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Meldung

04.10.2021

Charité-Forscherin mit Curt Meyer-Gedächtnispreis ausgezeichnet

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Dr. Schmalbrock (Mitte) erhält den Curt Meyer-Gedächtnispreis. Links: Barbara Kempf, Geschäftsführerin der Berliner Krebsgesellschaft e.V. Rechts: Laudator Prof. Dr. Lars Bullinger, Direktor der Med. Klinik m.S. Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie, Charité CVK © DGHO | Timo Schmidt
Dr. Schmalbrock (Mitte) erhält den Curt Meyer-Gedächtnispreis. Links: Barbara Kempf, Geschäftsführerin der Berliner Krebsgesellschaft e.V. Rechts: Laudator Prof. Dr. Lars Bullinger, Direktor der Med. Klinik m.S. Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie, Charité CVK © DGHO | Timo Schmidt

Die Berliner Krebsgesellschaft e. V. ehrt Dr. Laura Schmalbrock von der Charité – Universitätsmedizin Berlin mit dem diesjährigen Curt Meyer-Gedächtnispreis. Damit zeichnet sie die Hämatologin für ihre Forschungsarbeit über die Mechanismen von Therapieversagen bei Blutkrebs aus. Der Preis wurde im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie am 02. Oktober 2021 verliehen.

Die akute myeloische Leukämie (AML) ist die am häufigsten auftretende Form der akuten Leukämie bei Erwachsenen. Dabei kommt es zu einer unkontrollierten Vermehrung unreifer Vorläuferzellen bestimmter Blutzellreihen. Die Erkrankung ist ein Forschungsschwerpunkt von Dr. Laura Schmalbrock von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie am Charité Campus Benjamin Franklin.

Dr. Schmalbrock wurde jetzt für ihre wissenschaftliche Arbeit, die in der Fachzeitschrift Blood* veröffentlicht ist, mit dem Curt Meyer-Gedächtnispreis ausgezeichnet. Darin hat sie untersucht, warum manche Patientinnen und Patienten mit AML auf eine bewährte Behandlungsmethode mit sogenannten Tyrosinkinase-Inhibitoren – einer spezifischen Wirkstoffklasse – in Kombination mit Chemotherapie nicht reagieren oder nach Ansprechen einen Rückfall der Krankheit erleiden. Die Ursachen, die zu so einem Therapieversagen führen, sind bislang erst wenig erforscht. Um die Mechanismen dieser Resistenzentwicklung gegen die Behandlung zu untersuchen, führte die Hämatologin Mutationsanalysen mittels Exom-Sequenzierung bei 75 Patientinnen und Patienten mit AML durch. Durch den Vergleich der Mutationen zum Zeitpunkt der Diagnose und zum Zeitpunkt des Rückfalls identifizierte Dr. Schmalbrock Veränderungen der Mutationsmuster, die bei der Resistenzentstehung eine Rolle spielen. Dieses Wissen trägt nun dazu bei, zukünftig besser zu verstehen, warum Therapien in dieser entsprechenden Kombination bei AML scheitern können.

Dr. Laura Schmalbrock teilt sich den diesjährigen Curt Meyer-Gedächtnispreis mit Matthias Jürgen Schmitt vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC). Der Doktorand wird für seine Arbeit zu Therapieresistenzen beim Glioblastom – einem besonders tödlichen Gehirntumor – ausgezeichnet. Der Curt Meyer-Gedächtnispreis wird von der Berliner Krebsgesellschaft seit 1988 jährlich vergeben. Mit 10.000 Euro zählt er zu den höchstdotierten Auszeichnungen in Deutschland auf dem Gebiet der Krebsmedizin und richtet sich an junge Krebsforscherinnen und Krebsforscher in Berlin.  

 

 

* Schmalbrock LK et al: “Clonal evolution of acute myeloid leukemia with FLT3-ITD mutation under treatment with midostaurin”. Blood . 2021 Jun 3;137(22):3093-3104.  doi: 10.1182/blood.2020007626. 

Links

Originalpublikation

Pressemitteilung des MDC zum Curt Meyer-Gedächtnispreis



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