Max Rubner-Preis

Mit dem Max Rubner-Preis fördert die Stiftung Charité seit 2008 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die innovative Ideen für Projekte einbringen, die der unternehmerischen Weiterentwicklung der Charité dienen sowie einen Mehrwert für die Gesellschaft generieren.

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Max Rubner-Preis 2019 für drei innovative Charité-Projekte

Beim traditionellen Neujahrsempfang der Charité wurden am 15.1.2019 drei von einer Expertenjury ausgewählte innovative Projekte ausgezeichnet. Der Vorstand der Stiftung Charité, Prof. Dr. Jürgen Zöllner, überreichte den mit insgesamt 100.000 Euro dotierten Innovationspreis für Veränderer an der Charité.

Die drei ausgezeichneten Projekte

Video: Prof. Dr. Jürgen Zöllner, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Charité, erläutert den Max Rubner-Preis und stellt die drei Preisträger des Jahres 2019 vor
Video: Prof. Dr. Jürgen Zöllner, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Charité, erläutert den Max Rubner-Preis und stellt die drei Preisträger des Jahres 2019 vor

Projekt „Training and Empowering the Next Generation of lnvestigators in Translational Research and Clinical Development of Cell and Gene Therapies”

Prof. Einhäupl (l.) und Max Rubner Preisträger Prof. Abou El-Enein (r.), Foto: Charité/Sabine Gudath
Prof. Einhäupl (l.) und Max Rubner Preisträger Prof. Abou El-Enein (r.), Foto: Charité/Sabine Gudath

Prof. Dr. Mohamed Abou El-Enein, Leiter der Klinischen Entwicklung am Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien, und sein Team erhielten den Max Rubner-Preis für ihr Projekt „Training and Empowering the Next Generation of lnvestigators in Translational Research and Clinical Development of Cell and Gene Therapies”.

Ziel des mit 26.400 Euro geförderten Vorhabens ist, schon die Studierenden an der Charité mit der Entwicklung modernster medizinischer Therapien vertraut zu machen.

Dazu haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein interaktives Curriculum ausgearbeitet, das die Studierenden über den Prozess von der Idee bis zur Zulassung sogenannter Advanced Therapy Medicinal Products (ATMPs) informiert. ATMPs sind Arzneimittel für neuartige Therapien und umfassen innovative Ansätze wie Gen- und Zelltherapien zur Behandlung schwerer, bisher nicht therapierbarer Krankheiten.

Das Trainingsprogramm soll perspektivisch im Rahmen des Modellstudiengangs Medizin angeboten werden und das Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einer Karriere in der Translationen Medizin wecken.

Projekt „Medical Allround-Care Service Solutions II (MACSS II)“

Prof. Einhäupl (2.v.l.) mit den Max Rubner-Preisträgern Prof. Budde (2.v.r.) und seinem Team, Foto: Charité/Sabine Gudath
Prof. Einhäupl (2.v.l.) mit den Max Rubner-Preisträgern Prof. Budde (2.v.r.) und seinem Team, Foto: Charité/Sabine Gudath

Für das Projekt „Medical Allround-Care Service Solutions II (MACSS II)“ wurde das Team um Prof. Dr. Klemens Budde, Leitender Oberarzt der Medizinischen Klinik m. S. Nephrologie und Internistische Intensivmedizin am Campus Charité Mitte, ausgezeichnet. Es erhält für die Weiterentwicklung des telemedizinischen Vorläuferprojekts MACSS eine Anschubfinanzierung in Höhe von 51.000 Euro.

Die Software ermöglicht es nierentransplantierten Patientinnen und Patienten, ihre Vital- und Laborwerte über eine App von zu Hause aus mit dem Telemedizinteam der Charité sowie den betreuenden niedergelassenen Medizinern zu teilen. Umgekehrt erhalten die Patientinnen und Patienten ihren Medikationsplan und werden an die nötige Medikamenteneinnahme erinnert.

Das Forschungsteam möchte die bestehende IT-Lösung MACSS nun so weiterentwickeln, dass potenziell alle Fachabteilungen der Charité ihre chronisch kranken Patientinnen und Patienten telemedizinisch unterstützen können.

Projekt „CharitéDENTAL – Zahnärztlicher Konsildienst innerhalb der Charité“

Prof. Einhäupl (Mitte) mit den Max Rubner-Preisträgern Prof. Dommisch (l.) und Dr. Uhrig (r.). Foto: Charité/Sabine Gudath
Prof. Einhäupl (Mitte) mit den Max Rubner-Preisträgern Prof. Dommisch (l.) und Dr. Uhrig (r.). Foto: Charité/Sabine Gudath

Prof. Dr. Henrik Dommisch, Leiter der Abteilung für Parodontologie und Synoptische Zahnmedizin, und Dr. Alexander Uhrig, Oberarzt der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie am Campus Charité Mitte, sind für das Projekt „CharitéDENTAL – Zahnärztlicher Konsildienst innerhalb der Charité“ mit dem Max Rubner-Preis gewürdigt worden.

Um Patientinnen und Patienten noch besser auf Organtransplantationen vorzubereiten, die Sicherheit dieses Therapieverfahrens zu erhöhen und das langfristige Therapieergebnis zu verbessern, soll ein mobiles zahnärztliches Einsatzteam für konsiliarische Dienste an der Charité etabliert werden. Hintergrund ist die wissenschaftlich nachgewiesene Wechselwirkung zwischen oralen Entzündungskrankheiten und beispielsweise kardiovaskulären Erkrankungen und Diabetes mellitus einerseits und dem erhöhten Risiko für schwere Infektionskomplikationen unter Immunsuppression andererseits.

Das mit 15.650 Euro geförderte Vorhaben dient der nachhaltigen Verbesserung der Krankenversorgung und Etablierung wissenschaftlicher Kooperationen zwischen Medizin und Zahnmedizin innerhalb der Charité.

Max Rubner-Preis: der Innovationspreis für Veränderer an der Charité – Universitätsmedizin Berlin

Der Max Rubner-Preis fördert die Umsetzung innovativer Ideen an der Charité. Das Preisgeld versteht sich als Anschubfinanzierung für Intrapreneure, also Einzelpersonen oder Teams, die innerhalb der Charité mit einem unternehmerischen Ansatz Herausforderungen begegnen, indem sie neue Angebote, Produkte oder Initiativen entwickeln. Förderfähig sind Projekte, die eine innovative Lösung für ein klar definiertes Problem anbieten oder durch ein neuartiges Zusatzangebot dauerhaft einen Mehrwert für die Gesellschaft als Ganzes generieren.

Max Rubner (1854-1932), als Ernährungsforscher und Arbeitsmediziner an der Charité seinerseits Veränderer in der Wissenschaft, war der Großvater von Frau Johanna Quandt, der Stifterin der Stiftung Charité. Wie der Namensgeber des Preises sollen auch die Preisträger innovative Veränderer sein. Ihre Projekte werden mit dem Preis nicht nur ausgezeichnet, sondern in der Folge auch finanziell unterstützt, durch die Stiftung begleitet und abschließend evaluiert.

Insgesamt 100.000 EUR stehen hierfür jedes Jahr zur Verfügung, die unter den Gewinnerprojekten aufgeteilt werden. Die Ausschreibung erfolgt jeweils im Herbst. In der Jury wirken neben den beiden Stiftungsvorständen Prof. Dr. Cornelius Frömmel, Dr. Nicola v. Lutterotti, Dr. Markus Müschenich, Prof. Dr. Brigitte Oetker, Prof. Thoralf Niendorf, Dr. Magnus Rüde und Dr. Reinhard Uppenkamp mit.