Immunwissenschaften

Internationale Ausrichtung und interdisziplinäres Herangehen – das zeichnet die Berliner Universitätsmedizin bei der Beschäftigung mit Erkrankungen des Immunsystems aus. In der grundlagenorientierten und in der klinischen Forschung kann die Charité eine außerordentliche Expertise vorweisen. Wissenschaftliche Erkenntnisse gehen schnell in die Versorgung von Patientinnen und Patienten ein.

Das Research Center ImmunoSciences (Forschungszentrum für Immmunwissenschaften)

Netzwerk interdisziplinärer und anwendungsorientierter immunologischer Forschung der Charité

  • Interaktion, Kooperation und Technologieaustausch zwischen Nachwuchswissenschaftlern, etablierten Forschergruppen und Klinikern
  • exzellente immunologische Forschung in nationalem und internationalem Verbund
  • angewandte und translationale präklinische und klinische Forschung
  • Kooperation mit industriellen Partnern
  • Kommerzialisierung durch Produktentwicklung, Patente und Ausgründung

Kompetent gegen Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen

Eines der Schwerpunktthemen in der Immunologie sind Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen (CED). Zu ihrer Diagnose, Therapie und Erforschung hat die CharitéUniversitätsmedizin Berlin verschiedene Angebote geschaffen, die in dieser Form deutschlandweit selten sind. Nicht zuletzt deshalb ist die Charité eine von drei Kerneinrichtungen des Kompetenznetzes CED – eines deutschlandweiten Verbunds von Kliniken, universitären Instituten und niedergelassenen Ärzten, die die beiden Chronisch Entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa erforschen. Die Charité setzt sich dafür ein, wissenschaftlich fundierte klinische Leitlinien zur Behandlung beider Erkrankungen zu entwickeln und nachhaltig zu implementieren.

Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Chronisch Entzündlichen Darmerkrankungen bündelt die Berliner Universitätsmedizin unter anderem in einem eigenen Sonderforschungsbereich. Dabei untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Abwehrsystem des Darms und gehen der Frage nach, wie der Magen-Darm-Trakt den Organismus vor dem Eindringen potenzieller Krankheitserreger schützt. Ziel ist es, durch neue Forschungsergebnisse körpereigene Schutzmechanismen zu stärken und chronische Entzündungen zu verhindern. Die enge Kooperation von grundlagen-, krankheits- und patientenorientierter Forschung ermöglicht es, neue Erkenntnisse unmittelbar in die klinische Praxis zu übertragen.

Fachexpertise in der Rheumatologie

Gelenkerkrankungen und systemische Autoimmunerkrankungen, beispielsweise rheumatoide Arthritis, Wirbelsäulenentzündungen und systemische Sklerose, gehören zu den Schwerpunkten der CharitéUniversitätsmedizin Berlin im Fachgebiet Rheumatologie. Diese Krankheitsbilder beeinträchtigen nicht nur das Leben von Patienten erheblich. Sie haben gleichzeitig eine starke gesundheitspolitische und sozioökonomische Bedeutung, da es sich um chronische Erkrankungen handelt, die meist schon in jungen Jahren beginnen. Die Charité engagiert sich in besonderem Maße für die Diagnose, Therapie und weitere Erforschung dieser Krankheiten.

Neben der allgemeinen rheumatologischen Diagnostik und Behandlung durch ambulante und stationäre Einrichtungen bietet die CharitéUniversitätsmedizin Berlin ihren Patienten die Möglichkeit, an nationalen und internationalen klinischen Studien teilzunehmen und somit von innovativen Therapiekonzepten zu profitieren. Eine Vielzahl selbstinitiierter Studien wird von der Berliner Universitätsmedizin geplant und umgesetzt. Diese bauen auf den Erkenntnissen der Grundlagenforschung der Charité auf, die wiederum eng mit dem Deutschen Rheuma-Forschungszentrum vernetzt ist. Förderungen durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Europäische Union oder auch durch Stiftungen und Industriepartner tragen dazu bei, dass Charité-Wissenschaftler mit rheumatologisch-immunologischen Forschungsarbeiten von hoher Qualität in der nationalen und internationalen Wissenschaftslandschaft vertreten sind.