Finanzierung für Universitäres Herzzentrum Berlin (UHZB) gesichert

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Europas modernstes Herzzentrum entsteht ab 2021 am CVK

Die Pläne für das Universitäre Herzzentrum Berlin (UHZB) sind einen entscheidenden Schritt weitergekommen: Nachdem das Land Berlin bereits 286,9 Millionen Euro für das Vorhaben zugesagt hatte, stellt nun auch der Bund 100 Millionen Euro zur Verfügung. Dies hat der Haushaltsausschuss des Bundestages auf Antrag der Regierungsfraktionen von CDU/CSU und SPD am 14. November beschlossen. Auf dem Campus Virchow-Klinikum (CVK) wird somit ab 2021 das modernste Herzzentrum Europas entstehen und Patientinnen und Patienten die Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen auf höchstem Niveau bieten.

In einem zukunftsweisenden Neubau mit 28.000 Quadratmetern Nutzfläche sollen die exzellenten herzmedizinischen Kompetenzen der Charité und des Deutschen Herzzentrums Berlin zusammengeführt werden. Das UHZB wird über modernste OP-Säle, Labore, Hybrid-Eingriffsräume sowie 380 Betten zur Behandlung sämtlicher Herz-Kreislauferkrankungen verfügen. Dabei soll das volle Spektrum verfügbarer Diagnostik und Therapie zum Einsatz kommen, sowohl im stationären als auch im ambulanten und intersektoralen Bereich. Die Neubauplanung wird prozessorientierte Ansätze wie „Integrated Facility Design“ berücksichtigen und letztlich zu einem “Gesundheitshaus” führen - architektonisch wegweisend und im Design ausgerichtet auf die Unterstützung des Heilungsprozesses. Gleichzeitig soll das UHZB eine digitale Vorreiterin und Modellklinik werden, die das volle Potenzial datengestützter Medizin in allen Säulen der klinischen Medizin nutzt und vorantreibt: präventiv, diagnostisch, therapeutisch und rehabilitativ.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller, erklärt: „Ich danke den Mitgliedern des Bundestages für ihr großartiges Engagement. Ihre Entscheidung ist ein Vertrauensbeweis in die hohe Qualität und das große Potenzial der Berliner Herzmedizin. Mit dem Universitären Herzzentrum Berlin schaffen wir gemeinsam eine in Forschung, Lehre und Krankenversorgung international führende Einrichtung für die Menschen in Berlin und ganz Deutschland.“

Der Vorstandsvorsitzende der Charité Prof. Dr. Heyo K. Kroemer zur Förderentscheidung des Bundes: „Unsere Freude ist enorm. Im Namen des Vorstands danke ich den Mitgliedern des Bundestages für ihre wegweisende Entscheidung, die uns in unserem Vorhaben bestärkt: Gemeinsam mit dem DHZB wollen wir die Herzmedizin von morgen gestalten und das Universitäre Herzzentrum Berlin zu einem internationalen Leuchtturmprojekt in Forschung, Lehre und Krankenversorgung machen.“

Die Gesamtkosten für den Aufbau des Universitären Herzzentrums Berlin belaufen sich auf 386,9 Millionen Euro. Diese werden nun anteilig vom Land Berlin und vom Bund übernommen. Bereits im Mai 2019 bestätigte die Zukunftskommission „Gesundheitsstadt Berlin 2030“ dem UHZB ein herausragendes Potenzial als eine international wettbewerbsfähige Institution und ein Aushängeschild für die nationale Herzmedizin. Die Gründung des UHZB ist ein anspruchsvolles und komplexes Vorhaben, mit dem die Charité auch neue Wege geht. Mit entsprechend großer Sorgfalt wird daher die Vorbereitungs- und Gründungsphase gestaltet werden. Die Perspektiven aller Berufsgruppen sowie der gewählten Gremien und Personalvertretungen werden genauso berücksichtigt wie die Vorgaben und Hinweise der Aufsichts- und Stiftungsräte.