Viola Balz ist seit Februar 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut. Sie hat Psychologie an der Phillips-Universität Marburg/Lahn und der FU Berlin studiert. Von 1999 bis Herbst 2004 war sie Mitarbeiterin im Weglaufhaus , einer antipsychiatrischen Kriseneinrichtung. Seit 2005 arbeitet sie beim Berliner Krisendienst.
Im Februar 2009 promovierte Sie zum Dr. rer. nat. Ihre
Dissertation trägt den Titel: "Zwischen Wirkung und Erfahrung – Psychopharmaka neu denken. Eine historische Analyse der Wirksamkeitskonstruktionen der Neuroleptika in der Bundesrepublik Deutschland 1950-1980" (betreut von Prof. Dr. Bettina Wahrig, Braunschweig und Prof. Dr. Heinz-Peter Schmiedebach, Hamburg). Bis Herbst 2007 wurde die Arbeit gefördert durch ein Promotionsstipendium der Heinrich-Böllstiftung. Zusammen mit Bettina Wahrig, Heiko Stoff und Alexander von Schwerin arbeitete sie in der Braunschweiger Projektgruppe Prekäre Stoffe in den experimentellen Lebenswissenschaften im 19. und 20. Jahrhundert .
Im November 2005 war sie Mitglied der Expertenkommission der Europäischen Bürgerkonferenzen zu Hirnforschung Meeting of Minds am Deutschen Hygiene Museum Dresden. Außerdem ist sie Mitantragstellerin und Mitglied des von der DFG-geförderten wissenschaftlichen Netzwerkes "Magic Bullets und chemische Knebel" - Historische Perspektiven der Epistemologie, Herstellung, Regulierung und Anwendung von Arzneistoffen im 20. Jahrhundert .
Forschungsschwerpunkte: Psychiatriegeschichte, Pharmaziegeschichte, Patientengeschichte, Geschichte des klinischen Versuches, Science Studies, Gender Studies. |