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Neuwahl der Prodekanate für Studium und Lehre sowie für Forschung

9. Mai 2022

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Der Fakultätsrat hat in seiner sechsten Sitzung am 2. Mai die Prodekan:innen für Forschung sowie Studium und Lehre der Charité – Universitätsmedizin Berlin gewählt. Frau Prof. Dr. Susanne Michl ist Prodekanin für Studium und Lehre mit lebens- und gesundheitswissenschaftlichem Schwerpunkt, Herr Prof. Dr. Martin Möckel ist Prodekan für Studium und Lehre mit klinischem Schwerpunkt. Die amtierenden Prodekane für Forschung, Prof. Dr. Christian Hagemeier (mit präklinischem Schwerpunkt) und Prof. Dr. Friedemann Paul (mit klinischem Schwerpunkt), sind wiedergewählt worden. Die Amtszeit der Prodekan:innen begann mit Annahme der Wahl am Montagabend und dauert zweieinhalb Jahre.

Prof. Dr. Susanne Michl © Charité | Wiebke Peitz
Prof. Dr. Susanne Michl © Charité | Wiebke Peitz
Prof. Dr. Martin Möckel © Charité | Wiebke Peitz
Prof. Dr. Martin Möckel © Charité | Wiebke Peitz
Prof. Dr. Christian Hagemeier © Charité | Wiebke Peitz
Prof. Dr. Christian Hagemeier © Charité | Wiebke Peitz
Prof. Dr. Friedemann Paul © Charité | Wiebke Peitz
Prof. Dr. Friedemann Paul © Charité | Wiebke Peitz

Gemäß Berliner Universitätsmedizingesetz werden vom Fakultätsrat bis zu vier Prodekan:innen für eine Amtszeit von zweieinhalb Jahren als Mitglieder der Fakultätsleitung der Charité gewählt. Die Amtszeit der bisherigen Prodekanin und Prodekane endet regulär Mitte des Jahres 2022. Aufgrund der Wahl von Prof. Dr. Geraldine Rauch zur Präsidentin der Technischen Universität Berlin endete ihr Amt bereits zum 31. März 2022. Auch Prof. Dr. Joachim Spranger, bisheriger Prodekan für Studium und Lehre mit klinischem Schwerpunkt, legte sein Amt vorzeitig nieder.

In seiner Sitzung wählte der Fakultätsrat folgende Personen zur Besetzung der Prodekanate:

•    Prof. Dr. Susanne Michl – Prodekanin für Studium und Lehre mit lebens- und gesundheitswissenschaftlichem Schwerpunkt 
•    Prof. Dr. Martin Möckel – Prodekan für Studium und Lehre mit klinischem Schwerpunkt 
•    Prof. Dr. Christian Hagemeier – Prodekan für Forschung mit präklinischem Schwerpunkt
•    Prof. Dr. Friedemann Paul – Prodekan für Forschung mit klinischem Schwerpunkt

Neben dem Dekan und der Kaufmännischen Direktion der Fakultät gehören die Prodekan:innen der Fakultätsleitung an. Die Fakultätsleitung dankt und wünscht allen neu gewählten Prodekan:innen viel Erfolg für die anstehenden Aufgaben. 

Prof. Dr. Axel R. Pries, Dekan der Charité:
„Wir freuen uns, die Fakultätsleitung nahtlos wieder neu aufstellen zu können. Unsere Prodekanin und Prodekane haben besonders auch in der herausfordernden Situation der COVID-19-Krise eine herausragende Arbeit geleistet, Studium und Lehre sowie die Forschung an der Charité ständig fortzuentwickeln. Unser Dank geht an die ausscheidenden Prodekan:innen für Studium und Lehre, wir wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg – Prof. Rauch in ihrer neuen Position als Präsidentin der Technischen Universität Berlin und Prof. Spranger als Direktor der Klinik für Endokrinologie, Diabetes und Ernährungsmedizin am Campus Charité Mitte. Es war eine enorme Leistung, im Zuge der Pandemie den gesamten Lehrbetrieb der Charité zu reorganisieren und auf digitalen Betrieb umzustellen. Der Modellstudiengang Medizin (MSM) ist durch die Verdienste von Prof. Spranger und Prof. Rauch und ihren Vorgänger:innen gemeinsam mit ihren Teams zum „Modell“ auch für andere Fakultäten und Studiengänge  geworden. Mit dem neuen Studiengang der Angewandten Hebammenwissenschaften und dem Bachelorstudiengang für Pflege schreitet hierauf aufbauend die Akademisierung und Interprofessionalisierung der Gesundheitsfachberufe weiter voran. Frau Prof. Michl und Herr Prof. Möckel werden hier neue Akzente setzen und zukunftsweisende Vorhaben in Studium in Lehre erfolgreich voranbringen! 
     Beständigkeit haben wir im Prodekanat Forschung, da Prof. Hagemeier und Prof. Paul bereit waren, sich in einer weiteren Amtszeit für die herausragende Forschung an der Charité einzusetzen und die Wissenschaftsprofilierung mit den Teams im Prodekanat Forschung und den Geschäftsbereichen Forschungsmanagement und Forschungsservice weiterhin voranzutreiben. Dieser zunehmende Erfolg der Charité in der Forschung ist an sehr vielen Parametern ablesbar, die von internationalen Rankings über hochrangige Preise und Förderungen bis zu einem Allzeithoch bei Drittmitteleinwerbungen reichen.“
 
Die neuen Prodekan:innen im Überblick:

Prodekane für Studium und Lehre

Prof. Dr. Susanne Michl ist Professorin für Medical Humanities und Medizinethik am Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin der Charité. Darüber hinaus ist sie Vorsitzende des klinischen Ethikkomitees und Leiterin der Fachgruppe Ethikberatung an der Charité. Prof. Michl forschte und lehrte in verschiedenen Stationen zur Geschichte und Ethik der Medizin, ehe sie 2017 an die Charité kam. Die neue Prodekanin für Studium und Lehre (mit lebens- und gesundheitswissenschaftlichem Schwerpunkt) ist tief in der Lehre verwurzelt. Als Medizinethikerin tritt Prof. Michl für eine verantwortungsvolle Lehre ein. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen neben kompetenzorientierter Lehre auch Narrative Medizin sowie Individualisierung und Datafizierung in der Medizin.

Neben bevorstehenden Anpassungen im Zuge der Neuregelung der medizinischen Ausbildung gemäß der Ärztlichen Approbationsordnung sind Digitalisierung und Interprofessionalisierung zentrale Themen im Konzept des neuen Teams des Prodekanats für Studium und Lehre: „Die digitale Medizin fordert uns heraus und wird die Lehre in besonderem Maße verändern. Es geht darum, Akteure und Akteurinnen für ein sich wandelndes Gesundheitssystem auszubilden. Dafür müssen sie Kompetenzen erlernen und weiter vermitteln können", sagt Prof. Michl. „Wichtig ist uns dabei: Auch digitale Lehre darf die Bindung zu den Dozierenden nicht reduzieren. Wir stehen daher für Kommunikation und Erreichbarkeit." Die Tradition einer starken Partizipation und Beteiligung von Studierenden soll mit dem neuen Tandem weiter- und aufleben.

Prof. Dr. Martin Möckel ist Ärztlicher Leiter der Notfall- und Akutmedizin, der zentralen Notaufnahmen am Campus Charité Mitte und Campus Virchow-Klinikum, und spezialisiert auf akute kardiovaskuläre Versorgung. Er befasst sich mit kardiovaskulärer Prozessforschung, Biomarkerforschung sowie mit digitaler Gesundheits- und Versorgungsforschung und ist Gründungsmitglied der Plattform – Charité Versorgungsforschung. Er ist tief in der Lehre verwurzelt und langjähriger Vorsitzender des Studienausschusses des Modellstudiengangs Medizin. Er hat Lehrpreise – etwa für die beste klinische Lehre – erhalten und im Team den Max Rubner-Preis für das Konzept interprofessioneller Kommunikation gewonnen.

Vor dem Hintergrund des eigenen Berufsfeldes, insbesondere der Notfallmedizin, ist dem neuen Prodekan für Studium und Lehre (mit klinischem Schwerpunkt) interprofessionelles Lehren und Lernen vertraut und ein Anliegen. „Mein Ziel ist das Erarbeiten neuer, interprofessioneller Formate für die Lehre. Zentraler Ort dafür wird das Lernzentrum der Charité werden“, sagt Prof. Möckel. „Auch wollen wir Highlights wie das Deutsche Herzzentrum der Charité (DHZC) und andere neue Schwerpunkte im Strategieprozess 2030 an der Charité in der Ausgestaltung der Studiengänge mitdenken und abbilden.“ Neben dem Blick in die Zukunft von Studium und Lehre soll auch die Aufarbeitung von Lernrückständen aus der Pandemie zu einer wichtigen Aufgabe werden.

Prodekane für Forschung 

Prof. Dr. Christian Hagemeier wurde zum Prodekan für Forschung mit präklinischem Schwerpunkt wiedergewählt. Das Amt des Prodekans für Forschung hatte er zuvor bereits seit seiner ersten Wahl im Jahr 2011 inne. Prof. Hagemeier kam 1994 an die Charité und baute in der Kinderklinik das Forschungslabor Pädiatrische Molekularbiologie auf. Seit 1996 ist er Professor an der Charité und engagierte sich seit 2002 als Mitglied der Forschungskommission, deren Vorsitz er von 2008 bis 2011 übernahm. Über die Leitung einer von der DFG eingerichteten Klinischen Forschungsgruppe sowie die Sprecherschaft eines Konsortiums im Nationalen Genomforschungsnetz gelangte Prof. Hagemeier zur Leitung des Forschungsbereiches Pädiatrische Molekularbiologie an der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Charité. 

„Neben einem gesunden Forschungswachstum im Allgemeinen stehen im Speziellen die Neuausrichtung in der Exzellenzinitiative sowie die weitere Öffnung unserer Forschungsbereiche für Partner aus der Berlin University Alliance (BUA), für außeruniversitäre Forschungsinstitute und die Industrie im Fokus der kommenden Jahre. Dabei liegt die Stärke der Charité in der Bereitstellung einer kompletten `Translationspipeline´ – von den Grundlagen bis hin zu klinischen Anwendungen“, sagt Prof. Hagemeier.

Prof. Dr. Friedemann Paul wurde in seinem Amt als Prodekan für Forschung mit klinischem Schwerpunkt bestätigt. Dieses hat er seit 2020 inne. Prof. Paul ist seit Dezember 2018 Beauftragter für Internationales an der Charité. Damit verbunden ist die Leitung der dazugehörigen Stabsstelle Internationales, die dem Dekan zugeordnet ist. Zudem ist Prof. Paul Vorsitzender der Steuerungsgruppe Internationales und berichtet regelmäßig an den Vorstand der Charité. Seit 2018 ist Prof. Paul Direktor des Experimental and Clinical Research Center (ECRC), einer gemeinsamen Einrichtung der Charité und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC). Seit 2010 leitet er eine Arbeitsgruppe für Klinische und Experimentelle Neuroimmunologie sowie die Hochschulambulanz für Neuroimmunologie am ECRC. Zudem führt Prof. Paul seit 2008 die Arbeitsgruppe für Klinische Neuroimmunologie am NeuroCure Clinical Research Center (NCRC) der Charité. 

Zu seinen Zielen erklärt Prof. Paul: „Gemeinsam mit dem Charité-BIH Clinical Study Center (CSC) wird die Verbesserung des Umfeldes für klinische Studien – insbesondere prüferinitiierte Studien (Investigator Initiated Trials, IITs), die durch die Forschenden selbst in die Wege geleitet werden – ein wesentlicher Schwerpunkt meiner Arbeit sein.“