| Projekt |
Entwicklung eines Instruments zum Assessment von Schmerzen bei alten Menschen mit schwerer Demenz
Development of a Scale to Assess Pain in Older Persons with severe Dementia |
| Projektbearbeitung: |
Thomas Fischer |
| Projektbetreuung: |
Prof. Dr. Martina Hasseler (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg) und Dr. Rainer Neubart (Ev. Krankenhaus Woltersdorf) |
| Förderer: |
Robert – Bosch – Stiftung im Rahmen des Graduiertenkollegs Multimorbidität im Alter und ausgewählte Pflegeprobleme |
| Laufzeit: |
August 2004 – August 2007 |
| Externer Link: |
www.gradmap.de |
| Inhalte: |
Schmerzen sind als subjektives Phänomen nicht durch objektive Untersuchungsverfahren messbar. Die Selbstauskunft des Betroffenen über seine Schmerzen bildet deshalb die Grundlage der Schmerzeinschätzung und auch der Schmerztherapie. Bei Menschen mit schwerer Demenz, kann jedoch die Fähigkeit zur verbalen Kommunikation verloren gehen - eine Selbstauskunft ist dann nicht mehr möglich. In diesem Fall ist es notwendig, eine Fremdeinschätzung möglicher Schmerzen anhand spezifischer Parameter, etwa Verhalten oder Mimik, vorzunehmen. Entsprechende Instrumente, die eine große Hilfe für die pflegerische Praxis sein könnten, liegen derzeit in Deutschland jedoch noch nicht vor.
Zielsetzung des Projektes ist es deshalb, ein geeignetes, im Ausland vorhandenes Instrument ins Deutsche zu übertragen und auf Reliabilität und Validität unter hiesigen Bedingungen zu testen. Die Anwendung soll zunächst im Pflegeheim erfolgen, da dort ein Großteil der sehr schwer an Demenz erkrankten Menschen anzutreffen ist.
Ausgewählt wurde das französische ECPA – Instrument (deutsche Fassung: BISAD – Beobachtungsinstrument für das Schmerzassessment bei alten Menschen mit Demenz). Die Studie wird bei schwer demenziell erkrankten Bewohnern von Pflegeheimen in Berlin – Brandenburg sowie im Rhein – Main – Gebiet durchgeführt. Zur Validierung des Instruments erfolgt unter anderem die Erfassung der Mimik der Bewohner in zwei Situationen (Ruhe vs. Bewegung) durch Videoaufnahmen und die standardisierte Auswertung auf Anzeichen von Schmerz mittels des Facial Action Coding Systems (FACS). Als Grundlage der Validitätsbestimmung dient ein Strukturgleichungsmodell, das verschiedenste Faktoren für (mögliche) Schmerzen berücksichtigt. |
| Bearbeitungsstand: |
Das Projekt befindet sich in der letzten Phase. Die Datenerhebungen wurden abgeschlossen und derzeit erfolgt die Analyse der gesammelten Daten. |
| Download BISAD |
Bitte beachten Sie: Die bereitstehende Fassung des BISAD - Bogens ist vorläufig. Wissenschaftliche Studien zur Validität und Reliabilität des Bogens sind bisher nicht abgeschlossen. Es wird keine Haftung für die Folgen der Anwendung des Bogens übernommen. Wir empfehlen nachdrücklich, den BISAD - Bogen nicht als einziges Mittel der Schmerzeinschätzung bei Menschen mit schwerer Demenz anzuwenden.
Sowohl ECPA als auch BISAD sind urheberrechtlich geschützt. Die nicht - kommerzielle Anwendung des BISAD - Bogens, etwa in der eigenen Einrichtung, ist gestattet. Wir freuen uns über Hinweise aus der Praxisanwendung.
Jegliche Form der kommerziellen Nutzung, etwa durch Nachdruck, Verkauf oder elektronische Publikation, ist verboten, es sei denn, es wurde vorher eine ausdrückliche schriftliche Genehmigung durch uns erteilt. Auch die Verbreitung durch elektronische Medien, etwa das Einstellen des Bogens auf eine Internetseite, bedarf der vorherigen Genehmigung.
BISAD - vorläufige Fassung
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