Gute wissenschaftliche Praxis

Gute wissenschaftliche Forschung in der Medizin kann nur entstehen, wenn sie der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, den Patientinnen und Patienten sowie anderen Forscherinnen und Forschern gerecht wird.

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Gute wissenschaftliche Praxis

Die Charité macht es sich zur Aufgabe, durch Lehrangebote und andere Veranstaltungen nötiges Wissen zu vermitteln und Fairness bei allen Beteiligten weiter zu entwickeln. Beratungen und Hilfe werden zu Vermeidung von Fehlern angeboten. Verfahren, wie Konfliktfälle zu behandeln sind, werden offen gelegt.

Coronavirus-Pandiemie: aktuelle Einschränkungen bei der Laborbuchausgabe

Aus Gründen des Gesundheitsschutzes findet ab sofort bis auf weiteres eine Laborbuchausgabe am Campus Virchow-Klinikum nur noch in dringend notwendigen Fällen nach individueller Terminvereinbarung mit der Geschäftsstelle Gute Wissenschaftliche Praxis statt. Nutzen Sie bitte zur Terminvereinbarung die folgende E-Mail-Adresse gwp@charite.de.

Eine Laborbuchausgabe am Campus Benjamin Franklin findet derzeit nicht statt.

Laborbücher

Laborbücher (Papierform)

Laborbücher der Charité erhalten Sie zu folgenden Zeiten:

  • Campus Virchow Klinikum
    In den Räumen der Geschäftsstelle Gute Wissenschaftliche Praxis
    Forum 4, 2. Etage, Raum 2.0017/2.0012
    Mo-Fr 10:00 – 12:00 Uhr (und nach telefonischer Vereinbarung)
     
  • Campus Buch
    Raum 3001a des ECRC
    Mittwochs 10:00 – 12:00 Uhr (und nach Vereinbarung)
     
  • Campus CBF
    Haus II, 3. OG, Raum 302
    Jeden zweiten Donnerstag im Monat 09:00 – 11:00 Uhr

Bitte bringen Sie ein identifizierbares Bilddokument mit (Personalausweis, Pass, Führerschein)!

Laborbücher (elektronisch)

Das BIH stellt allen Forschungsgruppen der Charité die Möglichkeit zur Verfügung, kostenlos ein elektronisches Laborbuch zu nutzen.

Die Leiter von Arbeitsgruppen können einen Account auf dem labfolder Server des BIH beantragen. Nähere Informationen finden Sie hier.

Detaillierte Informationen zur Nutzung etc. finden Sie hier.

Hilfsangebote

Die Geschäftsstelle Gute wissenschaftliche Praxis (E-Mail) berät bei methodischen Fragen oder vermittelt den Kontakt zu Expertinnen und Experten die weiterhelfen.

Die Charité implementiert einen zentralen Speicher für Primärdaten. Dieser soll einerseits den Forschenden helfen, ihre Daten sicher und schnell abrufbar zu verwahren, anderseits wird dadurch gewährleistet, dass die Daten mindestens zehn Jahre zur Klärung von Konflikten verfügbar sind.

Statistik

Jeder Wissenschaftler und Doktorand der Charité kann sich bei der Planung von klinischen und epidemiologischen Studien unterstützen lassen. Bitte setzen Sie sich hierzu mit dem Institut für Biometrie und Klinische Epidemiologie in Verbindung. Die Statistiker der Biometrie werden vom Promotionsbüro als akkreditierte Statistiker anerkannt.

Curricula

Im Charité-Modellstudiengang Medizin sind zwei Unterrichtsblöcke zur guten wissenschaftlichen Praxis im Modul 23 integriert: das Seminar "Gute Wissenschaftliche Praxis" und die Vorlesung "Verhinderung von wissenschaftlichem Fehlverhalten" im sechsten Semester.

Da jede Doktorandin und jeder Doktorand sowie jede/r Habilitand/in eine Lehrveranstaltung zur guten wissenschaftlichen Praxis besucht haben soll, wird für Doktorand/innen und Habilitand/innen eine zusätzliche Vorlesung "Gute Wissenschaftliche Praxis" angeboten.

Verhalten im Konfliktfall

Meldungen über Verstöße gegen die Gute Wissenschaftliche Praxis, z.B. ungerechtfertigte Autorenschaften oder Betrugsvorwürfe, können mit den gewählten Ombudspersonen besprochen werden. Diese versuchen durch Beratung und Vermittlung die Konflikte zu lösen. Wenn dies nicht möglich ist, entscheidet zeitnah die Fakultätsleitung über die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses.

Die Aufklärung von Betrugsvorwürfen geschieht im Spannungsfeld der Rechte der Beschuldigten (Unschuldsvermutung, Recht auf Rehabilitierung nach ungerechtfertigten Vorwürfen) und andererseits dem Recht der Gesellschaft und der wissenschaftlichen Gemeinschaft auf schnelle Bekanntgabe von Betrugsfällen.

Promotionen

Dissertationen sollen intensiv von einer Wissenschaftlerin oder einem Wissenschaftler (Mentor bzw. Mentorin) aus der Arbeitsgruppe betreut werden, die das Thema vergeben hat. Die Betreuung durch Komentorinnen oder Komentoren aus anderen Arbeitsgruppen wird empfohlen. Doktorandinnen oder Doktoranden sollten regelmäßige Treffen mit ihnen vereinbaren und Fortschritte und Schwierigkeiten der Arbeit besprechen.

In Situationen, in denen Konflikte zwischen Promovierenden und betreuenden Personen den erfolgreichen Abschluss des Promotionsvorhabens bedrohen können die Vertrauenspersonen moderieren und vermitteln um die Lösungsfindung zu unterstützen.

Hilfreiche Links und Downloads