Lamotrigin

Parameter

BezeichnungLamotrigin
KürzelLAMO       SE
MnemonicP_LAMOSE
Material()
Einheitµg/ml
MethodeHPLC
KategorienDrogenscreening, Medikamente, Toxikologie

Referenzwerte

bis 120 Jahr(e)11,0 - 19,0 µg/ml

Beschreibung

Allgemein
Anwendung: Zusatz- oder Monotherapie partieller und generalisierter Anfälle einschließlich tonisch-klonischer Anfälle, Anfälle in Zusammenhang mit dem
Lennox-Gastaut-Syndrom. Lamictal wird als Zusatztherapie gegeben, kann aber
auch als initiales Antiepileptikum angewendet werden, um damit die Behandlung
des Lennox-Gastaut-Syndroms zu beginnen. Anwendung bei Kindern und Jugendlichen von 2 bis 12 Jahren: Zusatztherapie bei partiellen und generalisierten
Anfällen einschließlich tonischklonischer Anfälle sowie bei Anfällen in Zusammenhang mit dem Lennox-Gastaut- Syndrom. Monotherapie typischer Absencen
Anwendung bei Bipolaren Störungen (Erwachsene ab 18 Jahren): Prävention depressiver Episoden bei Patienten mit Bipolar--Störung und überwiegend
depressiven Episoden. Lamictal ist nicht für die Akuttherapie manischer
oder depressiver Episoden indiziert.

Indikation
Die regelmäßige Kontrolle der Blutkonzentration der Antiepileptika ist ein bedeutender Bestandteil der Therapieführung bei der Epilepsiebehandlung geworden. Eine Reihe von Gründen belegt die Notwendigkeit der regelmäßigen Routinekontrolle der Antiepileptikaspiegel im Patientenserum:
1. Überprüfung und Sicherung der regelmäßigen Einnahme durch den Patienten (Compliance).
2. Gewährleistung der Einhaltung des Therapeutischen Bereichs. Da es sich bei der Behandlung von Epilepsie in der Regel um eine lebenslange Dauermedikation handelt, sollten Dosierungen mit Serumspiegeln, die mit starken Nebenwirkungen oder gar toxischen Folgen verbunden sind, ver-mieden werden. Eine Therapieresistenz des Patienten kann dagegen auch an einem zu niedrigen Antiepileptikaspiegel im Blut liegen. Der Therapeutische Bereich bezieht sich im Allgemeinen auf Blutspiegelwert unmittelbar vor der Gabe der nächsten Dosis (Talspiegel).
3. Zusätzliche Erkrankungen zur Epilepsie oder weitere verabreichte Medikamente können den Antiepileptikaspiegel aus dem therapeutisch gewünschten Bereich verschieben. Auch Funktions-störungen von Leber und Nieren haben großen Einfluss auf die Spiegel der Medikamente im Blut.

Abnahmebedingungen
Die Bestimmung von erfolgt aus Serum oder EDTA-Plasma. Die Abnahmen erfolgen im Allgemeinen im steady state, unmittelbar vor der Gabe des Medikaments (Talspiegel)

erhöhte Werte
Compliance, Arzneimittelinteraktionen, Leberfunktionsstörungen, Nierenfunktionsstörungen, Abnahmefehler

erniedrigte Werte
Compliance, Arzneimittelinteraktionen, Abnahmefehler

Störfaktoren
Analytisch: teilweise Komedikationen, stark hämolytische, ikterische oder lipämische Proben

Einflußfaktoren
Leberfunktion, Nierenfunktion, Komedikationen

Literatur

Fachinformation Lamictal, GlaxoSmithKline, Stand der Information September 2009
GTFCH - TIAFT reference blood level list of therapeutic and toxic substances 2004, aktualisiert April 2005

Grumm   2011-08-02 17:50:48 Charité - Institut für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie