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23.01.2019

Dr. Megges mit Helga- und Dieter-Steinle-Preis ausgezeichnet

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Dieter Steinle übergibt eine Urkunde an Matthias Megges - beide im dunklen Anzug vor einer Weißen Tür stehend.
Dr. Megges und Stifter Dieter Steinle bei der Preisübergabe, Foto: Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Für das Forschungsprojekt "Entzündungen bei der Alzheimer-Krankheit verhindern" hat Dr. Matthias Megges vom Institut für Neuropathologie der CharitéUniversitätsmedizin Berlin am 23. Januar den erstmals ausgelobten Helga- und Dieter-Steinle-Preis erhalten.

Bei der Alzheimer-Krankheit reagiert das Gehirn mit Entzündungen auf die krankheitsbedingten Veränderungen. Daran scheint der körpereigene Botenstoff Interleukin beteiligt zu sein. Vor allem die Interleukine 12 und 23 könnten einen besonders negativen Einfluss auf das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit haben. In seinem Projekt erforscht Dr. Megges diese Interleukine nun genauer.

Dazu untersucht der Wissenschaftler die Interleukine 12 und 23 an speziell dafür gezüchteten Alzheimer-Mäusen. Einige Tiere werden noch vor dem Auftreten der ersten Symptome mit einem Medikament behandelt, das die Wirkung der Interleukine unterdrückt. "Sollten diese Mäuse weniger Entzündungen aufweisen oder sogar gesund bleiben bzw. erst später erkranken als die unbehandelten Kontrolltiere, wäre der Nachweis erbracht, dass die Interleukine 12 und 23 bei der Alzheimer-Krankheit eine negative Rolle spielen", erklärt er den Forschungsansatz.

Der Helga- und Dieter-Steinle-Preis ist mit 40.000 Euro dotiert und wurde in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben. Das Projekt war vom wissenschaftlichen Beirat der gemeinnützigen Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ausgewählt worden. Gefördert werden Projekte in den Bereichen Grundlagen-, Ursachen-, Diagnose-, Präventions- und Wirkstoffforschung an den Hochschul- und Institutsstandorten Aachen, Berlin, Bonn, Freiburg, Kiel, München, Leipzig, Saarbrücken und St. Augustin.



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