Modul „Neue Versorgungsformen“ – ERIC

Themenfeld T3 – Telemedizin, Telematik und E-Health

Sprecherin: Professor Dr. Claudia Spies (Berlin)

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Enhanced Recovery after Intensive Care (ERIC)

Jährlich werden in Deutschland 2,1 Millionen Patienten auf Intensivstationen behandelt, wovon ca. 400.000 künstlich beatmet werden. Allein auf die Akutphase der Behandlung beatmeter Patienten entfallen 13 - 14 % der Gesamtkosten des stationären Gesundheitssektors.

Dazu kommen Langzeitfolgen, die mit Leid für Patienten und Angehörige sowie Kosten für die Allgemeinheit verbunden sind. Zu den Langzeitfolgen gehören beispielsweise Organfunktionsstörungen (z.B. Langzeitbeatmung), kognitive Störungen und der Verlust von Mobilität.

Ziel des vorgeschlagenen Projektes „Enhanced Recovery after Intensive Care“ (ERIC) ist es, bisher nicht ausreichendes Wissen zur Vermeidung von Langzeitfolgen zu verbreiten, um damit das rehabilitative Potential eines Patienten während und nach Intensivbehandlung bestmöglich auszuschöpfen. Damit kann ein eklatantes, individualmedizinisches und ökonomisches Versorgungsdefizit geschlossen werden.

Erreicht wird dies über eine stationäre und ambulante Vernetzung unter Nutzung eines E-Health- Systems sowie eines kompetenzbasierten Qualifizierungs- und Personalentwicklungskonzept zur lokalen und regionalen Verbesserung der Behandlungsqualität.

ERIC ist geeignet Versorgungsstandard zu werden. Das Evaluationskonzept ist robust und von führenden Klinikern verschiedener Sektoren, Biometrikern und Gesundheitsökonomen entwickelt worden. Es erlaubt innerhalb von drei Jahren eine umfassende Bewertung aus Patienten-, klinischer und ökonomischer Sicht.

 

 

Konsortialpartner:

Universität München, Technische Universität Berlin, Fraunhofer FOKUS, Ernst von Bergmann Klinik Bad Belzig gGmbH, BARMER GEK