Pressemitteilung

04.01.2016

Neue Professur stärkt Public Health und Epidemiologie in Berlin

Zurück zur Übersicht

Der Epidemiologe Prof. Dr. Tobias Kurth tritt mit dem beginnenden Jahr eine Stiftungsprofessur am Institut für Public Health der CharitéUniversitätsmedizin Berlin und am Centre Virchow-Villermé für Public Health Paris-Berlin (CVV) an. Er wird das Charité Institut für Public Health (IPH) leiten und als Vertreter der Universitätsmedizin entscheidende Impulse für die Berlin School of Public Health (BSPH) sowie für die Entwicklung des neuen Masterstudienganges geben.

Die Forschungen von Prof. Kurth befassen sich mit Faktoren der gesamtgesellschaftlichen Gesundheit. Vor allem neurologische und kardiovaskuläre Erkrankungen, sowie deren Verbindungen, stehen im Fokus seiner Untersuchungen. Hinzu kommt das Feld der Pharmakoepidemiologie, der Arzneimittelsicherheit. „Studien zur Wirksamkeit von Medikamenten in der Bevölkerung werden vor dem Hintergrund demografischer Entwicklungen immer bedeutender“, sagt Prof. Kurth. „Die Menschen werden älter und sind häufiger von Mehrfacherkrankungen betroffen. Ein Ziel ist es daher, mehr über Effekte und Nebenwirkungen von Medikamenten und Medizinprodukten auf der Bevölkerungsebene herauszufinden.“ Ebenfalls in Planung sind Forschungsprojekte mit jungen Erwachsenen und zu lebenslanger Gesundheit.

Prof. Kurth ist Humanmediziner und Epidemiologe. Er hat unter anderem an der Harvard Medical School und der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston gelehrt. Seit 2009 arbeitete er als ein Wissenschaftsdirektor am Nationalen Institut für Gesundheit und medizinische Forschung (Inserm) in Paris. Zugleich war er an der Universität Pierre und Marie Curie tätig sowie von 2011 bis zu seinem jetzigen Ruf nach Berlin an der Universität in Bordeaux. Seit 2014 ist Prof. Kurth weiterhin außerordentlicher Professor für Epidemiologie an der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston.

Ab Januar 2016 leitet der 47-Jährige das Institut für Public Health der Charité (IPH), dem das Centre Virchow-Villermé für Public Health Paris-Berlin zugeordnet ist. Gleichzeitig wird er die Charité im Rahmen der Berlin School of Public Health (BSPH) im Verbund mit der Technischen Universität Berlin und der Alice Salomon Hochschule Berlin vertreten. Das Ziel von Prof. Kurth ist es, den Standort Berlin in Kooperation mit anderen Einrichtungen als internationales Zentrum für Bevölkerungsforschung auf dem Gebiet Public Health und Epidemiologie zu etablieren: „Wir wollen eine hochqualifizierte Ausbildung ermöglichen und den Dialog zwischen den am Gesundheitswesen beteiligten Domänen wie Forschung, Klinik, Versicherungen, Politik und Industrie fördern.“ Insbesondere an der Berlin School of Public Health sollen zukünftige Generationen für leitende Funktionen in Gesundheitsforschung und im Gesundheitssystem ausgebildet werden.

Das Centre Virchow-Villermé für Public Health Paris-Berlin, eine deutsch-französische Einrichtung von Charité und Université Sorbonne Paris Cité, entwickelt und fördert ebenfalls innovative Lehre. Forschungskooperationen, der Austausch von Studenten und Postdoktoranden im Bereich Public Health sowie gemeinsame Ausbildungsmodule, beispielsweise „Summer schools", werden ausgebaut. Das Unternehmen Sanofi unterstützt das Centre Virchow-Villermé mit der Stiftung einer Professur in Berlin und wechselnden Gastprofessuren in Paris. Die Else Kröner-Fresenius-Förderinitiative für medizinische Spitzenforscher aus dem Ausland unterstützt die Forschungsarbeiten von Prof. Kurth mit der Förderung einer wissenschaftlichen Stelle.

Links

Institut für Public Health der Charité

BSPH

Centre Virchow-Villermé

Kontakt

Uwe Dolderer
Leiter des Geschäftsbereichs Unternehmenskommunikation
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 570 400



Zurück zur Übersicht