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Rückblick: Versuchstiere im Jahr 2021

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Zur Aufklärung biomedizinischer Forschungsfragen haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin im vergangenen Jahr insgesamt 51.942 Tiere in wissenschaftlichen Projekten eingesetzt. Bei dem weitaus größten Teil davon handelte es sich um Mäuse, mit knapp 90 Prozent, gefolgt von Ratten, mit etwas weniger als neun Prozent. Die Zahlen sind dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) Berlin im Rahmen der jährlichen Versuchstiermeldung übermittelt worden.

Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Zahl der gemeldeten Versuchstiere um rund zwölf Prozent höher. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die besonders niedrigen Zahlen im Pandemiejahr 2020 und die damit verbundenen erschwerten Forschungsbedingungen. Nur wenige Arbeitsgruppen konnten während des ersten Lockdowns 2020 wie üblich weiterarbeiten. Doch auch unter normalen Arbeitsbedingen kann es immer wieder zu Schwankungen kommen. Beispielsweise, wenn Projekte starten oder beendet werden, Arbeitsgruppen neu hinzukommen oder enden.

„Tierversuche sind für die Weiterentwicklung der medizinischen Behandlungsmöglichkeiten derzeit noch unersetzbar. Umso wichtiger ist es deshalb, gezielt an Alternativen zu forschen, diese zu entwickeln und in Forschung, Diagnostik und Therapie zunehmend zu nutzen“, betont Prof. Dr. Axel Radlach Pries, Dekan der Charité. „Denn wer mit Tieren forscht, ist gleichzeitig verpflichtet, energisch nach Alternativen zu suchen und alles dafür zu tun, Tierleid maximal zu reduzieren.“

Um diese Entwicklung an der Charité voranzutreiben wurde 2018 Charité 3R – eine Einrichtung zur aktiven Förderung des 3R-Prinzips in der biomedizinischen Forschung – eingerichtet. Ziel des 3R-Prinzips ist es, Tierversuche zu ersetzen (Replace), die Anzahl der Versuchstiere zu reduzieren (Reduce) oder die Belastung für Versuchstiere zu mindern (Refine). Über Charité 3R werden innerhalb der Berliner Universitätsmedizin gezielt vielfältige Projekte in jedem der drei Bereiche Replace, Reduce und Refine gefördert. Forschende sowie Tierschutzbeauftragte arbeiten dabei gemeinsam an Wegen, die Zahl der Versuchstiere insgesamt zu reduzieren, die nicht ersetzbaren Versuche mit Tieren möglichst effektiv zu gestalten und die angewandten Methoden stets neu zu überdenken.

Ebenfalls Anliegen der Charité ist die sachliche und faktenbasierte Kommunikation zum Thema Tierversuche und Alternativmethoden. Daher ist sie seit vergangenem Jahr Teil der bundesweiten Initiative Transparente Tierversuche, deren Anliegen es ist, über Tierversuche zu informieren und den öffentlichen Dialog zu tierexperimenteller Forschung aktiv mitzugestalten.

Ausführlichere Informationen zur tierexperimentellen Forschung an der Charité, Zahlen und Fakten zu genutzten Tieren sowie Aktivitäten in Forschung und Lehre rund um das Thema 3R finden Sie auf der Webseite von Charité 3R.