Natrium

Parameter

BezeichnungNatrium
KürzelNatrium    HP
MnemonicNatriumHP
MaterialHeparin-Plasma (HP)
Einheitmmol/l
MethodeIndirekt messende ionenselektive Elektrode
KategorienKlinische Chemie
   Elektrolyte

Referenzwerte

bis 1 Monat(e)132 - 147 mmol/l
1 Monat(e) bis 1 Jahr(e)129 - 143 mmol/l
1 Jahr(e) bis 18 Jahr(e)132 - 145 mmol/l
18 Jahr(e) bis 120 Jahr(e)134 - 145 mmol/l

Beschreibung

Allgemein
Natrium ist das Hauptkation im EZR. 98 % des austauschbaren Na befinden sich im EZR, nur 2 % im IZR. Die Hauptaufgabe des Na liegt in der Aufrechterhaltung der Osmolalität. Es ist damit auf das engste mit der Regulation des extrazellulären Volumens und des Wasserhaushaltes verbunden. Bei intakter Osmoregulation bewirkt jede Abweichung vom normalem Na-Bestand eine entsprechende Änderung des extrazellulären Volumens. Die Na-Konzentration hingegen ist das Maß für die Funktion der Osmoregulation. Eine abnormale Konzentration des Na im Serum bedeutet stets eine zusätzliche Störung des Wasserhaushaltes bzw. der Osmoregulation.

Indikation
Störungen der Flüssigkeits- und Elektrolytbilanz, z.B. durch Wasser - oder Salzverlust, Abweichung anderer Serumelektrolyte vom Referenzbereich, polyurisch-polydiptische Syndrome und Störungen des Durstgefühls, Störungen des Säure-Basen-Haushalts, Nierenerkrankungen, Hypertonie, Ödeme.

Abnahmebedingungen
Li-Heparinat

erhöhte Werte
Diabetes insipidus, essentielles Hypernatriämie-Syndrom, osmotische Diurese (z.B. Hyper-glykämie, profuse Durchfälle, exzessives Schwitzen), Hypernatriämie in der Neugeborenen-periode, Verabreichung von z.B. hypertoner Natriumbicarbonatlösung, Dialysepatienten, primärer Hyperaldosteronismus.

erniedrigte Werte
Salzverlustniere, Mineralokortikoid-Mangel, Glukokortikoid-Mangel, osmotische Diurese, renale tubuläre Azidose, metabolische Alkalose, Pankreatitis, Peritonitis, Ileus, Verbrennungen, Erbrechen, Durchfälle, Ketonurie, SIADH, Hypothyreose, psychotische Patienten, Stauungsinsuffizienz des Herzens, Leberzirrhose, nephrotisches Syndrom, Niereninsuffizienz

Störfaktoren
Lipidämie, Hypo- bzw. Hyperproteinamie ! (Direkte ISE anwenden!)

Einflußfaktoren
Diuretika, Nikotin, Isoproterenol, Morphin, Clofibrat, Carbamazepin, Chlorpropamid, Antidepressiva, Trimethoprim-Sulfamethoxazol, Indometacin: erniedrigte Werte, (s. auch Roche Diagnostics: ISE - Systeme)

Literatur

R.W. Schrier, Body Water Homeostasis: Clinical Disorders of Urinary Dilution and Concentration.
J. Am. Soc. Nephrol. 17 , 1820 (2006)
R.M. Reynolds et al., Disorders of sodium balance.
BMJ 332 , 702 (2006)
H.J. Adrogué, Consequences of Inadequate Management of Hyponatremia.
Am. J. Nephrol. 25 , 240 (2005)

Grumm   2011-08-02 17:51:00 Charité - Institut für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie