Die Infektiologische Erste Hilfe steht im Rahmen einer Notfallbehandlung rund um die Uhr zur Verfügung bei:
Diagnostik und Behandlung von akut aufgetretenen infektionsverdächtigen Krankheitsbildern
Untersuchung von Tropenreisenden (insbesondere Malariadiagnostik)
Patienten mit Fieber unklarer Ursache
Beratung nach Nadelstichverletzungen oder sonstigem Kontakt mit infektiösem Material und ggf. Einleitung einer Postexpositionsprophylaxe (siehe Hinweis unten)
Ärzte, welche außerhalb der Dienstzeiten eine fachliche Information benötigen oder notfallmäßig Patienten über die Infektiologische Erste Hilfe zuweisen wollen, setzen sich bitte mit dem diensthabenden Arzt/Ärztin der Abteilung in Verbindung.
Eine Behandlung kann jederzeit ohne Voranmeldung erfolgen. Bitte bringen Sie einen Ausweis sowie Ihre Versichertenkarte sowie ggf. vorhandene Vorbefunde mit.
Für die Behandlung von nicht akut verlaufenden Infektionserkrankungen (z.B. chronische Hepatitis B oder C, parasitäre Erkrankungen) wenden Sie sich bitte an die Infektiologische Poliklinik.
Hinweis zur Postexpositionsprophylaxe* HIV und Hepatitis B: Im Rahmen der Infektiologischen Ersten Hilfe erfolgt eine Beratung sowie ggf. Einleitung einer Postexpositionsprophylaxe* nach Kontakt mit potentiell infektiösem Material einer anderen Person. Im Klinikum ist dies am häufigsten bei Nadelstichverletzungen oder Verletzungen im OP beim dort tätigen Personal der Fall. In diesem Falle sollte sofort eine Vorstellung in der Ersten Hilfe erfolgen, da die Wirksamkeit der Medikamenteneinnahme bei HIV bzw. die passive Immunisierung bei Hepatitis B mit jeder Stunde nach Kontakt abnimmt. Bei Unfällen in Zusammenhang mit beruflicher Tätigkeit erfolgt zusätzlich eine Vorstellung beim D-Arzt (chirurgische Rettungsstelle) zur Einleitung eines von der Berufsgenossenschaft vorgegebenen D-Arzt-Verfahrens.
*) Maßnahmen zur Verhinderung einer Infektion nach stattgehabtem Kontakt mit potentiell infektiösem Material
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