
Die Klinik wurde in den Jahren 2006 bis 2008 technisch komplett neu ausgestattet. Neue Linearbeschleuniger modernster Bauart wurden installiert, beziehungsweise modernisiet. Neu sind ebenfalls ein Therapiesimulator, eine Brachytherapieeinheit und verschiedene Bestrahlungsplanungssysteme.
Zur Behandlung stehen hier in der Abteilung drei Linearbeschleuniger, ein Iridium-192 Brachytherapiegerät und ein Röntgentherapiegerät und zur Verfügung.
Die Abteilung ist komplett digitalisiert, einschliesslich digitaler Bildgebung zur Bestrahlungsplanung und -verifikation.
Die Protonentherapie von Augentumoren erfolgt von unserer Klinik in Kooperationen mit dem Helmholz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie in Berlin/Wannsee und der Augenklinik der Charité. Zusammen mit der Klinik für Strahlentherapie am Campus Virchow betreiben wir einen hochmodernen Tomotherapy-Linearbeschleuniger.
Unmittelbar zur Bestrahlungsplanung stehen ein Planungs-Computertomograph der Firma Siemens und ein Cone-Beam-CT-fähiger Simulator der Firma Varian zur Verfügung. Bei der 3D-Bestrahlungsplanung wird nahezu ausschliesslich die Virtuelle Simulation genutzt.
Für die perkutane Strahlentherapie dienen Planungsstationen der Fa. Varian, Nucletron, Brainlab und Tomotherapy.
Alle modernen bildgebenden Verfahren werden über Bildfusion in die Bestrahlungsplanung eingebunden.
Die drei Linearbeschleuniger (Clinac I-III - "clinical linear accelerator") sind Geräte der Firma Varian. Als Photonenenergien stehen 6 und 18 MeV Photonen zur Verfügung. Elektronen in den Energiestufen 6, 9, 12, 16 und 20 MeV. Zur stereotaktischen Bestrahlung nutzen wir ein Sytem der Fa. Brainlab und eines der Fa. Varian. Alle drei Beschleuniger verfügen über Multi-Leaf-Kollimatoren (MLC) modernster Bauart und sind IMRT-fähig. Lagerungskontrollen mit KV- und MV-Bildgebung erfolgen über Silizium-Detektoren einschliesslich der Cone-beam-CT-Funktion am Linearbeschleuniger und am Simulator.
Technische Zusatzausstattungen ermöglichen intraoperative Bestrahlungen, Ganzkörperbestrahlungen und Ganzhautbestrahlungen. In Kooperation mit der Strahlenklinik im Campus Virchow nutzen wir zudem einen Linearbeschleuniger der Fa. Tomotherapy, zur wissenschaftlichen Evaluation der helikalen Bestrahlung.
Die Brachytherapie erfolgt in Afterloadingtechnik mit Iridium-192. Hierzu dienen Geräte der Firma Nucletron mit den Softwaremodulen Plato und Oncentra.
Die Röntgentiefentherapie wird an einem Orthovolt-Röntgentherapiegerät (DARPAC 150 MC) mit 50-150 kV durchgeführt.
In Kooperation mit der Augenklinik der Charité und des Helmholz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (früher: Hahn-Meitner-Institut HMI) führen wir an der Ionenstrahlanlage im Lise-Meitner-Campus in Berlin-Wannsee Augentumorbestrahlungen mit Protonen durch. Der Kreisbeschleuniger (Zyklotron) ermöglicht Protonenenergien bis 70 MeV und gilt in dem genutzten Energiebereich insbesondere in Bezug auf die Strahleigenschaften als einer der präzisesten der Welt.
Augentumotherapie mit Protonen
