Kooperationen

Innovationen und wissenschaftliche Erfolge gelingen bei komplexer werdenden Fragen vor allem in interdisziplinärer Zusammenarbeit und durch die internationale Vernetzung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Wissenschaftliche Kooperationen

Die CharitéUniversitätsmedizin Berlin setzt auf eine Vielzahl von Kooperationen, insbesondere solche, die den wechselseitigen Austausch zwischen biomedizinischer Grundlagenforschung, klinischer Forschung und ärztlicher Praxis fördern. Ob Forschungsverbünde, gemeinsame Berufungen, Kooperationsrahmenverträge mit der Industrie oder die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse durch den Technologietransfer – Potential und Zukunft liegen in wissenschaftlichen Kooperationen.


Gesundheitsforschung am Berlin Institute of Health (BIH)

Durch die Verbindung von Berliner Universitätsmedizin und Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) im Berlin Institute of Health (BIH) gehen beide Einrichtungen einen neuen Weg in der institutionellen Kooperation. Charité und MDC bündeln ihre Kompetenz und wissenschaftliche Ressourcen auf regionaler Ebene. In dauerhaften Strukturen kann exzellente translationale Forschung am Standort Berlin mit internationaler Strahlkraft entstehen.

Deutsche Zentren für Gesundheitsforschung

Damit Patienten schneller von Forschungsergebnissen profitieren, ziehen in den sechs Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Ärztinnen und Ärzte des ganzen Landes an einem Strang. Sie haben sich zusammengetan, um den großen Volkskrankheiten Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, neurodegenerative Erkrankungen, Infektionen und Lungenerkrankungen den Kampf anzusagen. Die CharitéUniversitätsmedizin Berlin ist als Partner bei drei DZGs dabei. Die DZG überwinden erstmals in Deutschland starre Grenzen zwischen Institutionen und Disziplinen – eine der wichtigsten Voraussetzungen für Translation.

Denn obwohl immer mehr Menschen von Krebserkrankungen geheilt werden, immer weniger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben, verursachen die sechs großen Volkskrankheiten noch viel Leid und enorm hohe Krankheitskosten – einhundert Milliarden Euro jährlich in Deutschland. Auf Grund der immer älter werdenden Bevölkerung nimmt die Zahl der an Demenz, Diabetes, Herzschwäche, Krebs oder an den Atmungsorganen Erkrankten dramatisch zu. Resistente Bakterienstämme werden zur Bedrohung in den Krankenhäusern, Infektionskrankheiten kosten insbesondere Menschen in Entwicklungsländern immer noch das Leben.

Damit weitere Erfolge in Diagnose, Prävention und Therapie gelingen, sind schlagkräftige Strukturen erforderlich, in denen alle wichtigen Partner im Prozess der Translation kooperieren – Universitätsmediziner und Forscher aus außeruniversitären Instituten, Pharmaindustrie und regulatorische Behörden, Politik und Patientenverbände. Mit den Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung 2009 begonnen, solche schlagkräftigen Strukturen zu schaffen.

Das sind die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung:

  • Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK, www.dkfz.de/de/dktk)
  • Deutsches Zentrum für Diabetesforschung e.V. (DZD, www.dzd-ev.de)
  • Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e. V. (DZHK, www.dzhk.de)
  • Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF, www.dzif.de)
  • Deutsches Zentrum für Lungenforschung (DZL, www.dzl.de)
  • Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE, www.dzne.de)

Die Charité ist Partnereinrichtung von DKTK, DZHK und DZNE

Interdisziplinäre Forschungsprojekte

Charité-Wissenschaftler beteiligen sich in zahlreichen Forschungsverbünden und interdisziplinären Projekten. Weltweit arbeiten sie mit universitären, außeruniversitären und wirtschaftsnahen Partnern zusammen, darunter:

  • Das Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZB) als Hochleistungsklinik für die Behandlung von Herz-, Thorax- und Gefäßerkrankungen, Kunstherz-Implantationen und Transplantationen von Herz und Lungen.
  • Das Deutsche Rheumaforschungszentrum (DRFZ) ist eine gemeinsame Einrichtung mit der Leibniz-Gemeinschaft und gehört zu den international führenden Instituten auf dem Gebiet der Immunologie, experimentellen Rheumatologie und Rheuma-Epidemiologie.
  • Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG), das mit der Berliner Universitätsmedizin am gemeinsamen Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien (BCRT) als interdisziplinärem Translationszentrum innovative Therapien auf der Basis körpereigener Heilungsprozesse entwickelt.
  • Das Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin (MDC), mit dem die Charité neben dem BIH das Experimental and Clinical Research Center (ECRC) für translationale klinische Forschung betreibt.

Industriekooperationen

Partner für zukunftsweisende Kooperationsvorhaben

Die Charité ist ein verlässlicher Partner für wissenschaftliche Einrichtungen und Wirtschaftsunternehmen. Aufgrund ihrer herausragenden Stellung in Krankenversorgung, Forschung und Lehre kann sie neuartige, zukunftsweisende Kooperationen gestalten und innovative Partnerschaften ermöglichen. So ist die Charité einen langfristig angelegten Kooperationsvertrag mit der Max-Planck-Gesellschaft eingegangen, der unter anderem die Einrichtung von Brückenprofessuren vorsieht. Auch arbeitet die Berliner Universitätsmedizin in verschiedenen Formen mit Unternehmen der Gesundheitswirtschaft, der Krankenversorgung und der Biomedizin zusammen. So kooperiert sie mit Arzneimittelherstellern bei der Entwicklung und Einführung neuer Medikamente oder mit Technikherstellern, um neue Geräte und Therapien bereitzustellen. Gemeinsam mit dem Krankenhausbetreiber Vivantes entsteht das größte Krankenhauslabor Europas.