Forschung Aktuell

26.09.2019

Ausgezeichnet: Robert-Koch-Preis für drei Promovenden der Charité

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Die beiden Preisträgerinnen und der Preisträger posieren für ein Gruppenfoto. In den Händen halten sie jeweils ihre Urkunde und einen Blumenstrauß.
Dr. Anica Höger, Dr. Carsten Dittmayer und Dr. Stephanie Albrecht (v.l.). Foto: Minow/Charité

Dr. Carsten Dittmayer, Dr. Stephanie Albrecht und Dr. Anica Höger haben den diesjährigen Robert-Koch-Preis der CharitéUniversitätsmedizin Berlin erhalten. Die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler wurden für die drei besten Promotionsarbeiten an der Charité im vergangenen akademischen Jahr ausgezeichnet.

Aus den neun Bewerbern wählte die Kommission für Nachwuchsförderung der Charité dieses Jahr insgesamt sechs Doktorandinnen und Doktoranden aus, die ihre Arbeit vor dem Gremium präsentierten. Die Vorträge wurden im Hinblick auf die wissenschaftliche Exzellenz sowie die Auswirkung der Ergebnisse auf das wissenschaftliche Umfeld, die Patienten und die Gesellschaft bewertet, um die drei Preisträgerinnen und -träger zu ermitteln.

Dr. Carsten Dittmayer wurde von der Fachjury auf den ersten Platz gewählt. Er erhielt einen der drei Preise für seine Dissertation „Optimierte Verfahren zur morphologischen und histochemischen Auswertung der Niere“, die er am CharitéCentrum für Grundlagenmedizin abgeschlossen hatte. Im Rahmen seiner Arbeit stellte Dr. Dittmayer durch neue Präparationsansätze qualitativ hochwertige Ultradünnschnitte für großflächige Digitalisierungen mit dem Transmissionselektronenmikroskop und dem Rasterelektronenmikroskop her. Mit dieser Technik konnte die Digitalisierung der Ultraschnittareale um das 100-Fache beschleunigt werden.

Dr. Stephanie Albrecht widmete sich in ihrer Promotionsarbeit mit dem Titel „Untersuchung der Radikalbildung durch Sonneneinstrahlung in Abhängigkeit der Dosis und der spektralen Bereiche” der Radikalbildung in der Haut durch simulierte Sonneneinstrahlung bei hellen und dunklen Hauttypen. Für die dermatologische Forschung sind freie Radikale als Marker für oxidativen Stress von hohem Interesse. Die Wissenschaftlerin vom CharitéCentrum für Innere Medizin und Dermatologie ging hierbei der Frage nach, ob Unterschiede zwischen den verschiedenen Hauttypen existieren und machte sie mittels In-vivo-Messungen an Probanden sichtbar.

Den dritten Preis konnte Dr. Anica Höger, ebenfalls vom CharitéCentrum für Grundlagenmedizin, für ihre Arbeit „Die Rolle der Tumorsuppressorgene PBRM1 und VHL in der Tumorigenese des klarzelligen Nierenkarzinoms“ entgegennehmen. Sie untersuchte in ihrer Promotion den mit 60 bis 80 Prozent häufigsten Subtyp des Nierenzellkarzinoms, bei dessen Entstehung das Polybromo-1 Gen (PBRM 1) eine Schlüsselrolle einnimmt. Das Ziel ihrer Studie war es, erstmalig innerhalb eines Patientenkollektivs den Einfluss der PBRM1- und VHL-Expression auf der mRNA- und Protein-Ebene auf die klinisch-pathologischen Eigenschaften der Tumoren und das Überleben der Patienten mit klarzelligem Nierenzellkarzinom zu identifizieren.

Mit dem Robert-Koch-Preis zeichnet die Charité jährlich die drei besten Promotionsarbeiten aus allen Forschungsgebieten aus, deren Ergebnisse für eine Vielzahl von Patientinnen und Patienten von Bedeutung sind und die diagnostische, methodische oder technische Innovationen aufzeigen. Mit dem Preis werden Promovierende ausgezeichnet, die innerhalb des Vergabejahres ihre Dissertation mit summa cum laude an der Charité abgeschlossen haben. Das Preisgeld von jeweils 1.000 Euro stellt für die Promovenden eine zusätzliche Motivation dar, besonders hochwertig zu publizieren und wird von dem Verein der Freunde und Förderer der Berliner Charité gestiftet.

Links

Kommission für Nachwuchsförderung der Charité



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