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Mit EBRAINS Virtual Brain Cloud werden digitale Zwillinge von Patientengehirnen erstellt und in der Cloud simuliert. Dargestellt ist ein Gehirn-Computermodell, das verschiedene individuelle Messdaten integriert und so personalisierte Simulationen der Gehirnaktivität ermöglicht. © Charité | Petra Ritter

Charité trägt mit EBRAINS zu europäischen Forschungsinfrastrukturen bei

28.07.2021

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Die digitale Forschungsinfrastruktur des EU-geförderten „Human Brain Project“ – EBRAINS – ist in die Roadmap 2021 des Europäischen Strategieforums für Forschungsinfrastrukturen (ESFRI) aufgenommen worden. EBRAINS hat zum Ziel, die Umsetzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Hirnforschung in neuro-inspirierte Technologien und Medizin mit digitalen Methoden und Techniken zu unterstützen. Für die Plattform, an der auch die Charité – Universitätsmedizin Berlin beteiligt ist, bedeutet dieser wichtige Meilenstein eine Anerkennung seines großen wissenschaftlichen Potenzials. 

Die Charité ist EBRAINS im Juni 2021 als assoziiertes Mitglied beigetreten, um zukünftigen Schritte der digitalen Forschungsinfrastruktur mitzugestalten. Gemeinsam mit dem Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) trägt die Charité die Infrastruktur der Simulationsplattform The Virtual Brain“ bei. Sie bietet datenschutzkonforme Arbeitsabläufe für die Multiskalen-Simulation individueller Gehirnmodelle in der EBRAINS-Cloud. Dazu werden radiologische Bildgebungsdaten des Gehirns in automatisierten Prozessen in Computermodelle integriert und diese auf Hochleistungsrechnern simuliert. „Wir freuen uns, dass durch die Aufnahme in die ESFRI-Roadmap unsere Entwicklungen langfristig einer breiten Wissenschaftsgemeinschaft in ganz Europa zugänglich gemacht werden“, sagt Prof. Dr. Petra Ritter, BIH-Professorin und Leiterin der Sektion Gehirnsimulation am BIH und an der Klinik für Neurologie mit Experimenteller Neurologie der Charité. 

Als erste Forschungsinfrastruktur dieser Art weltweit bietet EBRAINS – als Teil des Human Brain Project“ unter wissenschaftlicher Leitung des Forschungszentrums Jülich – über ein Webportal Zugriff auf die bisher umfassendste Datenbasis zum menschlichen Gehirn sowie auf leistungsstarke digitale Werkzeuge, etwa für Simulation oder Big-Data Analysen. Mehr als 500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an über 130 europäischen Partnerinstitutionen aus 19 Ländern sind an der Entwicklung von EBRAINS beteiligt. Auf diese Weise soll die wissenschaftliche Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg gefördert und internationale Spitzenforschung ermöglicht werden.

Links:

Pressemitteilung des Forschungszentrums Jülich vom 1. Juli 2021

Weitere Informationen zu EBRAINS