Faktor VII

Parameter

BezeichnungFaktor VII
KürzelF-VII      CP
MnemonicFVIICP
MaterialCitrat-Plasma (CP)
Einheit%
MethodeKoagulometrie
KategorienHämostaseologie

Referenzwerte

1 Tag(e) bis 7 Tag(e)30 - 100 %
7 Tag(e) bis 30 Tag(e)40 - 130 %
30 Tag(e) bis 12 Monat(e)50 - 130 %
12 Monat(e) bis 120 Jahr(e)60 - 170 %

Beschreibung

Allgemein
Faktor VII, Prokonvertin, ist ein Beta-Globulin, seine Synthese in der Leber ist Vitamin-K abhängig. Seine biologische Halbwertzeit beträgt etwa 2-5 Stunden. Die Aktivierung des FVII erfolgt durch andere Serinproteasen und autokatalytisch. Der Komplex aus Faktor VIIa/TF hat proteolytische Aktivität, die ihn befähigt die Faktoren X und IX zu aktivieren.

Indikation
Bei pathologischer TPZ ( Quickwert ) mit unbekannter Ursache und aPTT im Referenzbereich, Verlaufskontrolle früher Leberfunktionsstörungen,
Blutungsneigung in der Anamnese und/oder in der Familie
Bei Infusion von rFVIIa
Thrombophilie- Diagnostik arterieller Bereich

Abnahmebedingungen
exaktes Probenvolumen/hämolysefrei

erhöhte Werte
Schwangerschaft, Diabetes mellitus, koronare Herzerkrankungen, Thrombophilie, akute Thrombosen,

erniedrigte Werte
Vitamin-K-Mangel, Leberparenchymschädigung, angeborener Mangel

Störfaktoren
Östrogenpräparate: erhöhte Werte
Kälteaktivierung von Faktor VII, mangelhafte Blutentnahme mit Aktivierung: erhöhte Werte
Therapie mit Argatroban und Lepirudin führt zu erniedrigten Werten

Einflußfaktoren
Östrogenpräparate: erhöhte Werte,
Extremwerte bei Therapie mit rekombinanten F VIIa,
Cumarintherapie, Antibiotika: erniedrigte Werte

Literatur

A. Girolami et al., Congenital combined defects of factor VII: a critical review.
Acta Haematol. 117, 51 (2007)
B. Hoppe et al., Gene polymorphisms implicated in influencing susceptibility to venous and arterial thromboembolism: frequency distribution in a healthy German population.
Thromb Haemost. 96 , 465 (2006)
S. Lim et al., Life-threatening bleeding in a patient with a lupus inhibitor and probable acquired factor VII deficiency.
Blood Coagul Fibrinolysis. 17, 667 (2006)

Grumm   2011-08-02 17:50:18 Charité - Institut für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie