Allgemeines
Bei der Virtuellen Endoskopie handelt es sich um ein digitales Nachbearbeitungsverfahren,
bei dem aus computertomografischen (CT) oder magnetresonanztomografischen
(MRT) Datensätzen innere Oberflächen von Strukturen oder Organen
berechnet werden, um den Eindruck einer realen Endoskopie zu erzielen.
In der Regel wird dabei der Kontrast zwischen luft- oder flüssigkeitsgefüllten
Lumina und umgebendem Gewebe (idealerweise Knochen) genutzt, um eine Oberfläche
zu rekonstruieren. Dieser Vorgang der Segmentierung kann automatisch über
Schwellenwerte oder manuell erfolgen.
Aus den so definierten zweidimensionalen
Konturen wird in einer Workstation ein dreidimensionales Oberflächenmodell
berechnet. Diese geometrische Struktur wird zur Visualisierung mit einer
Textur belegt. Um einen räumlichen Eindruck zu erzeugen, wird über
verschiedenen Rendering-Verfahren durch eine virtuelle Lichtquelle die
Oberfläche mit Spiegelungen und Schatten belegt.
Nach der Festlegung eines sogenannten Pfades durch die erstellte Struktur können
die endoskopischen Einzelbilder berechnet werden, die dann als digitales Video abgespielt
werden können.
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