Tutorials

1. Tutorial
Medizinische Bildregistrierung
Dieses hochaktuelle Thema der Bildverarbeitung hat in den letzten Jahren eine stürmische Entwicklung genommen, die es dem Anwender und Entwickler schwer macht, die "Spreu vom Weizen" zu trennen. Ziel dieses Tutorials ist es, allgemeine Konzepte zu erarbeiten, die eine inhaltliche Einordnung von modernen medizinischen Bildregistrierungsverfahren erlauben. Insbesondere sollen die gängigen Verfahren übersichtlich dargestellt werden. Neben theoretischen Konzepten werden effiziente und robuste Implementierungen vorgestellt. Die einzelnen Themenkomplexe werden anschaulich durch eine Vielzahl von eingängigen Beispielen illustriert. Ferner wird gezeigt, wie konkrete Registrierungsaufgaben in einen problemangepassten Algorithmus umgesetzt werden können. Das Tutorial bietet ausreichend Freiraum, um spezifische Registrierungsprobleme der TeilnehmerInnen zu diskutieren.

Besonderes Augenmerk wird auf die folgenden Fragestellungen gelegt: Warum sollte man einen variationellen Ansatz verwenden? Ist die Verwendung von partiellen Differenzialgleichungen eigentlich kompliziert? Wie setze ich meinen theoretischen Ansatz praktisch um? Wie integriere ich Vorwissen in meinen Algorithmus?

Referenten Prof. Dr. Bernd Fischer
PD Dr. Jan Modersitzki

Institut für Mathematik, Universität zu Lübeck

Zielgruppe Ärzte, Ingenieure, Informatiker, Naturwissenschaftler
Vorkenntnisse keine
Termin 19. März 2006, 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr
2. Tutorial
Visualisierung für die bildbasierte Diagnostik und Therapieplanung
In dem Tutorial werden grundlegenden Methoden der medizinischen Visualisierung vorgestellt und ihre Anwendungsmöglichkeiten erläutert.

Zunächst werden Vor- und Nachteile von 2D- und 3D-Visualisierungen diskutiert und erklärt, wie beide Darstellungsarten bei komplexen Problemstellungen in der Therapieplanung integriert werden können. Der Schwerpunkt liegt auf der direkten Visualisierung medizinischer Volumendaten (Volume Rendering). Dabei werden grundlegende Methoden vorgestellt, und es wird ein Überblick über aktuell verfügbare Softwarewerkzeuge gegeben. Im Anschluss daran werden wichtige Interaktionstechniken wie z.B. die virtuelle Resektion vorgestellt.

Abschließend werden spezielle Probleme der medizinischen Visualisierung diskutiert (Visualisierung von anatomischen Baumstrukturen, z.B. Gefäß- und Bronchialbaum, illustrative Visualisierungsmethoden).

Referenten Prof. Dr.-Ing. Bernhard Preim
Dipl.-Ing. Steffen Oeltze
Dipl.-Ing. Christian Tietjen

Universität Magdeburg

Zielgruppe Ärzte, Ingenieure, Informatiker, Naturwissenschaftler
Vorkenntnisse keine
Termin 19. März 2006, 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr
3. Tutorial
Patentrecht und geistiges Eigentum in der Forschung im Bereich der
Medizinischen Bildverarbeitung

Die Entstehung, der Schutz und die Verwertung innovativer Ergebnisse gewinnen zunehmend an Bedeutung für die Schaffung und Aufrechterhaltung wettbewerbsfähiger Vorteile in der Industrie und der akademischen Welt. In den meisten Gebieten angewandter technologischer Forschung nimmt das Streben nach Patentierung weltweit zu, und die Medizinische Bildverarbeitung bildet da keine Ausnahme. Folglich wächst die Notwendigkeit, bei der Forschungsplanung und -durchführung die Aspekte geistigen Eigentums und des Patentrechts mit in Betracht zu ziehen.

Ziel dieses Tutorials ist es, eine Einführung in das Gebiet des geistigen Eigentums allgemein und des Patentwesens im Besonderen zu geben und deren Bedeutung für die Forschung in der  Medizinischen Bildverarbeitung aufzuzeigen. Es wird ein Überblick über verschiedene Formen geistigen Eigentums mit dem Schwerpunkt Patente gegeben. Die gesetzliche Bedeutung eines Patents wird ebenso diskutiert wie verschiedene Verfahren, ein Patent zu erlangen. Der Nutzen von Patent-Datenbanken als wertvolle Quelle technischer Informationen für den Medizinischen Bildverarbeitungs-Wissenschaftler bei der Suche nach dem aktuellen Stand der Kunst wird aufgezeigt. Nach dem Besuch des Tutorials sollen die Teilnehmer in der Lage sein, Literatur zum Patentwesen aktiv in ihre Forschung mit einzubinden und die grundlegenden Konzepte des Patentierungsprozesses besser zu verstehen, um sie in die Lage zu versetzen, fundierte Entscheidungen zur Veröffentlichung und Verwertung ihrer Forschungsergebnisse zu treffen.

Referenten Dr. Ph. Lahorte

Europäisches Patentamt in München
Zielgruppe Ärzte, Ingenieure, Informatiker, Naturwissenschaftler
Vorkenntnisse Keine
Termin 19. März 2006, 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr