Eisen

Parameter

BezeichnungEisen
KürzelEisen      HP
MnemonicEisenHP
MaterialHeparin-Plasma (HP)
Einheitµmol/l
MethodePhotometrie (Ferrozin)
KategorienKlinische Chemie
   Spurenelemente

Referenzwerte

Männer
bis 2 Woche(n)11,0 - 36,0 µmol/l
2 Woche(n) bis 6 Monat(e)5,0 - 24,0 µmol/l
6 Monat(e) bis 12 Monat(e)6,0 - 28,0 µmol/l
2 Jahr(e) bis 12 Jahr(e)4,0 - 24,0 µmol/l
18 Jahr(e) bis 25 Jahr(e)7,2 - 27,7 µmol/l
25 Jahr(e) bis 40 Jahr(e)6,3 - 30,1 µmol/l
40 Jahr(e) bis 60 Jahr(e)7,2 - 21,5 µmol/l

Frauen
bis 2 Woche(n)11,0 - 36,0 µmol/l
2 Woche(n) bis 6 Monat(e)5,0 - 24,0 µmol/l
6 Monat(e) bis 12 Monat(e)6,0 - 28,0 µmol/l
2 Jahr(e) bis 12 Jahr(e)4,0 - 24,0 µmol/l
18 Jahr(e) bis 25 Jahr(e)6,6 - 29,5 µmol/l
25 Jahr(e) bis 40 Jahr(e)4,1 - 24,0 µmol/l
40 Jahr(e) bis 60 Jahr(e)7,0 - 26,7 µmol/l

Beschreibung

Allgemein
Eisen wird vornehmlich in zweiwertiger Form im Dünndarm resorbiert, an Transferrin gebunden im Blut transportiert und im Ferritin gespeichert. Bei Eisenübersättigung erfolgt auch eine Speicherung als wasserunlösliches Hämösiderin (durch zelluläre Autophagie denaturierte Ferritinpartikel) mit möglicher Folge von schweren Leberparenchymschäden.
Eine beginnende Eisenmangelanämie ist bei noch normaler Eisen- und Transferrinkonzentration an einer erniedrigten Ferritinkonzentration erkennbar. Bei echtem Eisenmangel finden sich erhöhte Transferrin- und erniedrigte Ferritinwerte. Bei der Tumor-/Infektanämie sind bei niedrigen Eisen- und Transferrinspiegeln die Ferritinwerte erhöht. Hier ist die verminderte Eisenserumkonzentration Folge einer Eisenverteilungsstörung und kann nicht durch Eisensubstitution ausgeglichen werden.

Indikation
V.a. Eisenmangel, V.a. Eisenüberladung oder Eisenverwertungsstörung

Abnahmebedingungen
Eisen zeigt eine ausgeprägte cirkadiane Rhythmik, deshalb wird empfohlen, insbesondere bei Verlaufskontrollen, die Probenentnahme stets in den Morgenstunden durchzuführen.

erhöhte Werte
Hämochromatose, häufige Bluttransfusionen, medikamentös, hämolytische Anämie, Alkoholismus, Porphyria cutanea tarda, Virushepatitis, Hyperthyreose, perniziöse Anämie, akute Leukämie
Bei Schwangeren gelten andere Referenzwerte:
12. SSW 7,6 - 27,7 µmol/l
am Termin 4,4 - 24,5 µmol/l
6. Woche post partum 2,9 - 26,9 µmol/l

erniedrigte Werte
Vermehrter Verlust: Blutungen (GIT, Menses), intravasale Hämolyse;
verminderte Resorption: Malabsorption, Malnutrition (Alkoholismus);
erhöhter Bedarf: Gravidität und Laktation;
gestörte Verteilung: maligne Tumore, akute und chronische Entzündungen, Streß,
Urämie; durch Transferrinmangel bedingt: hereditär, nephrotisches Syndrom, exsudative Enteropathie

Störfaktoren
orale Kontrazeptiva, Östrogene, Corticosteroide: erhöhte Werte
Hämolyse: falsch erhöhte Werte

Literatur

R. Deicher et al., New insights into the regulation of iron homeostasis.
Europ. J. Clin. Invest. 36 , 301 (2006)
R.E. Fleming et al., Iron Imports.AJP
Gastrointest. Liver Physiol. 290 , G590 (2006)
D.W. Swinkels et al., Hereditary Hemochromatosis: GeneticComplexity and New Diagnostic Approaches.
Clin. Chem. 52 , 950 (2006)
N. Milman, Iron and pregnancy?a delicate balance.
Ann. Hematol. 85 , 559 (2006)
J.M. McDermid et al., Iron and infection.
Clin. Science 110 , 503 (2006)
Thomas C. Thomas L. Eisenstoffwechsel und Störungen. Thomas L ed. Labor und Diagnose. Th Books 6. Auflage (2005) S 396 - 398
Siehe auch: HFE

Grumm   2011-08-02 17:50:12 Charité - Institut für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie