Positronen-Emissions-Tomographie mit kombinierter Computertomographie
Die Ergebnisse einer PET-CT-Untersuchung können dabei helfen, eine Krankheit festzustellen, die richtige
Therapieentscheidung zu treffen, eine Operation besser zu planen, unnötige Operationen zu vermeiden oder
eine begonnene Therapie auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen.
Die PET ist ein nuklearmedizinisches Verfahren, das Stoffwechselaktivität im Körper bildlich
sichtbar machen und messen kann. Dazu wird eine geringe Menge eines radioaktiven Präparates (Radiopharmazeutikum) verabreicht.
Je nach Fragestellung handelt es sich um Fluor-18-Desoxyglukose (FDG = Zucker) oder ähnlich markierte Stoffe wie
Aminosäuren und Peptide (Eiweißbestandteile) oder Cholin (Zellmembranbaustein). Zellen, die einen erhöhten
Stoffwechsel haben (z.B. Tumorzellen) reichern diese Radiopharmazeutika an.
Mit einem speziellen Kamerasystem, dem sog. Positronen-Emissions-Tomographen (PET), kann der radioaktiv markierte Stoff,
und damit ein stoffwechselaktiver Krankheitsprozess im Körper, bildlich sichtbar gemacht werden.
Ein PET-CT System verbindet die Positronen-Emissions-Tomograpie (PET) und die Computertomographie (CT) zu einer
einzigen Untersuchung. Für unsere Patienten kann somit die Untersuchungszeit verkürzt
und eine eindeutige Diagnose mit therapierelevanter Information gestellt werden.
Am 2. Januar 2006 hat das erste kombinierte hochauflösende PET-CT mit 16-Zeilen-Technologie
in Berlin/Brandenburg den Betrieb für die ambulante und stationäre Patientenversorgung aufgenommen.
Durch die moderne Technologie und Spezialausstattung können neben den für die PET im Vordergrund stehenden
onkologischen Fragestellungen der Tumorerkennung, des Stagings, des Restagings, des
Rezidivnachweises und der Therapiekontrolle auch neurologische Problemstellungen (z.B. Epilepsie,
M. Alzheimer) und Fragen der Myokardperfusion und -vitalität umfassend geklärt werden.
Als diagnostischer "one stop shop" können gleichzeitig die Vorteile einer
volldiagnostischen CT mit i.v. Kontrastmittelgabe, Mehrphasenuntersuchungen, virtueller Koloskopie oder CT-Angiographie genutzt werden.
Neben der F18-FDG stehen uns eine Reihe weiterer PET-Tracer für Spezialfragestellungen, wie zum Beispiel zur
Diagnostik des Prostatakarzinoms, von Hirntumoren und von neuroendokrinen Tumoren zur Verfügung.
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