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17.01.2020

mTOMADY gewinnt Ideenwettbewerb des Global Health Hub Germany

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Das siebenköpfige Gewinnerteam und Jens Spahn posieren mit der Urkunde für ein Gruppenfoto.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (l.) mit dem mTOMADY-Gewinnerteam um Dr. Samuel Knauss (4.v.l.) und Dr. Julius Emmrich (4.v.r.) © giz/Thomas Ecke

Mit dem Projekt mTOMADY haben Dr. Julius Emmrich und Dr. Samuel Knauss von der CharitéUniversitätsmedizin Berlin den Ideenwettbewerb des Global Health Hub Germany gewonnen. Zusammen mit zwei weiteren Gewinnerteams wurden die beiden Mediziner am 13. Januar von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ausgezeichnet. mTOMADY ermöglicht Menschen in Madagaskar per Mobiltelefon Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen.

In Madagaskar haben rund 90 Prozent der Bevölkerung keine Krankenversicherung und keinen Zugang zu einer umfassenden staatlichen Gesundheitsversorgung. Ziel von mTOMADY (Madagassisch für „gesund“) ist es, Menschen in Madagaskar und weiteren Entwicklungsländern Zugang zur Gesundheitsversorgung zu ermöglichen und sie so vor Verarmung aufgrund von hohen medizinischen Ausgaben zu schützen. Dazu haben Dr. Julius Emmrich und Dr. Samuel Knauss mit einem internationalen Team von Medizinern, Softwareentwicklern, Wirtschaftsexperten und vielen ehrenamtlichen Helfenden eine neue IT-Infrastruktur für Madagaskar aufgebaut. Die beiden Mediziner arbeiten als Ärzte und Leiter der Arbeitsgruppe Digital Global Health in der Klinik für Neurologie mit Experimenteller Neurologie am Campus Charité Mitte. Darüber hinaus sind sie mit Charité Global Health und dem Einstein Center Digital Future assoziiert. Dr. Emmrich ist Vorsitzender des Vereins Ärzte für Madagaskar und wie sein Kollege Dr. Knauss mehrmals pro Jahr für medizinische Hilfseinsätze vor Ort.

Die jetzt ausgezeichnete Initiative verbindet Patientinnen und Patienten, Gesundheitszentren und Geldgeber miteinander. Sie nutzt die Potenziale der Digitalisierung und setzt auf Mobile Money: Mit mTOMADY kann beispielsweise der Abschluss einer Versicherungspolice und die Prämienzahlung über das Mobiltelefon sowie die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen durch Versicherte vereinfacht werden. Das Projekt wird gefördert über die Else Kröner-Fresenius-Stiftung, das Digital Clinician Scientist Programm und den BIH Digital Health Accelerator sowie die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).

Unter dem Titel „Neue Ideen für Globale Gesundheit“ hatte der Global Health Hub Germany Ende 2019 nach innovativen und intersektoralen Lösungen und Ideen für Herausforderungen im Bereich der Globalen Gesundheit gesucht. Am 13. Januar zeichnete der Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn insgesamt drei gleichwertige Gewinnerteams im Bundesministerium für Gesundheit in Berlin für ihre innovativen Projektideen aus. Damit verbunden erhalten die Teams einen Kreativworkshop, in dem sie mit professioneller Unterstützung ihre Idee weiterentwickeln können. Zusätzlich wird mit ihnen ein professionelles Video produziert zur weiteren Vorstellung ihrer Projektidee.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat den Global Health Hub Germany im Februar 2019 als unabhängiges Netzwerk gegründet. Es zählt inzwischen 600 Mitglieder, die sich in Deutschland für Globale Gesundheit interessieren, engagieren und gemeinsam neue Projekte und Partnerschaften initiieren wollen. Das Bundesministerium für Gesundheit  fördert den Global Health Hub Germany über einen Zeitraum von drei Jahren (2019 - 2021) mit einer Anschubfinanzierung. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) übernimmt als Geschäftsstelle für diesen Zeitraum die Koordination des Netzwerkes.

Links

Projekt mTOMADY

Charité Global Health

Global Health Hub Germany



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