Verschiedene Mapping-Verfahren zur Projektion des 3-D-Bildmaterials auf vorgegebene Sphärenformen wurden getestet und der Grad an Übereinstimmung mit der Fundusphotographie bestimmt. Umgekehrt wurden Projektionen von 2-D-Bildmaterial auf vorgegebene dreidimensionale Sphärenformen implementiert und mit Fundusaufnahmen getestet (Abb.links). Inhaltlich am wichtigsten ist bei dieser Projektion der posteriore Teil des Auges, da sich hier die Macula, die Eintrittsstelle des Sehnervs durch die Sklera (blinder Fleck) und die okularen Gefäße befinden. Bisher wurden vor allem Projektionen in analytische Augenformen wie Kugeln [1] und Sphären getestet.
Im Folgenden sollen Voxelmodelle, die von den CT- und Kernspindaten abgeleitet werden, für die Projektionen herangezogen werden. Dabei sind jene Projektionsverfahren zu finden, die die größten Übereinstimmung zwischen dem projizierten Fundusbild und dem MR-Datensatz aufweisen. In diesem Zusammenhang sind Testaufnahmen mit synthetischen Augenmodellen geplant, in die definierte Raster eingezeichnet wurden, um die Verzerrungen durch die Kamera bei der Fundusphotographie abschätzen zu können. Ausgehend von diesen Projektionen werden manuelle Manipulationsverfahren entwickelt, die eine simultane Segmentierung des Auges auf den CT- und den MR-Daten sowie den Fundusphotographien ermöglichen. Darüber hinaus wurden bereits halbautomatische Segmentierungsverfahren implementiert und getestet [6]. Eine algorithmische Integration der Ultraschalltiefenmessung auf der Basis des gewonnenen Augenmodells wird untersucht. Sofern die gemessenen Distanzen nicht mit dem CT-Datensatz übereinstimmen, wird eine Anpassung des analytischen Augenmodells angestrebt, dessen Änderungen sich direkt auf die CT-Daten übertragen.
Es wird eine intuitive Benutzeroberfläche zur Integration aller Verfahren erstellt und ihre Verwendbarkeit im klinischen Alltag evaluiert.
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