
Wer nicht für längere Zeit ins Ausland will oder dessen gewünschtes Zielland keine Möglichkeit zu einem semesterweisen Aufenthalt bzw. keine vom LPA anerkannte PJ-Möglichkeit bietet, dem stehen viele Möglichkeiten zu einer Famulatur im Ausland zur Verfügung.
Famulaturen im Ausland können über den
BVMD (früher: Deutscher Famulantenaustausch) organisiert werden, der mit vielen Ländern entsprechende Abkommen unterhält und bei Praktika in außereuropäischen Ländern auch Fahrtkostenzuschüsse des DAAD vermittelt.
Über direkte Partnerschaftskontakte der Charité besteht die Möglichkeit zu einem organisierten Famulatur-Aufenthalt in China, Japan und Russland.
Natürlich können Famulaturen gut selbst organisiert werden, und zwar direkt bei den entsprechenden Krankenhäusern. Bei der Suche nach einem Krankenhaus hilft unsere Linksammlung.
Wenn Sie sich für eine Famulatur im Ausland bewerben möchten, sollten Sie bei Ihrer Bewerbung vor allem ein Empfehlungsschreiben des Dekans mitschicken, in dem Ihr Status als Medizinstudent/in bestätigt und der Charakter einer Famulatur beschrieben wird. Das Schreiben enthält auch eine Bestätigung darüber, dass Sie während Ihres Auslandsaufenthaltes über die Universität haftpflichtversichert sind.
Die entsprechenden Unterlagen bekommen Sie bei ChIC (siehe Beratung).
Einen Bescheinigungsvordruck können Sie von der Website des
Landesprüfungsamtes herunterladen.
Im Praktischen Jahr gibt es umfangreiche Möglichkeiten zu einem Auslandsaufenthalt, praktisch auf der ganzen Welt.
Im Rahmen des ERASMUS-Programms stehen auch PJ-Plätze in Europa zur Verfügung, es gilt das normale Bewerbungsverfahren. Es gibt allerdings einige Ausnahmen. Achten Sie deshalb bitte auf die Angaben zu den PJ-Möglichkeiten bei den einzelnen Partneruniversitäten.
Bei unseren internationalen Partneruniversitäten gibt es ebenfalls eine Reihe von Angeboten für 8 oder 16 Wochen PJ, und zwar in Australien, China, Kuba, Russland und den USA. Bitte informieren Sie sich unter dem entsprechenden Menüpunkt.
Bei einem selbstorganisierten PJ-Tertial im Ausland muss darauf geachtet werden, dass die Anerkennung durch das Landesprüfungsamt gesichert wird. Vor allem auf dem Bescheinigungsformular ist der Stempel der Gast-Universität wichtig (hier reicht nicht - wie bei der Famulatur - der Klinik-Stempel!).
Besonders in den USA und Australien hat es mit Stempeln Probleme gegeben, weswegen Sie sich unbedingt im vorhinein vom LPA die spätere Anerkennung bestätigen lassen sollten.
Bitte beachten Sie die entsprechenden Informationen auf der
Homepage des LPA.
In allen englischsprachigen Ländern (Großbritannien, USA, Australien) ist die Erhebung von teils recht hohen Studiengebühren üblich und meist können nur 8-12 Wochen absolviert werden.
Das LPA Berlin erlaubt, ein Tertial zu splitten, so dass dies durchaus organisierbar ist. Achtung: aufgrund einer Regelung des State Board dürfen im ganzen Staat New York insgesamt nur 12 Wochen Klinik innerhalb von 2 Jahren absolviert werden!
Sie werden bei Ihren Bewerbungen oft nach "Letter of Recommendation", "Dean's Letter" oder dem "Transcript of Records" gefragt, bekommen Formulare zugeschickt oder müssen Ihre Haftpflichtversicherung nachweisen. Fragen Sie ChIC nach diesen Unterlagen (Kontakt)
Umfangreiche Information zu selbstorganisierten PJ-Tertialen finden Sie auch auf
http://medizinernachwuchs.de
Campus Mitte
Virchowweg 24
Ebene 3
Sprechzeiten:
Dienstag 09:30 bis 12:30, 13:30-16:00 Uhr
Donnerstag 09:30 bis 12:30 Uhr