Digitoxin

Parameter

BezeichnungDigitoxin
KürzelDigitoxin  SE
MnemonicDigitoxinSE
MaterialSerum (SE)
Einheitµg/l
MethodeElektrochemilumineszenz-Immunoassay (ECLIA), kompetitiv
KategorienDrogenscreening, Medikamente, Toxikologie

Beschreibung

Allgemein
Digitoxin wird hepatisch metabolisiert und unterliegt einem ausgeprägten enterohepatischen Kreislauf. Es besitzt eine Halbwertzeit von 6-8 Tagen. Als Nebenwirkungen sind bekannt: Anorexie, Nausea, Erbrechen, abdominelle Schmerzen, Arrhythmien sowie vereinzelt Eosinophilie und Thrombozytopenie.

Indikation
Therapieversagen (mangelhafte Compliance, pharmakokinetische Ursachen), Verdacht auf Intoxikation, Medikation bei Patienten mit veränderter Pharmakokinetik

Abnahmebedingungen
Blutentnahme morgens vor oder 8 - 24 Std. nach oraler Einnahme.

erhöhte Werte
Überdosierung
Therapeutischer Bereich 10 - 25 µg/l

erniedrigte Werte
Unterdosierung, nephrotisches Syndrom

Störfaktoren
Amiodaron, Chinidin, Verapamil, Diltiazem, Uzara: erhöhte Werte
Schwangere, Neugeborene und Patienten mit Leber- oder Nierenversagen können einen endogenen "digoxin-like immunoreactive factor" (DLIF) produzieren: falsch erhöhte Werte.
Phenylbutazon, Phenobarbital, Phenytoin, Rifampicin, Colestyramin, Colstipol, Antacida, Metoclopramid, Sulfasalazin: erniedrigte Werte

Literatur

W.R. Külpmann. Vergiftungen und Drogenabusus. In :L. Thomas (Hrsg) Labor und Diagnose, TH-Books 6. Aufl. (2005), S. 1569 ff
S.L. Wu et al., Digoxin-like and digitoxin-like immunoreactive substances in elderly people. Impact on therapeutic drug monitoring of digoxin and digitoxin concentrations.
Am J Clin Pathol. 115 , 600 (2001)
H. Wieland, Practical aspects of monitoring cardiac drugs in the blood.
Wien Klin Wochenschr Suppl. 191 , 48 (1992)

Grumm   2011-08-02 17:50:10 Charité - Institut für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie