Klinik und Hochschulambulanz für Radioonkologie und Strahlentherapie
Campus Benjamin Franklin

Bestrahlungsplanung

Vor Beginn der eigentlichen strahlentherapeutischen Behandlung ist eine Planungsphase notwendig. Nach dem Erstgespräch dient der nächste Termin zur technischen Planung der Therapie.

Lagerung

Eine präzise Bestrahlung erfordert eine stabile Lagerung des Patienten. Hierzu dienen meist spezielle Lagerungshilfen die eine bequeme und entspannte Haltung unterstützen sollen. Dazu dienen zum Beispiel Matten für den Rücken, Polster unter den Knien, Armhalterungen oder Masken im Falle einer Bestrahlung im Kopf- und Hals-Bereich.

Simulator

Am Simulator wird die Lokalisation der Bestrahlungsfelder festgelegt oder überprüft. Die genaue geometrische Übereinstimmung mit den Bestrahlungsgeräten (Linearbeschleuniger) ermöglicht die Simulation des Bestrahlungsplans. Die Computertomographiefunktion dieses Röntgengerätes neuester Generation ermöglicht eine höhere Präzision der Lagerungskontrolle.

Computertomographie

Zumeist wird in der festgelegten Lage und Haltung eine Computertomographie (CT) durchgeführt, die zur genauen Festlegung des zu bestrahlenden Volumens und der Bestrahlungstechnik dient. Des Weiteren erfolgen Markierungen auf der Haut, die eine wichtige Grundlage bilden für eine Tag für Tag konstant exakte Positionierung am Bestrahlungsgerät. Diese Anzeichnungen dürfen während des gesamten Behandlungszeitraums nicht entfernt werden.

Festlegung des zu bestrahlenden Gebietes

In dem 3-D-Datensatz der Computertomographie werden mit Hilfe aller Befunde und Voruntersuchungen die Zielvolumina und die zu schonenden Organe vom behandelnden Arzt definiert. Moderne bildgebende Verfahren, wie vorangegangene Computertomographien, Magnetresonanztomographien (MRT) oder sogar Positronenemissionstomographien (PET), können in dem Bestrahlungsplanungssystem auf die Planungs-CT übertragen (fusioniert) werden, was eine noch genauere Planung ermöglichen kann.

Dreidimensionale Rekonstruktion des Beckens mit Zielvolumen und unmittelbar benachbarter Organe

Physikalische Bestrahlungsplanung

Bis zum ersten Bestrahlungstermin werden in enger Zusammenarbeit zwischen der medizinphysikalischen Abteilung und den behandelnden Ärzten die Bestrahlungspläne erstellt, überprüft, bewertet und optimiert. Nach mehreren Stufen eines Qualitätssicherungssystems werden diese Pläne dann für die Therapie freigegeben. Dies erfordert mit der vorangegangenen Zielvolumenbestimmung mehrere Tage Zeit.

Axialer Schnitt einer Planungs-Computertomographie mit farblicher Darstellung der Dosisverteilung