Forschung Aktuell

21.11.2019

Sechs Charité-Wissenschaftler gehören zu den weltweit einflussreichsten Forschenden 2019

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Fenster der Wissenschaften | Foto: Wiebke Peitz | Charité

Wie häufig die wissenschaftlichen Arbeiten eines Forschers oder einer Forscherin von Fachkollegen zitiert werden, gilt als Maß für ihren Einfluss auf das jeweilige Fachgebiet. Zu dem einen Prozent der weltweit am häufigsten zitierten Forschenden des Jahres 2019 gehören sechs herausragende Wissenschaftler der CharitéUniversitätsmedizin Berlin: Prof. Dr. Stefan Anker, Prof. Dr. Gerd-Rüdiger Burmester, Prof. Dr. Andreas Diefenbach, Prof. Dr. Ulf Landmesser, Prof. Dr. Burkert Pieske und Prof. Dr. Joachim Sieper. Das hat eine Analyse der Web of Science Group ergeben, die gestern als Liste der „Highly Cited Researchers“ veröffentlicht wurde.

Die Liste der weltweit meistzitierten Wissenschaftler verzeichnet in diesem Jahr 6.216 Forschende aus fast 60 Nationen. Analysiert wurden 21 Fachbereiche aus der Medizin, den Naturwissenschaften, den Wirtschafts- sowie Sozialwissenschaften. Prof. Dr. Andreas Diefenbach, Direktor des Instituts für Mikrobiologie und Infektionsimmunologie der Charité, gehört zu den 135 Personen, die als besonders einflussreich in der Immunologie identifiziert wurden. Er ist seit 2017 auf der Liste vertreten. Der BIH-Professor für Präzisionsmedizin mit dem Schwerpunkt Mikrobiomforschung erforscht die Rolle des angeborenen Immunsystems bei der physiologischen Anpassung an die Umwelt und bei der Regeneration und Homöostase von Geweben und Organen.

Fünf Charité-Wissenschaftler zählen zu den 436 meistzitierten Expertinnen und Experten im Bereich der Klinischen Medizin. Darunter sind zwei Rheumatologen: Prof. Dr. Gerd-Rüdiger Burmester, Direktor der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie der Charité, ist bereits zum fünften Mal auf der Liste der Top-Wissenschaftler aufgeführt. In seiner Forschung widmet er sich hauptsächlich neuen diagnostischen und therapeutischen Verfahren – insbesondere der Immuntherapie – bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, zum Beispiel der rheumatoiden Arthritis und den systemischen Autoimmunerkrankungen. Auch Prof. Dr. Joachim Sieper ist seit 2015 einer der „Highly Cited Researchers“. Er untersucht an der Medizinischen Klinik für Gastroenterologie, Infektiologie und Rheumatologie am Campus Benjamin Franklin insbesondere eine Gruppe von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, die als Spondyloarthritiden (SpA) bezeichnet werden.

Gleich drei besonders einflussreiche Spezialisten der Charité sind in der Erforschung des Herzens aktiv. Prof. Dr. Stefan Anker ist als Professor für Gewebehomöostase am BIH Centrum für Regenerative Therapien (BCRT) und in der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Kardiologie am Campus Virchow-Klinikum tätig. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit der Erforschung der Herzinsuffizienz und untersucht kardio-onkologische Fragestellungen bei Patienten mit fortgeschrittener Tumorerkrankung. Auch er hat es zum fünften Mal auf die Liste der „Highly Cited Researchers“ geschafft. Zum zweiten Mal vertreten ist Prof. Dr. Burkert Pieske, Direktor der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Kardiologie am Campus Virchow-Klinikum, Direktor der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie am Deutschen Herzzentrum Berlin sowie stellvertretender Sprecher des Standortes Berlin im Deutschen Zentrum für Herz-Kreislaufforschung (DZHK). Der BIH-Professor für Kardiologie widmet sich in seiner wissenschaftlichen Arbeit insbesondere der Herzinsuffizienz und Herzinsuffizienz-assoziierten Arrhythmien, mit Fokus auf die Umsetzung präklinischer pathophysiologischer Erkenntnisse in Therapiestudien. Sein Kollege Prof. Dr. Ulf Landmesser, Ärztlicher Leiter des CharitéCentrums für Herz-, Kreislauf- und Gefäßmedizin, Direktor der Medizinischen Klinik für Kardiologie am Campus Benjamin Franklin und BIH-Professor für Kardiologie, hat sich vor allem mit Fachartikeln zu Ursachen und neuen Behandlungsmöglichkeiten der koronaren Herzerkankung sowie zu innovativen minimal-invasiven katheterbasierten Behandlungsverfahren der Herzmedizin international einen Namen gemacht.

Veröffentlicht wird die Liste der „Highly Cited Researchers“ seit 2014 von der Web of Science Group, einem Unternehmen von Clarivate Analytics. In die Analyse flossen Publikationen ein, die zwischen 2008 und 2018 veröffentlicht worden waren und im Jahr der Veröffentlichung zu dem einen Prozent der am häufigsten zitierten Fachartikeln zählten. In die Liste aufgenommen wurden all jene Personen, die mehrere solcher Publikationen veröffentlicht hatten. Die erforderliche Anzahl an Top-Publikationen unterschied sich abhängig vom Fachgebiet und war für den Bereich „Klinische Medizin“ am höchsten. Die untersuchten Fachgebiete waren:  Agrarwissenschaft, Biologie & Biochemie, Chemie, Geowissenschaften, Immunologie, Informatik, Ingenieurwissenschaften, Klinische Medizin, Materialwissenschaft, Mathematik, Mikrobiologie, Molekularbiologie & Genetik, Neurowissenschaft & Verhalten, Pflanzen- und Tierwissenschaften, Pharmakologie & Toxikologie, Physik, Psychiatrie/Psychologie, Sozialwissenschaft, Umweltwissenschaft/Ökologie, Weltraumforschung, Wirtschaftswissenschaft / Betriebswirtschaft.

Links

Liste der „Highly Cited Researchers“ 2019



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