
(Quelle: Deutsches Röntgen-Museum, Remscheid)
| 1895 | Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt in Würzburg die Röntgenstrahlen. |
| 1896 | Henri Antoine Becquerel entdeckt die Eigenstrahlung von Uranerzen. |
| 1896 | Der Ingenieur Stevens berichtet als erster über schädigende Wirkungen der Röntgenstrahlen auf die Haut. |
| 1896 | Der Wiener Arzt Leopold Freund führt die erste Bestrahlung eines großen behaarten Naevus durch. |
| 1897 | Hermann Gocht berichtet über die Schmerzbeseitigung durch Strahlenbehandlung bei Trigeminusneuralgie. |
| 1897 | Der Russe Sokoloff nutzt die Schwachbestrahlung zur Schmerzbeseitigung bei Gelenkrheumatismus. |
| 1897 | Kibbe weist die schädigende Wirkung von Röntgen- und "Becquerelstrahlen" nach. |
| 1898 | Marie Curie und ihr Mann Pierre Curie entdecken die Elemente Polonium und Radium und prägen den Begriff "Radioaktivität". |
| 1899 | Die Schweden B. Stenbeck und T. Sjögren führen die erste erfolgreiche Bestrahlung von Plattenepithel-Karzinomen der Nase bzw. der Wange durch. |
| 1900 | Sjögren und Sederholm veröffentlichen erste umfassende Arbeiten zur Entzündungsbestrahlung. |
| 1901 | Der Wiener Radiologe Guido Holzknecht entwickelt ein Meßinstrument zur Bestimmung der verabreichten Strahlendosis, das Chromoradiometer. |
| 1902 | Nicholas Senn weist in Chicago günstige Veränderungen des Blutbildes sowie Schrumpfungen der leukämischen Drüsenschwellungen durch Bestrahlung nach. |
| 1902 | W.J. Morton führt die erste Myombestrahlung durch. |
| 1903 | Heinikes veröffentlicht seine Forschungen zur Tiefenwirksamkeit der Röntgenstrahlen. |
| 1903 | Dem Hamburger Radiologen Heinrich Albers-Schönberg gelingt der Nachweis somatischer Schäden am Hoden von Kaninchen. |
| 1904 | Max Levy-Dorn entwickelt erste Ansätze zur Kreuzfeuerbestrahlung. |
| 1904 | G. Perthes führt die Filterung in die Strahlentherapie ein. |
| 1905 | Halberstaedter gelingt der Nachweis somatischer Schäden auf Ovarien von Kaninchen. |
| 1905 | Friedrich Dessauer führt erste Versuche zur Ganzkörperbestrahlung durch. |
| 1906 | V. Schilling weist die positive Beeinflussung bei Bestrahlung des Bronchialasthmas nach. |
| 1906 | R. Werner und M. Kohl entwickeln den Bestrahlungskonzentrator. |
| 1907 | Robert Kienböck erkennt den Fokus-Hautabstand als wichtigen Faktor für die gleichmäßige Durchdringung der Röntgenstrahlen durch das Gewebe. |
| 1907 | Bardeen beobachtet das Auftreten genetischer Schäden an Kröten nach Bestrahlung. |
| 1907 | Krönig berichtet über die Strahlentherapie des Gebärmutterkrebses. |
| 1908 | Clunet erkennt die krebserzeugende Wirkung der Röntgenstrahlung. |
| 1909 | Alban Köhler entwickelt die Methode der Siebbestrahlung. |
| 1909 | Schultz und Zehder berichten über die Verwendung weicher Röntgenstrahlung bei der Oberflächentherapie. |
| 1911 | Lindemann entwickelt eine Röntgenröhre mit Lithium-Borat-Glasfenster. |
| 1911 | Oscar und Günther Hertwig stellen fest, daß die Zellkerne strahlenempfindlicher als das Zytoplasma sind. |
| 1913 | H. Meyer entwickelt die Teilrotations- und Pendelbestrahlung. |
| 1914 | Der Kieler Feinmechanikermeister Ernst Pohl entwickelt die Vollrotationsbestrahlung. |
| 1916 | Hermann Wintz entwickelt mit dem Symmetrie-Instrumentarium ein Bestrahlungsgerät mit Regenerierautomaten für die Röntgentiefentherapie. |
| 1919 | Der Franzose Regaud untersucht die Bedeutung des Zeitfaktors für die Strahlentherapie. |
| 1920 | R. Stephan benutzt Röntgenbestrahlung zur Stillung von Blutungen. |
| 1920 | Hans Holfelder entwickelt den Felderwähler. |
| 1920 | H. Wintz und L. Seitz führen den Begriff der Hauterythemdosis (HED) in die Strahlentherapie ein. |
| 1925 | Der Physiker Arthur Mutscheller entwickelt erste Überlegungen zur Festlegung von Dosisgrenzwerten. Auf seinen Vorschlag hin wird die "Toleranzdosis" eingeführt. |
| 1925 | Hermann Behnken definiert die Dosiseinheit "Röntgen" als Einheit für die Ionendosis. |
| 1925 | Hermann Wintz baut ein Bestrahlungsgerät mit vollständig geschlossenem Röhrenbehälter. |
| 1925 | Hans Holfelder baut ein ortsfestes Bestrahlungsgerät mit vollkommenem Strahlen- und Hochspannungsschutz. |
| 1926 | Gustav Bucky entwickelt die Grenzstrahltherapie. |
| 1927 | Werner Teschendorf führt die Ganzkörperbestrahlung bei Leukämien durch. |
| 1927 | Die strahlengenetischen Untersuchungen von Müller an Taufliegen bestätigen den kausalen Zusammenhang zwischen Exposition mit Röntgenstrahlen und Mutationsrate. |
| 1928 | Das "Röntgen" (R) wird auf dem zweiten Internationalen Radiologenkongreß (ICR) in Stockholm als erste physikalische Größe in der Radiologie international anerkannt. |
| 1930 | Rolf Wideröe baut den ersten Hochfrequenz-Linearbeschleuniger. |
| 1931 | Henri Chaoul entwickelt die Nah- und Kontaktbestrahlung. |
| 1932 | Ernest O. Lawrence baut in Berkley das erste Zyclotron. |
| 1934 | Glocker, Kugler und Langendorff bestimmen die strahlenbiologische Tiefendosis von Elektronen. |
| 1934 | Die ICRP gibt die Empfehlung, die Toleranzdosis auf 0,2 R pro Tag festzulegen. |
| 1938 | U. Hemschke entwickelt die Konvergenzbestrahlung. |
| 1940 | Künstliche radioaktive Isotope werden in der Klinik angewendet. |
| 1941 | Donald W. Kerst baut das erste Betatron. |
| 1948 | In Göttingen findet ein von Konrad Gund gebautes Betatron die erste klinische Anwendung. |
| 1948 | In Stanford bauen Ginzton, Hansen und Kennedy den ersten Linearbeschleuniger für 1,5 MeV nach dem Wanderwellenprinzip. |
| 1949 | Newberry entwickelt in England einen Linearbeschleuniger für strahlentherapeutische Zwecke. |
| 1950 | Die ICRP reduziert den Dosisgrenzwert von 1937 um den Faktor 10. Erstmals werden Dosisgrenzwerte für einzelne Organe festgelegt. |
| 1950 | A. Kohler entwickelt ein Pendelgerät zur Bewegungs-, Kreuzfeuer- und Stehfeldbestrahlung. |
| 1951 | Prof. Lars Leksell entwickelt das Prinzip der Radiochirurgie. |
| 1952 | T.A. Watson setzt Telekobaltgeräte in der Strahlentherapie ein. |
| 1953 | Auf dem ICR in Kopenhagen wird das "Rad" (rd) als Einheit für die Energiedosis eingeführt. |
| 1954 | Guiseppe Palmieri entwickelt die Stratitherapie. |
| 1955 | Friedmann, Dresner und Hine setzten im Delafield Hospital in New York einen Resonanztransformator für medizinische Zwecke ein. |
| 1960 | Entwicklung des Nachladeverfahrens (Afterloading) für intrakavitäre Brachytherapie durch U.K. Henschke. |
| 1964 | R. Schittenhelm entwickelt ein 42 MeV Betatron für die universell anwendbare Elektronentiefentherapie. |
| 1968 | Entwicklung und erste radiochirurgische Behandlung mit dem "Gamma-Knife" am Karolinska-Institut durch Prof. Lars Leksell (Schweden). |
| 1971 | Erste Computertomographie-Aufnahme am Menschen (Nobelpreis für Allen M. Cormack und Godfrey Hounsfield 1979). |
| 1976 | Einführung der SI-Einheiten Gray (Gy) für "rad" und Becquerel (Bq) für Curie. |
| 1988 | Einführung des Facharztes für Strahlentherapie in Deutschland. |
| 1995 | Gründung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO). |












