten, um gemeinsam an verschiedenen Themen zu forschen. (Die aktuellen Forschungsthemen sind jeweils in der Ausschreibung genannt.)
Das Besondere ist, dass immer ein kenianisch-deutsches Paar gemeinsam am gleichen Thema forschen wird, der/die Deutsche im kenianischen und der/die Kenianerin im deutschen Kontext. Betreut werden die Teilnehmer von Dozierenden beider Fakultäten. Des Weiteren wird der Aufenthalt mit einer einwöchigen Hospitation in der jeweiligen Wunsch-Fachrichtung verknüpft.

Das Projekt wird unterstützt von

Herzlichen Dank!

Erste Erfahrungen

Den Erfahrungsbericht der drei Studentinnen, die 2016 in Nairobi am Programm teilgenommen haben, finden sie hier.

Die kenianischen Studierenden haben auf der Website ihrer Universität ebenfalls über ihre Erfahrungen berichtet.

Erster Gegenbesuch

Die Charité hat am 21. Oktober sechs kenianische Gäste mit einer Welcome Reception in Berlin willkommen geheißen. Im Fenster der Wissenschaften am Campus Charité Mitte begrüßte die Leiterin der Charité International Cooperation Ulrike Arnold vier Studierende und zwei Dozenten aus dem ostafrikanischen Staat. Sie werden in den folgenden vier Wochen in Berlin gemeinsam mit Charité-Studierenden forschen und die Kooperation weiter ausbauen.

Der Projekt-Sponsor B. Braun hat zudem die Studierenden zu einem Besuch nach Melsungen eingeladen, bei dem es viel zu sehen und zu lernen gab.

Die nächste Bewerbungsrunde...

...findet im Frühjahr 2017 statt und wird rechtzeitig hier ausgeschrieben.

Kontakt

Mete Odabasi
nairobi(at)charite.de