Der Innovationsfonds

Ziel des Innovationsfonds ist die Qualitätssteigerung der Regelversorgung in der gesetzlichen Krankenversicherungen. Im Rahmen des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes erhielt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) den Auftrag Forschung und Weiterentwicklung, die über die bisherige Regelversorgung hinausgehen und zur Verbesserung dieser führen, zu fördern.

Die Bundesregierung hat zu diesem Zweck den Innovationsfonds aufgelegt und stellt von 2016 bis 2019 jeweils 300 Millionen Euro jährlich bereit.

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Der Innovationsfonds an der Charité

Im Juli 2015 trat das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz in Kraft. Mit diesem Gesetz verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, eine gut erreichbare medizinische Versorgung auf hohem Niveau sicherzustellen und weiter zu entwickeln. In diesem Rahmen erhielt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) den Auftrag, innovative Projekte für die Weiterentwicklung der Patientenversorgung in Deutschland zu fördern.

Zu diesem Zweck hat die Bundesregierung einen Innovationsfonds aufgelegt, in dem Fördermittel von 300 Millionen Euro pro Jahre (2016-2019) zur Verfügung stehen. Die Mittel des Fonds werden dabei von den gesetzlichen Krankenkassen und dem Gesundheitsfonds getragen.

Der beim G-BA eingerichtete Innovationsausschuss legt in Förderbekanntmachungen die Schwerpunkte und Kriterien der Förderung fest und führt das Auswahlverfahren für die eingegangen Anträge durch. Dabei werden grundsätzlich zwei Förderrichtlinien unterschieden:

  • Neuen Versorgungsformen: Mit 225 Millionen Euro jährlich wird die Entwicklung und dauerhafte Integration neuer und innovativer Versorgungsformen gefördert, die zu einer Verbesserung sektorenübergreifender Versorgung führen können.
  • Versorgungsforschung: 75 Millionen Euro jährlich stehen für das Modul Versorgungsforschung zur Verfügung, das die Aufgabe hat, wissenschaftliche Grundlagen für Lösungen zur Gestaltung, Organisation und Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens zu schaffen.

Die Charité ist mit ihren sechs zentralen Forschungsschwerpunkten, ihrer Innovationskraft und Positionierung an der Schnittstelle zwischen Forschung und klinischer Anwendung ein prädestinierter Antragsteller und Partner für die hohen Ansprüche und Ziele des Innovationsfonds.

Im Zeitraum von 2017 bis 2021 wird die Charité in insgesamt achtzehn Projekten durch den Innovationsfonds gefördert, wobei sie bei 9 Projekten die Konsortialführerschaft inne hat. Das Fördervolumen aller Projekte, an denen die Charité beteiligt ist, beläuft sich auf rund 39 Millionen Euro. Vier der Projekte unter der Führung der Charité sind im Modul „Neue Versorgungsformen“ und fünf  im Modul „Versorgungsforschung“ angesiedelt.


Neue Versorgungsformen

Projekte mit Konsortialpartnerschaft

  • OSCAR – Onkologisches Social Care Projekt der BKK
    Konsortialführung: pronova BKK
    Charité-Beteiligung: Dr. Liane Schenk
    Projektbeschreibung beim G-BA
  • CARE-FAM-NET: Kinder mit seltenen Erkrankungen, deren Geschwister und Eltern – Children affected by rare disease and their families – Network
    Konsortialführung: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    Charité-Beteiligung: Prof. Dr. Angela Kaindl und PD Dr. Sibylle Winter
    Projektbeschreibung beim G-BA

Versorgungsforschung

Projekte mit Konsortialpartnerschaft

  • AMTS – Untersuchungen zur Arzneimitteltherapiesicherheit in der Schwangerschaft basierend auf Routinedaten in Deutschland
    Konsortialführung: Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS GmbH
    Charité-Beteiligung: Prof. Dr. Christof Schäfer
    Projektbeschreibung
  • NoMiG – Notfallversorgung von Migranten und Geflüchteten
    Konsortialführung: bbw Hochschule, Berlin
    Charité-Beteiligung: Prof. Dr. Jalid Sehouli
    Projektbeschreibung
  • ReVOn – Patientenbezogener Nutzen neuer Arzneimittel in der Onkologie (Register für Versorgungsforschung in der Onkologie)
    Konsortialführung: Deutsche Stiftung für Versorgungsforschung in der Onkologie
    Charité-Beteiligung: PD Dr. Liane Schenk und Prof. Dr. Kurt Miller
    Projektbeschreibung beim G-BA
  • SKKIPPI - Evaluation der Eltern-Säugling-Kleinkind-Psychotherapie mittels Prävalenz- und Interventionsstudien
    Konsortialführung: IPU Berlin
    Charité-Beteiligung: Prof. Dr. Thomas Keil
    Projektbeschreibung beim G-BA
  • PSY-CARE - Depression bei zuhause lebenden Pflegebedürftigen - Kurzzeitpsychotherapie im Behandlungsteam mit Hausärzten und Pflegenden
    Konsortialführung: MSB Medical School Berlin GmbH
    Charité-Beteiligung: Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey
    Projektbeschreibung beim G-BA
  • ENQUIRE - Evaluierung der QualitätsIndikatoren von Notaufnahmen auf Outcome-Relevanz für den Patienten
    Konsortialführung: Universitätsklinikum Magdeburg
    Charité-Beteiligung: Prof. Dr. Martin Möckel
    Projektbeschreibung beim G-BA
  • SEPFROK – Sepsis: Folgeerkrankungen, Risikofaktoren, Versorgung und Kosten
    Konsortialführung: Universitätsklinikum Jena
    Charité-Beteiligung: PD Dr. Christiane Hartog
    Projektbeschreibung beim G-BA
  • KARDIO – Linksherzkatheter bei Brustschmerzen und KHK: Analyse regionaler Variationen und Behandlungspfade zur Verbesserung der Indikationsqualität
    Konsortialführung Universität Marburg / Abteilung für Allgemeinmedizin
    Charité-Beteiligung: Prof. Dr. Christoph Heintze
    Projektbeschreibung beim G-BA