Mycophenolsäure

Parameter

BezeichnungMycophenolsäure
KürzelMPA        SE
MnemonicMPASE
Material()
Einheitµg/ml
MethodeCEDIA
KategorienDrogenscreening, Medikamente, Toxikologie

Beschreibung

Allgemein
Mycophenolsäure (MPA) ist ein hoch wirksamer, selektiver, nicht kompetitiver und reversibler Hemmer der Inosinmonophosphat- Dehydrogenase und hemmt daher den De-novo -Weg der Guanosin-Nucleotidsynthese, ohne in die DNA eingebaut zu werden. Da für die Proliferation von T- und B-Lymphozyten die De-novo -Synthese von Purinen unerlässlich ist, während andere Zellarten den Wiederverwertungsstoffwechsel
benutzen können, wirkt MPA stärker zytostatisch auf Lymphozyten als auf andere
Zellen. Wie durch die Suppression der akuten Abstoßungsreaktion nach Nierentransplantation gezeigt werden konnte, korreliert die immunsuppressive
Wirkung von CellCept mit der MPA-Konzentration. Die beiden Applikationsformen Mycophenolat Mofetil und Mycophenolat-Natrium zeigen unterschiedliche MPA-Plasma-Konzentrations-Verläufe

Indikation
Compliance-Überprüfung, Resoprtionsüberprüfung

Abnahmebedingungen
Die Bestimmung von Mycophenolsäure (MPA) erfolgt Serum oder EDTA-Plasma. Die Abnahmen erfolgen im Allgemeinen im steady state, unmittelbar vor der Gabe des Medikaments (Talspiegel). Die Ermittlung einer Kurz-AUC zur Abschätzung der verfügbaren MPA-Menge ist in speziellen Fällen hilfreich.

erhöhte Werte
Compliance, Arzneimittelinteraktionen, Leberfunktionsstörungen, Nierenfunktionsstörungen, Abnahmefehler, Patientencharakteristik

erniedrigte Werte
Compliance, Arzneimittelinteraktionen, Abnahmefehler, Patientencharakteristik

Störfaktoren
Analytisch: teilweise Komedikationen, stark hämolytische, ikterische oder lipämische Proben

Einflußfaktoren
Nierenfunktion, Leberfunktion, Komedikationen

Literatur

Fachinformation CellCept, Roche, Stand Oktober 2009
Fachinformation MyFortic, Novartis Pharma, Stand Oktober 2009

Grumm   2011-08-02 17:50:59 Charité - Institut für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie