Osmolalitšt

Parameter

BezeichnungOsmolalität
KürzelOsmo       SE
MnemonicOsmoSE
MaterialSerum (SE)
Einheitmosmol/kg
MethodeOsmometrie (Gefrierpunktserniedrigung)
KategorienKlinische Chemie

Referenzwerte

18 Jahr(e) bis 120 Jahr(e)275 - 301 mosmol/kg

Beschreibung

Allgemein
Die Plasmaosmolalität ist die wichtigste Meßgröße zur Beurteilung der internen Wasserbilanz. Die Beurteilung ist nur zusammen mit Natrium sinnvoll, da die Natriumionen fast die Hälfte der gesamten Osmolalität ausmachen. Die Plasmaosmolalität kann nach folgender Formel berechnet werden: mosmol/kg = 2 x Na (mmol/l) + Glucose (mg/dl)/18 + Harnstoff (mg/dl)/6. Übersteigt die gemessene Osmolalität des Plasmas die errechnete um mehr als 5 mosmol/kg, liegt eine "osmotische Lücke" vor. Sie wird überwiegend bei Vergiftungen mit osmotisch aktiven Substanzen beobachtet. Bei unklaren komatösen Zuständen deutet eine "osmotische Lücke", besonders wenn sie größer als 15 mosmol/kg ist, auf eine Vergiftung oder Stoffwechselentgleisung (z.B. Laktat-Azidose) hin.

Indikation
Differenzierung polyurisch-polydiptischer Syndrome, Differenzierung metabolischer Azidosen mit erhöhter Anionenlücke

Abnahmebedingungen
Keine Besonderheiten

erhöhte Werte
Hyperglykämie, Niereninsuffizienz, Diarrhoe, Fieber, ZNS-Erkrankungen, Diabetes insipidus

erniedrigte Werte
NNR-Insuffizienz, Panhypopituarismus, Wasserintoxikation, SIADH, Herzinsuffizienz, Leberzirrhose

Einflußfaktoren
Corticosteroide, Mannitol: erhöhte Werte
Carbamazepin, Chlortalidon, Cyclophosphamid, Thiazide: erniedrigte Werte

Literatur

Davies DP. Plasma osmolality and prtein intake in preterm infants. Arch Dis Child 1973, 48, 575-9
Robertson GL, Regulation of vasopressin secretion. In: Seldin DW, Giebisch G, eds. Clinical disturbances of water metabolism. Raven ; New York, 1993, 99-118

Grumm   2011-08-02 17:51:05 Charité - Institut für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie