Charité zieht Bilanz aus Horizon 2020-Vergleich

Erfolgreichste deutsche Einrichtung im Bereich „Gesundheit, demografischer Wandel und Wohlergehen“

Sie befinden sich hier:

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der CharitéUniversitätsmedizin Berlin erzielen exzellente Ergebnisse im nationalen und europäischen Vergleich der Beteiligung am europäischen Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020. Das geht aus einer Auswertung der Nationalen Kontaktstelle Gesundheit hervor.

Weißer Schriftzug "Horizon 2020" am unteren Ende eines tiefblauen Quadrats

Das Gesamtbudget des EU-Forschungsrahmenprogramms Horizon 2020 von ca. 75 Milliarden Euro ist auf drei Säulen aufgeteilt: (1) Wissenschaftsexzellenz, (2) Führende Rolle der Industrie sowie (3) Gesellschaftliche Herausforderungen. Ein Großteil der Projekte, an denen die Charité beteiligt ist, fällt innerhalb der dritten Säule in den Bereich „Gesundheit, demografischer Wandel und Wohlergehen“, für den rund 7,5 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. In diesem Bereich befindet sich die Charité mit 25,34 Millionen Euro eingeworbenen Fördermitteln an der Spitze aller deutschen Einrichtungen, die an den Ausschreibungen im Zeitraum von 2014 bis 2019 teilgenommen haben[1]. Im Vergleich zur letzten Auswertung 2017 hat die Charité in den Jahren von 2017 bis 2019 mehr als doppelt so viele Fördermittel eingeworben wie im vorhergegangenen Betrachtungszeitraum. Die Charité konnte sich dadurch europaweit um 12 Ränge auf Platz 12 verbessern und national vom vierten Platz aus sogar die Spitzenposition erobern.

„Mein Dank gilt insbesondere allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Charité, die durch ihre langjährige Erfahrung mit EU-Förderprogrammen und hervorragenden Anträge diesen Erfolg möglich gemacht haben. Das Aufholen der Charité in den letzten drei Jahren zeigt, dass die Fakultät mit ihrer EU-Förderstrategie wichtige Impulse zur Steigerung der Erfolgsquote gesetzt hat“, sagt Prof. Dr. Christian Hagemeier, Prodekan für Forschung der Charité.

Darüber hinaus konnte die Charité die Anzahl der von ihr koordinierten Projekte im Bereich „Gesundheit, demografischer Wandel und Wohlergehen“ im Zeitraum von 2014 bis 2019 deutlich steigern. Die Erfolgsquote bei diesen Anträgen ist zudem inzwischen etwa dreimal so hoch wie in den ersten Jahren von Horizon 2020. Prof. Hagemeier: „Unsere Erfolge hierbei sind ein Zeichen für die hohe wissenschaftliche Qualität der Anträge und die gute Vernetzung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité in der EU.“

Im Zeitraum von 2014 bis 2019 hat die Charité zudem insgesamt 11 European Research Council (ERC) Grants als antragsstellende Einrichtung eingeworben. „Damit steht die Charité gut bis sehr gut da, im Vergleich zu anderen nationalen und europäischen Spitzeneinrichtungen gilt es dennoch weiter aufzuholen. Die Entwicklungen hinsichtlich bewilligter ERC Grants seit 2017 unterstreichen jedoch den insgesamt positiven Trend“, erklärt Prof. Hagemeier.

[1] Datenstand vom 02.02.2020, ECORDIA Datenbank der Europäischen Kommission