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Für die Berechnung der Strahlentherapie steht folgendes Bildmaterial zur Verfügung: Computertomographieaufnahmen (CT) des Schädels, hochauflösende Kernspintomographieaufnahmen des Augenbereichs, gewonnen mittels einer speziellen Augenspule, Fundusphotographien und Ultraschalltiefenmessungen.
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Computertomographieaufnahmen dienen als Grundlage für die Bestrahlungsplanung, da sie das Absorptionsverhalten der anatomischen Struktur darstellen. Vorteil dieses Bildmediums ist die hohe Auflösung gegenüber Kernspintomographieaufnahmen. Computertomographieaufnahmen dienen als Grundlage für die Bestrahlungssimulation.
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Die Kernspintomographieaufnahmen werden hinzugezogen, um Weichgewebestrukturen besser voneinander trennen zu können, was in den Computertomographieaufnahmen nicht möglich ist. Sie erlauben eine sehr gute Segmentierung von Linse, Sehnerv, Papille, Bulbus und Tumor.
Nachteil der Kernspintomographie ist die Verzerrung durch Feldinhomogenitäten bei der Aufnahme. Die Kompensation erfolgt durch die Kombination mit den Computertomographieaufnahmen durch eine Registrierung.
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Fundusphotographien zeigen ein hochaufgelöstes Bild des Augenhintergrundes, sind also Abbild einer Schale des durch das Auge definierten sphärischen Koordinatensystems (Abbildung 1). Vorteil der Fundusphotographie ist die hohe Darstellungskorrektheit im posterioren Teil des Auges im Bereich von Papille, Makula und Sehnerv.

Als Grundlage für die Bestrahlungsplanung ist der Abstand von Papille und Tumor von großer Wichtigkeit, da die Papille bei der Bestrahlung unbedingt auszusparen ist.
Die Verzerrung der Fundusaufnahmen nimmt mit Abstand vom Zentrum aus immer mehr zu. Dies betrifft jedoch nicht die Winkelverzerrung. Deshalb kann eine Registrierung von Fundus- und Kernspinaufnahmen durch Verwendung der Marker und der Papille, die in beiden Bildmedien sehr gut bestimmt werden kann, vorgenommen werden.
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Die Ultraschalltiefenmessung ist eine 1-D-Ultraschallaufnahme im A-Mode (Amplituden-Modus), aus der präzise die Längenmaße des Auges entlang einer Achse bestimmt werden können.
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Aus diesen Daten soll ein Augenmodell abgeleitet werden, das für die Berechnung des Therapieplans und die Durchführung der Bestrahlung mittels einer Protonenkanone verwendet werden kann.

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