vWF: Antigen

Parameter

BezeichnungvWF: Antigen
KürzelvWF: Ag    CP
MnemonicvWF_AgCP
MaterialCitrat-Plasma (CP)
Einheit%
MethodeLatex-verstärkter Immunoassay (LIA)
KategorienHämostaseologie

Referenzwerte

bis 120 Jahr(e)50 - 150 %

Beschreibung

Allgemein
Der von-Willebrand-Faktor (vWF) ist ein Glykoprotein, welches in Endothelzellen und Megakaryozyten gebildet und in den alpha-Granula der Thrombozyten und in den Endothelzellen gespeichert wird. Der vWF fungiert als Trägerprotein des Faktor VIII und schützt diesen vor proteolytischem Abbau. Während der primären Hämostase vermittelt der vWF die Thrombozytenadhäsion an Kollagen der verletzten Gefäßwand über Glykoprotein Ib. Über Glykoprotein IIb/IIIa vermittelt vWF die Aggregation der Thrombozyten untereinander. Mit dem vWF:Ag wird die Konzentration des von Willebrand-Faktor bestimmt.
Eine Verminderung des VWF:Ag ist besonders beim Typ III, schwächer beim Typ I und nicht immer beim Typ II nachzuweisen.

Indikation
Verdacht auf Thrombozytopathie, von-Willebrand-Syndrom, Differentialdiagnose zwischen Hämophilie A und von-Willebrand-Syndrom Typ Normandie, angeborene und erworbene Blutungsneigung

Abnahmebedingungen
Citratblut

erhöhte Werte
Akute-Phase-Reaktion, Malignome, Stress, Myokardinfarkt, Diabetes, Alter, Gefäßerkrankungen, Leberzirrhose, nephrotisches Syndrom, Niereninsuffizienz, thrombotisch thrombozytopenische Purpura, Schwangerschaft

erniedrigte Werte
Hereditäres von-Willebrand-Syndrom; bei erworbenen von-Willebrand-Syndrom (Lymphomen, monoklonalen Gammopathien, Polycythaemia vera, künstliche Herzklappen, systemischer Lupus erythematodes) Verminderung möglich

Störfaktoren
Lange Stauung : erhöhte Werte
Lagerung der Probe bei Kälte: verminderte Werte

Einflußfaktoren
Valproinsäure, (Dextran 70): erniedrigte Werte,
Gabe von DDAVP, physischer und psychischer Stress: erhöhte Werte

Literatur

U Budde et al. Standardisierte Diagnostik des von ?Willebrand- Syndroms.
Hämostaseologie 24, 12 (2004)

Grumm   2011-08-02 17:51:43 Charité - Institut für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie