Über das Institut
 
Standorte
CCM:
Campus Charité Mitte
Ziegelstr. 10 (Hofeinfahrt)
D-10117 Berlin
 
Stadtplan-Link
 
CCM:
Campus Charité Mitte
Luisenstr. 64/65
Charité Hochhaus
D-10117 Berlin
 

bis April 2010:
Standort CBF
Klingsorstr. 119, 12203 Berlin

 

 
 
 
Mitarbeiter
Übersicht
über die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts an beiden Standorten des Instituts.
 


 
Das Institut für Geschichte der Medizin (Direktor: Professor Dr. Volker Hess) wurde 1930 unter Leitung des Medizinhistorikers Paul Diepgen als zentrales Landesinstitut gegründet und stellt damit eine der ältesten Einrichtungen dieser Art dar. Es umfasste ursprünglich neben der Medizingeschichte im engeren Sinne auch die Geschichte der Naturwissenschaften, die Geschichte der Medizin in der Antike und im Islam und die Geschichte der Zahnheilkunde. Nach dem Mauerfall wurde das Institut am Campus Mitte mit dem 1963 an der Freien Universität gegründeten Institut unter dem Dach des Zentrums für Human- und Gesundheitswissenschaften zusammengeführt, so dass das heutige Institut zwei traditionsreiche Einrichtungen miteinander verbindet. Heute konzentriert sich das Institut weitgehend auf den Kernbereich neuzeitlicher Medizingeschichte. Es hat sich seit den 1980er Jahren vor allem durch Forschungen zur Geschichte der Rassenhygiene und der Sozialen Medizin sowie zur Medizin im Nationalsozialismus international einen Namen gemacht. Weitere zur Zeit laufende Forschungen gelten - neben der quellennahen Erforschung der Charité- und Universitätsgeschichte - der Patientengeschichte im 19./20. Jahrhundert, der Entwicklung der klinischen Methoden im 19. Jahrhundert, der Geschichte der Psychiatrie und der Zahnmedizin sowie dem Problemkreis "Medizin und Gender".

Das Institut ist mit den Pflichtlehrveranstaltungen "Geschichte, Theorie, Ethik" sowie Medizinischer Terminologie eng in die Ausbildung von Ärzten und Zahnärzten eingebunden. Es trägt einen Teil der Wahlpflichtveranstaltungen im Reformstudiengang Medizin und ist am Studiengang Public Health beteiligt. Darüber hinaus werden in jedem Semester zahlreiche Wahl- und Wahlpflichtveranstaltungen (in Seminaren) angeboten, auch am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. Außerdem erhalten zur Zeit mehrere Dutzend Doktoranden aus Medizin, Zahnmedizin und Geschichte eine medizinhistorische Grundausbildung und weiterführende Betreuung. Mit den Medizinhistorischen Nachmittagen und regelmäßigen Tagungsveranstaltungen wird darüber hinaus eine breitere universitäre und außeruniversitäre Öffentlichkeit angesprochen.

Eine Besonderheit des medizinhistorischen Instituts sind die umfangreichen Buchbestände, die Werkzeug und Werkstatt für Forschung und Lehre bilden. Am Campus Charité Mitte im Hochhaus der Charité verfügt das Institut über eine eigene Bibliothek mit einem Bestand von über 70.000 Bänden.

 
 
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